Ein Flug ohne Ziel – dieser Trend erobert die Reisebranche gerade im Sturm. Diese sogenannten „Flüge nach Nirgendwo“ sind im Zuge der Corona-Krise entstanden und bieten eine Alternative zu Fernreisen ins Ausland. Start- und Zielflughafen liegen dabei im eigenen Land, der Flug selbst dauert nur wenige Stunden und dient als eine Art Sightseeing- und Freizeitprogramm für reisehungrige Passagiere.

Flugzeug Sonnenuntergang

©Koverninska Olga/Shutterstock.com

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Flüge als Sightseeing-Programm

Angesichts der weiterhin bestehenden Reisewarnungen sind Fernreisen von und in die meisten Länder noch nicht möglich. Das neue Flugkonzept sieht deshalb den Start und die Landung im selben Land und auf dem selben Flughafen vor. Ein konkretes Ziel ist dabei nicht anvisiert, im Vordergrund stehen vielmehr die Flugreise und das Erlebnis selbst. Vorreiter war die Fluggesellschaft Taiwan, die bereits Anfang August mit einem solchen Flug lockte, nun ziehen immer mehr Fluggesellschaften nach und springen auf den neuen Trend auf. Der erste Flug nach Nirgendwo der australischen Fluggesellschaft Qantas beispielsweise soll am 10. Oktober in Sydney starten. Geplant ist eine Art Sightseeing-Programm aus der Luft. Insgesamt sieben Stunden soll das Flugzeug dabei in der Luft bleiben und den Passagieren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes wie den Uluru oder das Great Barrier von oben zeigen. Auch Singapore Airlines plant Berichten zufolge gemeinsam mit dem Singapore Tourism Board ab Ende Oktober Rundflüge mit Sightseeing-Programm. Der Flug soll dabei etwa drei Stunden dauern.

In Rekordzeit ausgebucht

Diese Flüge ohne Ziel scheinen auf großen Anklang bei den Kunden zu stoßen. So waren die ersten Flüge bereits in Rekordzeit ausgebucht. Bei der australischen Fluggesellschaft Qantas beispielsweise waren die Tickets für den ersten Sightseeing-Flug bereits nach zehn Minuten komplett vergriffen. Damit sei der Flug wahrscheinlich der am schnellsten ausgebuchte der Geschichte der Fluggesellschaft, wie CEO Alan Joyce mitteilte. Verkauft wurden die Tickets in der Economy-Class ab umgerechnet 480 Euro, einen Sitz in der Business-Class gab es ab umgerechnet 2.300 Euro.

Umweltfreundliche Alternative

Für eine umweltfreundlichere Alternative sorgt der Flughafen Taipeh-Songshan in Taiwan. Dort haben Passagiere die Chance auf ein virtuelles Flugerlebnis. Dabei werden wie sonst auch Sicherheitskontrollen und Check-Ins durchlaufen und auch das Shoppen im Duty free gehört dazu. Nach dem Boarding hebt das Flugzeug allerdings nicht ab, sondern bleibt ganz ruhig am Boden stehen. Wer dieses Erlebnis mitmachen darf, wird per Los entschieden.

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