Handgepäck im Flieger

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Gerade am Urlaubsziel gelandet, können beliebte Betrugsmaschen für den ersten Dämpfer sorgen. Angefangen beim „kaputten“ Taxameter bis hin zum „freundlichen“ Touristenführer: Wer die Tricks der Betrüger und Diebe nicht kennt, kann schnell auf sie hereinfallen und mehrere Euro loswerden. Damit Euch das nicht passiert, hat der Palma de Mallorca Airport nun 10 populäre Betrugsmaschen auf seiner Website veröffentlicht. Damit möchte Mallorca nicht nur die eigenen Touristen besser vorbereiten, sondern allgemein vor den Tricks der Diebe warnen. Denn, so beteuert der Flughafen: Mallorca gehöre zu den sichersten Flughäfen weltweit.

Touristen sind leichte Opfer

Ihr steigt nach einem anstrengenden Flug aus dem Flieger, holt Euer Gepäck vom Band und wartet nun in der Schlange vor der Wechselstube. Ihr freut Euch auf den wohlverdienten Urlaub in der Sonne, auf gutes Essen und die frische Brise am Strand. Ihr seid völlig in Gedanken versunken als Ihr endlich an der Reihe seid. Und plötzlich stellt Ihr fest: Ach du Schreck, das Portmonee ist weg! Der Traumurlaub ist dahin. So oder so ähnlich ist es wohl schon vielen Reisenden ergangen. Gerade in einem fremden Land, in dem man sich erst ein mal neu orientieren und einen Überblick erhalten muss, nimmt man fremde Hilfe gerne an und ist den Einheimischen gegenüber offen und aufgeschlossen. Dies solltet Ihr auch bitte weiterhin so beibehalten, denn alle nun unter Generalverdacht zu stellen wäre absolut falsch.

Vorsicht: Das sind die 10 Betrugsmaschen

Damit Euch aber dennoch unschöne Begegnungen erspart bleiben, solltet Ihr gerade bei der Ankunft am Flughafen folgende 10 Betrugsmaschen im Hinterkopf behalten, damit Ihr die Betrüger leichter identifizieren könnt:

  1. Der Schlangen-Blockierer: Solltet Ihr an der Sicherheitskontrolle das Gefühl haben, jemand vor Euch trödelt ein wenig zu lang, solltet Ihr aufmerksam werden. Der Schlangen-Blockierer hat meist einen Komplizen, der schon durch die Sicherheitskontrolle durch ist und die Wertgegenstände aus den Boxen entwendet. Vorsichtsmaßnahme: Legt Euer Gepäck und Eure Wertgegenstände erst dann auf das Laufband, wenn Ihr Euch sicher seid, dass Ihr zeitnah gescannt werdet.
  2. Der Ablenker: Jemand möchte wissen, wo die Busse abfahren oder die Taxen stehen? Obacht! Es könnte ein Vorwand sein, damit ein Komplize in der Zeit, in der Ihr mit Erklären beschäftigt seid, seelenruhig die Außentaschen Eures Gepäcks nach Geld, Wertgegenständen oder Ausweisen absucht. Vorsichtsmaßnahme: Bewahrt Eure Wertsachen und Dokumente niemals zusammen in einer Tasche auf. Auch wenn es bequem ist, die notwendigen Dinge beisammen zu haben: Sicherer ist es, sie aufzuteilen. Fertigt auch Kopien von Euren Ausweisdokumenten an.
  3. Der WLAN-Betrug: Kostenloses WLAN am Airport ist natürlich äußerst praktisch und wir gerne genutzt. Das Problem: Bei der Verbindung mit ungesicherten Netzwerken können sensible Daten wie Passwörter und Konten geknackt werden. Vorsichtsmaßnahme: Benutzt ausschließlich das offizielle WLAN-Netzwerk des Flughafens.
  4. Der Gepäckbandschubser: Jemand rempelt Euch am vollen Gepäckband von hinten an und entschuldigt sich freundlich. Später müsst Ihr feststellen, dass Euer Portmonee in der Jackentasche fehlt. Dieser beliebte Trick wird auch häufig auf Weihnachtsmärkten und bei anderen Menschenansammlungen genutzt. Vorsichtsmaßnahme: Verwahrt Eure Wertgegenstände immer an einem sicheren Platz auf. Wenn Ihr diese gerne griffbereit in Eurer Jacke tragen möchtet, achtet darauf, dass Ihr die Taschen mit einem Reißverschluss o.ä. verschließen könnt.
  5. Der Kofferhelfer: Jemand möchte Euch beim Tragen des Gepäcks helfen? Vorsicht! Handelt es sich nicht erkennbar um einen offiziellen Flughafenmitarbeiter, kann es passieren, dass Ihr Eure Koffer nur gegen Geld wieder zurück erhaltet.
  6. Der Taschendieb: Gelegenheit macht (Taschen-)Diebe! Wer den Sicherheitsbereich des Flughafens verlässt, hat häufig Ausweisdokumente und Wertgegenstände griffbereit. Das nutzen auch findige Taschendiebe aus. Vorsichtsmaßnahme: Achtet vor allem in den belebten Teilen des Flughafens wie Terminals, Bushaltestellen, Taxiständen oder Geschäften darauf, Euer Hab und Gut sicher zu verstauen.
  7. Der Handy-Betrug: Euer Handyakku ist leer, aber Ihr möchtet Eurer Familie zuhause Bescheid geben, dass Ihr gut gelandet seid? Verkäufer stellen Euch gegen eine Kaution ein Miethandy zur Verfügung. Der Haken: Ihr müsst horrende Anrufgebühren bezahlen und die Kaution ist futsch.
  8. Der Fake-Begrüßer: Ihr habt einen Hoteltransfer gebucht und seht am Flughafen mehrfach Schilder mit Eurem Namen? Dann solltet Ihr skeptisch werden. Die dreisten Kopierer bringen Euch zwar zum Hotel, verlangen aber in der Regel viel höhere Raten. Vorsichtsmaßname: Fragt im Vorfeld nach der Handynummer des Fahrers und ruft im Zweifelsfall an.
  9. Der Bluetooth-Lapsus: Ihr habt Euer Bluetooth auf dem Smartphone oder Tablett in der Regel an? Keine gute Idee am Flughafen! Hacker können sich unbemerkt mit Euch verbinden und sensible Daten klauen.
  10. Das kaputte Taxameter: Ihr steigt am Flughafen in ein Taxi. Am Ende der Fahrt weist der Fahrer darauf hin, dass das Taxameter kaputt sei und verlangt eine höhere Rate. Weitere Möglichkeit: Der Taxifahrer fährt eine längere und gleichzeitig teurere Route. Vorsichtsmaßnahme: Bucht am besten im Voraus Euren Taxitransfer bei einem seriösen Unternehmen und vereinbart vor der Fahrt einen Festpreis.