Das Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Corona-Risikogebieten bleibt ein umstrittener Beschluss: Mittlerweile haben sich die meisten Bundesländer von dem Verbot verabschiedet, gültig ist es derzeit nur noch in einem Bundesland. Einen aktuellen Überblick über die neusten Entwicklungen bekommt Ihr hier.

Deutschland Schranke Corona

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Wo gilt das Verbot?

Das Beherbergungsverbot ist jetzt noch in einem Bundesland in Deutschland gültig, und zwar in Hamburg. Die restlichen Bundesländer haben durch den eigenen Beschluss oder infolge von Klagen das Beherbergungsverbot aufgehoben.

Ohne Beherbergungsverbot

  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Rheinland-Pfalz
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Saarland
  • Thüringen
  • Schleswig-Holstein
  • Sachsen-Anhalt

Mit Beherbergungsverbot

  • Hamburg

Viele Bundesländer haben in den letzten Wochen entschieden, das Beherbergunsgverbot aufzuheben: Der Entschluss hatte beispielsweise in Baden-Württemberg, Brandenburg und Niedersachsen juristische Gründe. Nachdem Eilanträge eingereicht wurden, entschieden die Gerichte das Verbot (vorläufig) außer Vollzug zu setzen. In Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen hatte man von vornherein keinen Beschluss getroffen, somit das Beherbergungsverbot erst gar nicht umgesetzt. Die Landesregierungen in Bayern und Sachsen ließen das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots auslaufen, die Regierungen im Saarland und Hessen setzten es initiativ außer Kraft.

Update: Das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein wurde, nach dessen zeitweiliger Bestätigung vor dem Oberverwaltungsgericht, nun doch vom Bundesverfassungsgericht als rechtswidrig eingestuft und somit gekippt. Ebenso in Sachsen-Anhalt, dort hat das Oberverwaltungsgericht Magdeburg das umstrittene Verbot außer Kraft gesetzt. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.

Aktuelle Entwicklungen: Bundesländer mit Beherbergungsverbot

Hamburg: Die Hotelkette a&o  klagt gegen das Verbot, wobei sowohl der Gründer des Unternehmens als auch dessen Rechtsanwalt davon ausgehen, dass das Verbot in der Hansestadt gekippt wird.

Deutschland Corona Beherbergungsverbot

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Beherbergungsverbot für Reisende – was bedeutet das?

Das Beherbergungsverbot bedeutet konkret, dass Urlauber aus Corona-Hotspots nicht mehr in Hotels, Ferienwohnungen oder anderen kommerziellen Unterkünften der Bundesländer übernachten dürfen, welche das Verbot noch umsetzen. Es sei denn, sie können einen negativen Corona-Test vorweisen. Dies gilt für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen, die somit vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risiko-Regionen eingestuft wurden. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland findet Ihr auf der Website des Robert-Koch-Instituts. Nur wer einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen kann, ist von dem Beherbergungsverbot befreit. Wichtig zu wissen ist, dass Urlauber den Test aus eigener Tasche bezahlen müssen, wenn sie keine Krankheitsanzeichen haben. Von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen sind – auch in diesen Bundesländern – Familienbesuche und Pendlerverkehr.

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