Die polnische Fluggesellschaft LOT übernimmt Condor. Damit ist die Zukunft des deutschen Ferienfliegers gesichert. Die Charterfluggesellschaft Condor soll auch nach dem Verkauf unter ihrer Marke fliegen.

PGL, der Mutterkonzern von LOT, hat im Rennen das attraktivste Angebot zur Übernahme vorgelegt und wird nun Eigentümer von Condor. Diese soll bis April abgeschlossen sein, zuvor müssen die zuständigen Behörden noch zustimmen.

Sowohl PGL und LOT als auch Condor selbst gelten als profitable und starke Marken, weshalb die Fusion „eine der größten Luftfahrtgesellschaften und führenden Ferienfliegergruppen in Europa“ ergibt. In der Star Alliance ist LOT mit der Lufthansa verwandt. Nachdem die Airline 2019 zehn Millionen Passagiere befördert hat und sich damit im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnte, hält das Wachstum der Gesellschaft weiter an. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. In Sachen Jets kommen LOT und Condor künftig zusammen auf rund 140 Maschinen – LOT betreibt 80, Condor 60.

Nach der Pleite von Thomas Cook herrschte bei vielen Reisenden noch Ratlosigkeit in Bezug auf bereits gebuchte Flüge mit Condor – schließlich war die Airline, die in den vergangenen Jahren meist Gewinne erzielen konnte, eine Tochtergesellschaft des insolventen Reiseveranstalters. Jetzt ist klar, wie und dass es mit der Tochtergesellschaft weitergeht. Dank eines Kredits der Regierung konnte die Airline ihre Flüge bis heute planmäßig durchführen. Der Kredit werde nun vollständig zurückgezahlt.

Bereits Stellen gestrichen

Ganz ohne Einschnitte ging es jedoch nicht. Damit Condor für Käufer attraktiver wurde, mussten die Beschäftigen zurückstecken. So wurde beschlossen, 170 von 750 Stellen in der Zentrale in Frankfurt abzubauen. Außerdem besteht eine Einigung mit den Gewerkschaften ver.di und UFO für einen Sanierungstarifvertrag. In dem Zuge sollten 150 Flugbegleiter ihren Job verlieren.

Weitere Informationen zur Insolvenz von Thomas Cook habe ich für Euch in einem separaten Artikel gesammelt.