Die Konkurrenz auf dem Mitfahrgelegenheiten-Markt wächst und damit auch die Möglichkeit für Euch, günstig mit dem Auto von A nach B zu gelangen. Das deutsche Unternehmen FlixMobility kündigt den neuen Mobilitätsdienst FlixCar ab 2020 an. Derzeit können Reisende über die Plattformen des großen deutschen Unternehmens mit FlixBus und FlixTrain bereits günstige Fernbusreisen und Zugfahrten im Fernverkehr buchen – jetzt soll mit FlixCar eine dritte Transfermöglichkeit hinzukommen. Vor allem ländliche Regionen sollen so miteinander vernetzt werden und können damit auch als Transfer zu den Städten dienen, ab denen Reisende anschließend mit den Bussen und Zügen des Unternehmens weiterreisen. So wird das Streckennetz des Unternehmens immer weiter erschlossen.

FlixCar ab 2020

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Die Busse und Züge von FlixMobility rollen derzeit in 30 europäischen Ländern und sind seit 2018 auch in den USA unterwegs. Nach Investitionen von einer halben Million Euro will der Konzern nicht nur FlixCar ins Leben rufen, sondern demnächst auch nach Südamerika und Asien expandieren. Welche Länder zum Start ab 2020 vorrangig mit dem neuen FlixCar-Konzept abgedeckt werden sollen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Das FlixCar Konzept

Das Konzept von FlixCar lehnt sich an das Geschäftsmodell der Konkurrenten auf dem Mitfahrgelegenheiten-Markt an und beinhaltet, dass private Fahrer freie Plätze in ihren Autos auf der Plattform des Unternehmens für potenzielle Mitfahrer anbieten. Interessierte Mitreisende können dort neben dem Datum und dem Start- sowie Zielpunkt der Fahrt auch die Uhrzeit sowie mögliche Zwischenstopps und natürlich den Preis einsehen. Sagt den Reisenden das Angebot zu, können sie direkt mit dem Fahrer in Kontakt treten und die Mitfahrgelegenheit buchen. FlixCar dient demnach als Vermittler für die Mitfahrdienste. Dieser Service ist laut Unternehmen für die Mitfahrer kostenlos, sie bezahlen direkt bei den privaten Fahrern. Eine gute Möglichkeit also für alle Beteiligten, bei Reisen mit dem Auto Geld zu sparen, interessante Menschen kennen zu lernen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Der Kampf der Mitfahrgelegenheiten

Es ist ordentlich was los auf dem Fernreisemarkt in Deutschland. Nachdem das französische Startup BlaBlaCar Anfang des Jahres ankündigte, mit BlaBlaBus ins Fernbus-Geschäft einzusteigen, haben die Unternehmen die Seiten getauscht und konkurrieren jetzt in beide Richtungen. BlaBlaBus sagte FlixBus damals eindeutig den Kampf an und auch PinkBus mischt seit neuestem im Fernbus-Geschäft mit. Anfang des Jahres hatte FlixBus einen Marktanteil von etwa 95 Prozent in Deutschland. Wie sich diese Zahlen langfristig entwickeln, bleibt abzuwarten – und wie sich die vermeintliche Retourkutsche von FlixCar auf die Unternehmenszahlen von BlaBlaCar und anderer Konkurrenten auswirkt, bleibt ebenfalls spannend.