Beim Umweltministertreffen forderte Belgien am Dienstag eine EU-weite Besteuerung auf Flüge. Dazu stellte der belgische Umweltminister Jean-Luc Crucke ein Konzept vor, das nicht nur dem Klimawandel den Kampf ansagen, sondern auch einen fairen Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern ermöglichen soll. Derzeit sind Flugtickets und Kerosin steuerbefreit. Auf Bahntickets hingegen – Bahnfahren ist mit Abstand umweltfreundlicher – werden längst Steuern fällig. Hinzu kommt, dass die Emissionen aus dem Flugverkehr in den letzten drei Jahren um 21 Prozent gestiegen sind.

Höhere Kosten für Flugtickets

Flugzeug Turbine

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Crucke erklärte in einem vorangehenden Schreiben, dass „nicht der Zug zu teuer, sondern das Flugzeug zu günstig“ sei. Falls eine Steuer auf Flüge erhoben wird, bedeutet das für Passagiere natürlich vor allem eines: Die Preise werden teurer, da die Airlines die Gebühren vermutlich direkt an ihre Kunden weitergeben werden.

Bislang nur positive Reaktionen

Auch die Niederlande, Luxemburg, Schweden und Frankreich ließen in der Vergangenheit ähnliche Vorschläge bereits anklingen. Bisher hat sich kein Land öffentlich gegen den Vorschlag ausgesprochen – auch die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) steht dem Vorhaben offen gegenüber. Umweltorganisationen begrüßen den Wunsch natürlich. Jetzt liegt es an der Europäischen Kommission, das vorgestellte Konzept zu prüfen und eine mögliche Lösung zu erarbeiten.