Nachdem die Passagiermaschine der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air heute Nacht vom Radar verschwunden war, herrscht nun traurige Gewissheit: Das Flugzeug des Typs Boeing 737 ist kurz nach dem Start aus Jakarta, der indonesischen Hauptstadt, abgestürzt. An Bord waren nach aktuellen Angaben 181 Passagiere sowie 7 Besatzungsmitglieder. Derzeit geht man davon aus, dass es keine Überlebenden gibt. Die Maschine befand sich auf dem Weg zur Insel Bangka.

Grund für den Absturz

Grund für den Absturz waren laut Angaben des Lion-Air-Chefs Edward Sirait technische Probleme. Kurz nachdem die Maschine abgehoben war, hatte der Pilot um Erlaubnis gebeten, zum Flughafen nach Jakarta zurück zu kehren. Noch bevor die Maschine den Flughafen erreichen konnte, stürzte sie ins Meer. Sirait bestätigte, dass das Flugzeug bereits vor dem Einsatz technische Probleme hatte. Diese seien jedoch vor dem Start behoben worden. Das Wrack der Maschine befindet sich nach aktuellen Schätzungen 35 Meter tief im Meer. Ein großer Benzin-Teppich auf der Wasseroberfläche sowie schwimmende Wrackteile und Schwimmwesten weisen auf den Absturz hin.

„Unser Pilot hat nach Vorschrift gehandelt. Als er gesehen hat, dass es ein Problem gibt, hat er darum gebeten, zur Basis zurückkehren zu dürfen. Aber wir wissen, wie es zu Ende ging“, so Sirait.

Lion Air ist Indonesiens größte Billigfluggesellschaft. Mit einer Flotte aus Jets der Hersteller Boeing und Airbus fliegt Lion Air hauptsächlich inländische Ziele an. Bereits 2013 stürzte eine Maschine der Fluggesellschaft des Typs Boeing 737 beim Landeanflug auf die indonesische Urlaubsinsel Bali ab. Dabei gab es glücklicherweise keine Todesopfer.

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