Die kanadische Regierung möchte Airlines verbieten Ihre Fluggäste des Platzes zu verweisen und brachten dafür einen Gesetzesentwurf ein. Vielen von uns denken, dass eine Boardkarte in der Hand ein sicheres Ticket Richtung Sonne ist. Doch vergangene Ausschreitung in der USA zeigen, dass Fluggesellschaften Passagiere gewaltsam „rausschmeißen“ wenn der Flug überbucht ist.

Kanada Airline Verbot

Foto: ©Nick Starichenko /Shutterstock.com

Der kanadische Verkehrsminister Marc Garneau reichte Anfang der Woche einen Gesetzesentwurf gegen den Rausschmiss von Passagieren aus überbuchten Maschinen ein. Dabei bezieht er sich auf die jüngsten Schlagzeilen aus den USA. Ein Video das in einer Maschine der United Airlines aufgenommen wurde sorgte für viel Aufsehen in den sozialen Medien. Es zeigt einen brutalen Rausschmiss eines Passagiers aus einem überbuchten Flugzeug der Airline. Da sich ein 69-jähriger Mann weigerte die Maschine zu verlassen, wurde er von der Polizei an den Händen herausgeschleift.

Dieses Vorgehen, so betont Garneau, werde in Kanada nicht toleriert und setzte sich am Dienstag auf einer Pressekonferenz für die Rechte der Passagiere ein. Laut dem Gesetzesentwurf müssen Fluggäste, die bei einer Überbuchung freiwillig auf Ihren Platz verzichten, mit einer Geldzahlung entschädigt werden. Sollte der Entwurf vom Parlament verabschiedet werden, könnte das neue Gesetzt bereits nächstes Jahr in Kraft treten.

In Europa sind diese Fluggastrechte bereits seit langem Pflicht. Passagiere haben Anspruch auf Entschädigung, einen Ersatzflug und Preiserstattung.

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