Erstmals seit dem Frühjahr wieder Lockdown in bayerischer Region: Wegen extrem gestiegener Corona-Fallzahlen gelten für die nächsten 14 Tage strikte Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land. Kontaktsperre, geschlossene Restaurants und Kitas sollen als neue Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus helfen.

Coronavirus Spielplatz gesperrt

Strikte Ausgangsbeschränkungen beschlossen

Nirgends in Deutschland sind die Infektionszahlen gerade so hoch wie im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Mit dem rasanten Anstieg auf 272 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde die Region nicht nur zum Corona-Risikogebiet ernannt, sondern als Folge auch direkt unter Lockdown gesetzt. Dies wurde im Rahmen einer Pressekonferenz von Landrat Bernhard Kern verordnet und gilt ab heute (20. Oktober) ab 14 Uhr. Es werden drastische Maßnahmen umgesetzt, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen: Es herrschen nun zum ersten Mal seit dem Shutdown im Frühjahr wieder strikte Ausgangsbeschränkungen.

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur noch mit „triftigem Grund“ erlaubt, so die Agrarministerin Kaniber bei einer Krisensitzung mit dem oberbayerischen Landratsamt und der Regierung. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen, zudem sind jegliche Veranstaltungen, mit Ausnahme der Gottesdienste, untersagt. Freizeiteinrichtungen sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Als Ausnahme gelten hierbei „To-go“-Angebote in der Gastronomie. Ebenso werden Schulen und Kitas geschlossen – nur eine Notbetreuung soll es noch geben. Diese Maßnahmen sollen vorerst für die nächsten 14 Tage gelten.
Unter triftigen Gründen für das Verlassen der Wohnung werden beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe, aber auch Bewegung und Sport an der frischen Luft verstanden. Letzteres solle nur allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts unternommen werden.

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