Die Balearen wagen den Vorstoß: Die Inselgruppe um Mallorca und die Hauptstadt Palma möchte Touristen mit Corona-Impfpass ab Mai die freie Einreise ermöglichen. Mit dem Vorhaben soll der Tourismus wieder in Gang gebracht werden. Passend dazu darf die Gastronomie wieder öffnen.

Spanien Mallorca Cala Agulla Strand

Mit einem Impfpass könnten Urlauber schon bald wieder nach Mallorca. ©lunamarina/SHutterstock.com

Ab Mai wollen die Balearen planmäßig mit einem Impfpass an den Tourismus-Neustart gehen, berichtet unter anderem das Mallorca Magazin. Die Gründe sind vor allem finanzieller Natur. Der für die Inselgruppe wirtschaftlich so wichtige Tourismus soll wiederbelebt werden, Urlauber sollen die Möglichkeit haben, vereinfacht, kontrolliert und sicher auf die Inseln im Mittelmeer reisen zu können.

Die autonome Region Spaniens wagt sich als erste mit diesem Vorhaben nach vorne. Das Projekt erinnert an das vorige Jahr, in dem die Balearen deutschen Urlaubern erlaubt hatten, noch vor offizieller Grenzöffnung auf die Inseln zu fliegen.

Die Aktion löste bei vielen Freude und Urlaubsfeeling in Corona-Zeiten aus, wurde jedoch schnell wieder ausgebremst: Durch die Öffnungen schnellten die Infektionszahlen in die Höhe und das gesamte Land Spanien wurde aus deutscher Sicht zum Risikogebiet ernannt.

Spanien Balearen Formentera Meerblick

Zu den Balearen gehört auch Formentera. ©Sergio TB/Shutterstock.com

Genaue Details fehlen

Genaue Details zum Impfpass, der ab Mai nutzbar sein soll, sind übrigens noch nicht bekannt. Bisher ist die Rede davon, dass der Pass und somit die freie Einreise für Personen mit Corona-Impfung gelten soll.

Dennoch: Nicht-Geimpfte sollen indes weiterhin einreisen dürfen – aber eben mit negativem PCR-Test. Ob zum Beispiel im Zuge des Projekts auch Urlauber davon profitieren könnten, die von einer Corona-Erkrankung genesen sind, ist unklar.

Spanien beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Thema Impfpass sowie der Umsetzung. Die Vorschläge trägt das Land auch regelmäßig der Europäischen Union vor, dort ist man sich – wenngleich die europaweite Einführung eines Impfzertifikats zu gesundheitlichen Zwecken nun beschlossen ist – allerdings noch uneinig, wie beziehungsweise wofür genau ein Impfpass gelten soll.

Spanien Ibiza Cala Comte

Die Öffnungen gelten noch nicht für Ibiza. ©Pawel Kazmierczak/Shutterstock.com

Gastronomie öffnet wieder

Das Infektionsgeschehen im Land und speziell auf den Balearen ist wieder rückläufig. Spanien – bis vor kurzem noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft – ist nun Risikogebiet und kämpft gegen einen Inzidenzwert von über 100 an. Auf den Balearen liegt dieser derzeit bei unter 50.

Wegen dieser guten Entwicklung dürfen auf Mallorca und Co. Restaurants, Cafés und Bars ab kommenden Dienstag wieder öffnen. Damit gibt es auf der beliebten Urlaubsinsel sowie den anderen balearischen Inseln (bis auf Ibiza) seit sieben Wochen erstmals Lockerungen. Wenn auch zunächst unter Einschränkungen:

  • Empfang der Gäste im Außenbereich
  • Schließung spätestens um 17 Uhr
  • höchstens 50 Prozent Auslastung
    • bei maximal vier Personen pro Tisch draußen
  • gültig zunächst für 2 Wochen

Ab dem Wochenende dürfen sich außerdem wieder mehr Personen treffen. Sechs Personen aus zwei Haushalten ist es dann erlaubt, zusammenzukommen.

Zusammenfassung

Insgesamt eine gute Entwicklung auf den Inseln und somit der erste Versuch, Lockerungen zu ermöglichen. Die Hotelkette Allsun – sie gehört zu Alltours und hat mehrere Hotels auf Mallorca – plant ebenfalls ab Herbst nur noch Geimpfte aufzunehmen, wie sie kürzlich bekannt gab. Zum Impfpass selber gibt es noch nicht viele Informationen, eine in Spanien einvernehmliche Umsetzung ist aber gar nicht unwahrscheinlich. Am liebsten dann spätestens ab Mai. Die EU möchte das Land am Mittelmeer dafür aber nicht übergehen, weshalb sie sich in der Umsetzung mit dem dortigen Parlament kurzschließt.

Übrigens: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung hält Urlaub im Sommer im Ausland für möglich.

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