Die Menschen in Gibraltar können wieder aufatmen: Auf der britischen Halbinsel ist es nicht mehr nötig, auf öffentlichen Plätzen eine Maske zu tragen. Das haben die Einwohner den vielen Impfungen zu verdanken, die dort inzwischen vollzogen wurden.

Fels von Gibraltar
Gibraltar erreicht die Herdenimmunität durch ausreichend geimpfter Einwohner. ©PhotoFires/shutterstock.com

Die Bewohner von Gibraltar können sich von Teilen der bisherigen Corona-Maßnahmen in ihrer Region verabschieden. Letzten Sonntag wurde dort offiziell die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit aufgehoben.

Allerdings fällt sie nicht komplett weg: In geschlossenen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln ist es weiterhin verpflichtend eine Maske zu tragen.

In der vergangenen Woche teilte Matt Hancock, Gesundheitsminister des Vereinigten Königreichs, mit, dass die gesamte erwachsene Bevölkerung bereits geimpft sei. Nach Angaben der Regierung haben über 27.600 Menschen von rund 34.000 Einwohnern ihre zweite Impfdosis erhalten.

Mit einer Impfquote von über 80 Prozent hat Gibraltar demnach die Herdenimmunität erreicht. Zudem registrierte das Überseegebiet an der Grenze zu Spanien in den letzten Tagen kaum neue Corona-Fälle.

Gibraltar schmale Gasse
Die leeren Straßen auf Gibraltar können wieder mit Leben gefüllt werden. ©trabantos/shutterstock.com

Weitere Lockerungen auf Gibraltar

Neben der gelockerten Maskenpflicht erreichen die Bewohner von Gibraltar weitere Lockerungen, die für ein bisschen mehr Normalität im Leben der Bevölkerung sorgen.

So fällt auch die Ausgangsperre weg, die zuvor täglich ab Mitternacht galt. Bars und Lokale dürfen von nun an erneut bis 2 Uhr morgens geöffnet haben. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit bleibt jedoch weiterhin von 19 Uhr bis 8 Uhr morgens verboten.

Den Bewohnern wird empfohlen stets vorsichtig zu bleiben. Beim Besuch von Sportveranstaltungen sollten Zuschauer einen Nachweis ihrer Impfung vorzeigen können. In manchen Fällen könnte zur Sicherheit nochmals ein Schnelltest erforderlich sein.

Gibraltar Barbary Macaque Affe
Der Affenfelsen wartet auf neue Besucher. ©TImothy Knox/shutterstock.com

Impfkampagne sorgt für Erleichterung

Die Menschen auf Gibraltar sind erleichtert, dass die Region momentan kaum noch unter der Pandemie leidet. Im Winter hatten die Kliniken einige Probleme mit dem Versorgen der mehr als 4.200 Infizierten. Aktuell herrscht jedoch teilweise wieder normaler Alltag vor Ort.

Einzelne Gibraltar-Bewohner teilten Reuters ihre Freude mit. Insbesondere auf Touristen freue sich der „Affenfelsen“ sehr. Doch neben der Hoffnung, ist teils auch noch Angst vorhanden.

„Die Wahrheit ist, ich fühle mich noch nicht komplett sicher. Wir haben uns noch nicht daran gewöhnt… Auch wenn ich weiß, dass sie geimpft sind, werde ich weiterhin eine Maske tragen“, sagte eine spanische Touristin auf Gibraltar bezüglich der gelockerten Maskenpflicht.

Fazit

Gibraltar ist ein ganzes Stück weit Vorzeigegebiet in Sachen Normalität nach Corona, auch wenn die Region aus deutscher Sicht derzeit noch als Risikogebiet eingestuft wird. Dies könnte sich nun aber auch bald ändern.

Das Nachbarland Spanien kämpft währenddessen gegen steigende Infektionszahlen an. Circa fünf Prozent der spanischen Bevölkerung sind geimpft – ein drastischer Kontrast zu den mehr als 80 Prozent der britischen Halbinsel.

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