Die britische Reederei Silversea Cruises, bekannt für luxuriöse Reisen um den ganzen Globus, hat in Zeiten von Corona nicht an Beliebtheit eingebüßt. Ihre für das Jahr 2023 geplante Kreuzfahrt „South Side Story“ war nach nur 24 Stunden komplett ausverkauft. Wie Silversea verkündet, handele es sich dabei um „den erfolgreichsten Vorverkauf in der Geschichte der Kreuzfahrtgesellschaft“.

Luxus Kreuzfahrtschiff
Silversea Cruises steht für Kreuzfahrten der Extraklasse. ©Denis Belitsky/Shutterstock.com

Momentan sind Kreuzfahrten aufgrund der Corona-Einschränkungen für viele undenkbar, aber wie sieht es in zwei Jahren aus? Einige Fans von Luxusreisen haben schon Ihre erste Fahrt für 2023 geplant – und dafür tief in die Tasche gegriffen.

Die Verantwortlichen der britischen Reederei Silversea Cruises hätten wohl selbst nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, aber innerhalb von nur einem Tag war ihre geplante Luxus-Kreuzfahrt ausgebucht.

„Dieser Erfolg, der erfolgreichste Start einer Weltreise in der Geschichte unserer Kreuzfahrtlinie, zeugt von der starken Nachfrage, die wir auf dem Markt sehen, insbesondere von wohlhabenden, anspruchsvollen Reisenden“, sagte der Präsident und CEO von Silversea, Roberto Martinoli.

Mauritius Tipps
Auch Mauritius wird auf der Reise angesteuert. ©ohrim/Shutterstock.com

139 Tage, 66 Ziele, 34 Länder

Die Preise für diese Kreuzfahrt können sich dabei sehen lassen: Für die günstigsten Tickets werden 66.000 Euro, für die teuersten 254.000 Euro fällig – und das pro Person, nicht pro Kabine.

Reisende der beliebten Reederei wissen, was sie auf dieser Kreuzfahrt der Extraklasse erwarten wird: Tasmanien, Mauritius, Südafrika und viele weitere Destinationen – das Kreuzfahrtschiff „Silver Shadow“ wird 34 Länder auf fünf Kontinenten ansteuern.

Die Reise wird insgesamt 139 Tage dauern und 66 Ziele beinhalten. Währenddessen sind die Urlauber auf dem erst kürzlich renovierten Schiff, das 388 Passagiere beheimaten kann, bestens versorgt. Suiten mit Meerblick, persönlichem Butler-Service sowie kostenlosen 24-Stunden-Services sprechen für sich.

Luxus Kreuzfahrt Schiff Deck
Luxus, wohin das Auge blickt. ©freevideophotoagency/Shutterstock.com

Großteil der Schiffe liegt still

Wie auch Hotellerie und Gastronomie leiden Kreuzfahrtschiffe unter den Folgen der Corona-Pandemie. 2019 verreisten noch 3,7 Millionen Deutsche mit Kreuzfahrtschiffen, wohingegen es nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) im letzten Jahr nur noch 1,4 Millionen waren.

„Die Einbrüche waren dramatisch“, sagte der Kreuzfahrtanalyst Thomas P. Illes im Gespräch mit der Tagesschau. „Der absolute Großteil der Schiffe liegt unbeschäftigt in den Häfen oder auf Reede“. Lediglich ein gutes Dutzend an Schiffen von weltweit etwa 400 seien seit Sommer zeitgleich unterwegs gewesen.

Buchungen steigen stark an

TUI Cruises bietet schon seit Juli 2020 Kreuzfahrten an. Außerdem segelt die Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd seit Dezember rund um die Kanarischen Inseln. Ab diesem Monat sollen alle vier Schiffe der Europa-Flotte Kreuzfahrten starten.

„Die Menschen wollen nach wie vor aufs Meer“, so Experte Illes. Die Zahl der Kreuzfahrtbuchungen für Sommer 2022 steige im Moment überproportional an, gab der Reiseverband Anfang März bekannt. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten ist also nicht das Problem.

Experten sind zuversichtlich, dass schon diesen Sommer verreist werden kann. Das stark diskutierte Reiseverbot für Auslandsreisen ist vom Tisch.

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