Beim Bierkönig auf Mallorca ist Party machen momentan nicht angesagt. Die Saison kann aber bald losgehen, da man gut vorbereitet sei, so Kristin Langer, Sprecherin der Pabisa-Gruppe, die den Bierkönig verwaltet. Gäste müssen sich aber auf Veränderungen einstellen. Um den Corona-Bedingungen gerecht zu werden, soll die Location eher als Art gesittete Kneipe fungieren. Die Infektionszahlen auf Mallorca sind weiterhin sehr gering, nur eine neue Mutation trübt die Hoffnung.

Spanien Mallorca Port de Pollenca Bucht
Mallorca steht momentan für Urlauber offen. ©Mykolaiko/Shutterstock.com

Wie sieht die Lage auf Mallorca aus? Auch auf der beliebten spanischen Ferieninsel hat Corona seine Spuren hinterlassen. Nachdem einige Hotels öffneten und die Buchungszahlen anstiegen, wurde auf der anderen Seite Kritik laut, Urlauber könnten Infektionstreiber sein.

Erste Bilanz ist gut

Dies war aber bislang nicht der Fall. Auch wenn die Infektionszahlen leicht anstiegen, bewegen sich diese momentan mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 31 auf einem sehr niedrigen Niveau (FAZ, Stand: 18. April 2021).

Die Insel zählt deshalb auch weiterhin nicht als Risikogebiet. Reiseveranstalter haben erstmals eine Bilanz aus den letzten Wochen rund um Ostern gezogen – und diese fällt gut aus.

Trotzdem ist das Geschehen auf der Insel im Vergleich zu den Vorjahren überschaubar. Wenn alles normal wäre, würden jetzt so langsam mehr und mehr Touristen kommen und Urlaub auf der deutschen Partyhochburg machen. Aber auch dieses Jahr ist alles ein wenig anders.

Die Hannoveranerin Kristin Langer ist seit 2018 Sprecherin der Pabisa-Gruppe, die den Bierkönig sowie auch fünf Hotels auf Mallorca betreibt. Urlauber dürfen sich trotz allem Hoffnung auf einen Urlaub mit Besuch beim Bierkönig machen, wie aus einem Interview mit ihr in der Mallorca Zeitung hervorgeht.

Mallorca Manacor
Momentan sind noch viele Plätze leer. ©vulcano/Shutterstock.com

Teilöffnung wahrscheinlich

Im Idealfall werde der Bierkönig diese Saison öffnen, so Kristin Langer. Man sei gut vorbereitet und eigentlich startklar. Das einzige, was noch fehlt, seien die Urlauber. „Das ist ein bisschen wie ein Teufelskreis. Wir warten auf die Urlauber, die Urlauber auf unsere Eröffnung. Irgendjemand muss den ersten Schritt machen.“

Was für eine baldige Öffnung spricht, ist die Flexibilität. Man könne binnen drei Tagen aufmachen und die Bierzelte aufbauen, sagt die Sprecherin. 300 Gäste könnten momentan im Innenbereich bedient werden, der aufgrund des einfahrbaren Dachs als Terrasse zähle.

Keine Komplettöffnung in diesem Jahr

Momentan komme eine Öffnung noch nicht in Betracht, da dies auch eine Frage der Organisation sei. „Wir können nicht einfach vier Kellner hinstellen, sondern müssten die komplette Belegschaft aus der Kurzarbeit holen.“ Das Risiko ist also noch zu hoch.

Im Bezug auf die Infektionszahlen in Deutschland werde es wohl in diesem Jahr auch keine Komplettöffnung mehr geben. „Das sieht nicht danach aus, als würde es noch einen großen Ansturm geben und plötzlich Platzmangel herrschen. Und natürlich müssen wir abwarten, was künftig überhaupt erlaubt sein wird.“

Freunde Kneipe Bier
Groß feiern nein, aber gemütlich zusammensitzen ja. ©View Apart/Shutterstock.com

Vom Partytempel zur gesitteten Kneipe?

Dass wenigstens teilweise geöffnet wird, kann den Urlaubern Mut machen. Auch wenn es in diesem Jahr nicht den typischen Partyurlaub auf der Insel geben wird, der Corona zum Opfer fällt. In die neue Normalität passe wiederum, dass man einfach zusammen sein will und gemütlich ein Bier trinken möchte.

Dies sei vor allem in den großen Lokalen möglich, da man hier die Einhaltung der Regeln überprüfen könne. „Der Bierkönig wird wie früher eine große Kneipe sein, wo Musik im Hintergrund läuft. Eine Party mit tanzenden Menschen wird es nicht geben.“

Gäste sollen sich vorbildlich verhalten

Wie sieht es mit Konzerten aus? Auftritte wie diese möchte Kristin Langer zwar nicht komplett ausschließen, seien aber schon sehr unwahrscheinlich.

„Über gesittete Auftritte, bei denen die Leute auf der Biertischgarnitur sitzen, können wir sicherlich reden.“ Die meisten Konzerte seien aber darauf ausgelegt, dass die Gäste mitmachen. Und eben dies ist in der jetzigen Situation unmöglich.

Von den Urlaubern wird verlangt, sich an die bestehenden Regeln zu halten. Um allen einen sicheren Urlaub ohne Zwischenfälle gewährleisten zu können, stehen die Gäste in der Verantwortung. „Wenn sie mit der Einstellung herkommen, es sei hier alles wie früher, dann liegen sie falsch. Das müssen wir so kommunizieren und ein Bewusstsein dafür schaffen.“

Mallorca Can Picafort Playa de Alcudia
Urlaub auf Mallorca – hoffen und bangen zugleich. ©Tono Balaguer/Shutterstock.com

Fazit

Alle, die Ihren Sommerurlaub auf Mallorca verbringen wollen, können also nur hoffen. Urlauber müssen sich auch auf Veränderungen einstellen.

Auch wenn das Partygeschäft noch zu früh kommt, heißt es ja nicht, dass die Urlaubszeit auf der Insel nicht besonders werden kann. Teilöffnungen und das Kneipen-Feeling sind doch schon ein guter Anfang.

Neue Corona-Mutation nachgewiesen

Auch wenn die niedrigen Infektionszahlen viele Urlauber positiv stimmen, wird die Stimmung ein wenig getrübt: Was Grund zur Sorge macht, ist eine neue brasilianische Corona-Mutation, die vor Kurzem das erste Mal auf der Insel nachgewiesen wurde.

Hier ist Grund zur Vorsicht geboten, denn diese neue Form des Coronavirus mit der Abkürzung P.1 sei deutlich ansteckender als andere Mutationen, wie mehrere Ärzte erklärten. Viele Hotels schlossen bereits wieder, aber Impfungen machen Hoffnung auf Besserung.

Eine weitere Insel aus dem Mittelmeerraum: Zypern hat neulich verkündet, wieder Touristen zu empfangen – und das teilweise ohne Quarantänepflicht. Hierfür wurde ein neues Ampelsystem entwickelt.

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