Hotels, Restaurants, Theater und Co. – in unserem Nachbarland stehen weitreichende Öffnungen in fast allen Lebensbereichen an. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte an, diese schon ab dem 19. Mai 2021 durchzuführen. Ein strenges Sicherheitskonzept sei die zentrale Säule dieses Schritts, berichtet die Tagesschau. Auch deutsche Urlauber können wieder mit einem Besuch in Österreich planen.

Wien Panorama
Am 19. Mai stehen zahlreiche Lockerungen in Österreich an. ©trabantos/Shutterstock.com

In Österreich sind zahlreiche Öffnungen ab dem 19. Mai 2021 geplant. Praktisch alle Branchen, die aufgrund der Corona-Krise den Betrieb herunterfahren mussten, dürfen einen Neustart wagen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz an.

Dazu zählen auch Öffnungen in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Kultur. Ein umfassendes Schutzkonzept, das Zutrittstests für diese Bereiche beinhaltet, steht hier im Mittelpunkt.

„Da liegt schon eine gewisse Vorfreude in der Luft“, so Vize-Kanzler Werner Kogler.

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Negativer Test oder Impfnachweis für Einreise ausreichend

„Diese Öffnungsschritte erfolgen mit strengen Sicherheitskonzepten, aber sie erfolgen“, sagte Kurz. Weitere Lockerungen für Hochzeits- und Vereinsfeiern oder für die Nachtgastronomie sollen im besten Fall schon ab dem 1. Juli folgen.

Die gute Nachricht für Urlauber aus Deutschland: Die Quarantänepflicht gilt nur noch für die Einreise aus Hochrisikogebieten. Einreisende Deutsche müssen also lediglich einen negativen Test oder einen Impfnachweis vorzeigen.

Österreich Wien Theater
Auch Theater dürfen wieder Besucher empfangen. ©strelka/Shutterstock.com

Nachweis erforderlich

Um Restaurants, Hotels, Kultureinrichtungen sowie Sportstätten besuchen zu dürfen, müssen Gäste einen Nachweis in Form eines aktuellen Corona-Tests, einer Impfung oder einer Genesung erbringen.

Restaurants haben die Erlaubnis, ab dem 19. Mai sowohl ihre Innen- als auch Außenbereiche zu öffnen. Hier sind jeweils vier beziehungsweise zehn Personen pro Tisch zugelassen.

Sperrstunde ist 22 Uhr

Kurz nannte folgende Obergrenzen: Bei Kultur- und Sportveranstaltungen in Innenräumen seien maximal 1500 Menschen und bei solchen unter freiem Himmel maximal 3000 Menschen erlaubt.

Die Sperrstunde in Gastronomie, Kultur und beim Sport sei 22 Uhr.

Österreich Weissensee Steg Hütte
Die Regierung möchte ihrer Bevölkerung eine positive Perspektive geben. ©Pawel Kazmierczak/Shutterstock.com

Impfung mache Situation „beherrschbar“

Auch wenn Bundeskanzler Kurz angesichts der Öffnungspläne wieder mit steigenden Corona-Infektionszahlen rechne, werden die geplanten Lockerungen dennoch durchgeführt.

Der Grund dafür ist, dass die Regierung der Bevölkerung und den Unternehmen eine positive Perspektive geben möchte. Es sei ihr wichtig, für Planbarkeit zu sorgen.

Inzidenzzahl in Deutschland niedriger

„Wenn es eine dramatische Entwicklung in gewissen Regionen gibt“, müsse man „natürlich dort reagieren“. Was allerdings Mut macht, seien die Impfungen. Dank diesen solle die Situation beherrschbar bleiben.

Interessant: Die Inzidenzzahl ist in Deutschland zurzeit niedriger als im Nachbarland Österreich, wenn auch nur minimal. Laut ORF liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich derzeit bei 175. In Deutschland beträgt dieser Wert dem Robert Koch-Institut zufolge 169 (Beides Stand 26. April 2021).

Österreich Innsbruck Straße
In Innsbruck ist bald wieder mit mehr Besuchern zu rechnen. ©xbrchx/Shutterstock.com

Virologen skeptisch

Hingegen sind nicht alle von den frühen Öffnungsschritten im Land begeistert. Virologen warnen weiterhin vor einem zu frühen Neustart. Grund dafür sei die unklare Tendenz des Infektionsgeschehens.

Grund zur Sorge macht den Experten auch eine in Tirol aufgetretene Virus-Mutante, die mit der britischen Variante verwandt ist. Daher wurde auch die Pflicht für Tests bei Ausreisen aus dem Bundesland bis zum 5. Mai 2021 verlängert.

Was Mut für die gesamte europäische Reisebranche macht, ist die Tatsache, dass bereits Mitte Juli 2021 eine europäische Herdenimmunität gegen das Coronavirus erreicht werden könnte. Dies hält jedenfalls EU-Kommissar Thierry Breton für möglich.

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