Update, 7. März 2021, kurz & knapp: Am vergangenen Freitag hat sich Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, im ARD-Morgenmagazin erneut zu den Chancen für den diesjährigen Oster- und Pfingsturlaub geäußert.

„Ich bin jetzt ein Stück weit optimistisch, weil wir in den nächsten Tagen Schritt für Schritt öffnen“, meinte Bareiß in Bezug auf aktuelle Lockerungen, die angekündigt wurden. Nach dem 22. März sollten baldige Lockerungen für Hotels eintreffen, die einen eventuellen Urlaub an Ostern oder Pfingsten ermöglichen könnten.

Die Sicherheit stehe allerdings weiterhin an oberster Stelle. Aus diesem Grund betont Bareiß, dass Vorsicht essenziell sei, sodass die Tourismusbranche in den kommenden Wochen gefördert werden kann: „Wir müssen einfach noch mal vorsichtig sein, um dann nach dem 22. in den Urlaub gehen zu können vielleicht, das ist wichtig, auch für Ostern oder Pfingsten.“

Außerdem sieht er in der bevorstehenden Teststrategie gute Bedingungen für Lockerungen.

Fazit

Anders als viele Verbände, Hoteliers oder Gastronomen bemüht sich der Tourismusbeauftragte der Regierung der letzten Bund-Länder-Konferenz etwas Positives abzugewinnen. Während die DEHOGA NRW die Beschlüsse zum Beispiel scharf kritisiert und eine Klage erwägt, findet Bareiß, dass von nun an sukzessive gelockert werden könnte, was einen Urlaub an Ostern oder Pfingsten wieder realistischer werden lässt.

Ursprüngliche Meldung, 26. Januar 2021: Es mag einem schnell vorkommen: Gerade Weihnachten und Silvester mit der Familie überstanden, da rücken schon die nächsten Feiertage näher. Zu Ostern und Pfingsten stehen viele Reiseliebhaber bereits in den Startlöchern. Wird der Urlaub mit dem Partner oder der Familie ab April wieder möglich sein?

Thomas Bareiß, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, äußert sich zu dieser Frage im F.A.Z. Podcast für Deutschland verhalten positiv. Ob die Oster- und Pfingstferien damit gerettet sind, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Malediven Insel Flugzeug

Inzidenzwerte müssen sinken, damit Urlaubsplanungen wieder möglich sind. ©Jag_cz/Shutterstock.com

Im Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung spricht Thomas Bareiß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, unter anderem vom großen Interesse – wenn die Impfungen vorangingen, Inzidenzwerte wieder nach unten gingen – reisen auch dort wieder möglich machen zu wollen, wo es möglich sei. Bareiß wird konkreter: „Das heißt, wir brauchen auch ein schrittweises Öffnen (…) im zweiten Quartal März/April.“.

Allerdings müsse man schauen, in welchen Regionen Europas die Werte relativ gering seien, um dann die Quarantäneverordnungen und die Reisebeschränkungen Schritt für Schritt zurückfahren zu können.

Südafrika Kapstadt Strand

Es verbreiten sich positive Gedanken in Bezug auf Oster- und Pfingsturlaub. ©Andrea Willmore/Shutterstock.com

Wie steht es um den Urlaub?

Auf die Frage hin, ob er einen Osterurlaub für irgendwie realistisch halte, vermutet der Experte, dass Osterurlaub noch sehr eingeschränkt sein werde. Allerdings bestünde Hoffnung darin, eventuell Regionen wie beispielsweise Griechenland, mit sehr geringen Werten an Neuinfektionen schrittweise zu öffnen. Besonders, wenn in Deutschland die Werte nun weiter gesenkt werden könnten, könne man zwischen Ländern in denen die Werte ähnliche niedrig seien wie hierzulande über sichere Reisekorridore nachdenken.

„Das ist ein Ansatz, der auch wichtig für die Branche als Einstieg wieder in das Reisen ist“, verweist er auf wirtschaftliche Aspekte. Zwar sei momentan an reisen schwer zu denken, Bareiß hoffe aber, dass wir den Osterurlaub schon als kleinen Einstieg erleben werden können.

Welche Destinationen derzeit als Risikogebiete eingestuft werden und wann Ihr wieder reisen könnt erfahrt Ihr in meinen weiterführenden Artikeln.

Santorini Sonnenuntergang

Das Thema um Impfprivilegien hat auch Bareiß beschäftigt. ©Panos Karas /Shutterstock.com

Experte zu Impfprivilegien

Bareiß nimmt auch Stellung zu der kritischen Debatte, ob das Reisen nur für Urlauber mit Corona-Impfung möglich gemacht werden sollte. Er ist sich bewusst, dass es viele wirtschaftliche Befürworter gäbe, die nur Geimpften das Reisen erlauben würden.

Er sieht dies jedoch aus mehreren Gründen kritisch: Zum einen sei es ungerecht in zwei Klassen zu unterteilen, zum anderen passiere die Vergabe durch den Staat, man könne also nicht beeinflussen, ob man selber oder der Nachbar zuerst die Impfung kriege. Des Weiteren ist keine Sicherheit bekannt, ob Geimpfte Träger einer Krankheit sein könnten, also ob dennoch eine Ansteckungsgefahr bestünde.

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