Auf den Balearen ist es wieder möglich Urlaub zu machen, ohne in Quarantäne zu müssen. Der innerdeutsche Tourismus bleibt allerdings perspektivlos – doch melden sich kurz vor dem nächsten Corona-Gipfel einzelne Ministerpräsidenten mit Öffnungsplänen zur Wort.

Spanien Mallorca Balearen Meer
Urlaub auf Malle ist möglich aber in Deutschland herrscht Funkstille. ©Denis Belitsky/Shutterstock.com

Die positiven Mallorca-News von letzter Woche haben die Urlaubswelt erneut auf den Kopf gestellt. Nun, da die Balearen kein Risikogebiet mehr sind, ist eine Reise dorthin wieder möglich, ohne dass für heimkehrende Urlauber entsprechende Quarantäne- oder Testpflichten herrschen.

Einzelne Ministerpräsidenten und Politiker sprachen sich deshalb bereits aus Sicherheitsgründen für eine Testpflicht für Rückkehrer von den Balearen aus. Diese ist bisher jedoch noch nicht in Planung.

Der inländische Tourismus hingegen kommt nach wie vor kaum voran. Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, befand vor ein paar Tagen, dass er in Deutschland kaum Chancen für baldige touristische Lockerungen sieht.

Die nächste Corona-Konferenz am 22. März steht kurz bevor, und es melden sich weitere Ministerpräsidenten zu Wort, die sich zu möglichen touristischen Öffnungen vor Ostern in den Bundesländern äußern.

Ostern Handschuhe
Die Ungewissheit zu Ostern wird immer größer. ©Aldona Szabat/ Shutterstock.com

„Kontaktloser Urlaub“ – Ministerpräsidenten planen eigene Wege

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gab bekannt, dass er kurz vor Ostern einen Urlaub im eigenen Bundesland ermöglichen möchte.

„Ich kann doch niemandem erklären, warum der gleiche Hausstand, der ohnehin zusammenwohnt, sich nicht mit den Kindern ins Auto setzen und in eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland fahren darf“, so Haseloff in einem Interview mit der Bild-Zeitung.

Demnach plant er, dass zumindest Ferienunterkünfte für Familien an Ostern offen stehen sollten. Ein konkretes Konzept liegt bisher nicht vor. Zudem betont der Politiker, dass die Bevölkerung die Regeln verstehen und nachvollziehen können muss, wenn die Regierung damit etwas erreichen möchte.

Auch Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, setzt sich für „kontaktlosen Urlaub“ ein. Dass Urlaub auf Mallorca erlaubt sei, Urlaub in Deutschland jedoch nicht, sieht Schwesig kritisch.

Rostock Skyline
„Für Rostock und gegen Mallorca“, so Schwesig. ©Sean Pavone/Shutterstock.com

Hotelöffnungen stehen weiterhin aus

Auf Bundesebene ist derzeit festgelegt, dass die Hotellerie mindestens bis zum kommenden Corona-Gipfel geschlossen bleibt. Zuletzt war geplant, dass uns ab dann mögliche Lockerungen bezüglich Hotelöffnungen erwarten könnten.

Hierzu nahm auch Thomas Bareiß (CDU), Tourismusbeauftragter der Regierung, vor einigen Tagen eine optimistische Haltung ein. Doch: Nach allen Aussagen der Ministerpräsidenten und Politiker bisher – sowohl positiv oder eigenmächtig als auch negativ – erscheint eine Öffnung trotz allem auch künftig noch unwahrscheinlich.

Was genau uns am Montag nach der Konferenz erreichen wird, ist schwer abzuschätzen. Die einzelnen Rufe aus den Bundesländern zeigen jedenfalls, dass Alleingänge anschließend und für die Osterzeit nicht auszuschließen sind.

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