Mallorca, Kreta oder doch an die Nordsee – der Sommerurlaub in diesem Jahr rückt immer näher. Und entgegen mancher Vermutungen der letzten Monate soll dieser durchaus möglich sein – auch für Ungeimpfte und das europaweit. Sowohl Gesundheitsminister Jens Spahn als auch Kanzlerin Angela Merkel zeigten sich zuversichtlich, wie die Tagesschau berichtet.

Bulgarien Schwarzes Meer Strand
Wer sehnt sich nicht nach Sommer, Sonne und Meer? ©Malochka Mikalai/Shutterstock.com

Es sieht gut aus, wenn es um den diesjährigen Sommerurlaub geht. Die derzeitige Entwicklung in der Corona-Pandemie macht auch Jens Spahn optimistisch.

Der Bundesgesundheitsminister sehe gute Chancen für einen problemlosen Sommerurlaub in den EU-Staaten, berichtet die Tagesschau.

Europaweites Reisen wohl nicht von Impfung abhängig

Einige haben sich bestimmt auch schon gefragt, wie es im Bezug auf die Impfung aussieht. Dürfen auch Ungeimpfte in andere Staaten einreisen oder ist zwingend eine Impfung erforderlich? Hier gibt Spahn eine vielversprechende Vermutung ab:

„Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können“, so der CDU-Politiker gegenüber der Rheinischen Post.

Spahn selbst werde seinen Urlaub wahrscheinlich in Deutschland verbringen. „In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi.“

Frankreich Cote d'Azûr Überblick
Urlauber müssen sich nicht unbedingt impfen lassen, um verreisen zu können. ©Neirfy/Shutterstock.com

Mutationen kein Grund zur Sorge

Wie sieht es mit den verschiedenen Virus-Mutationen aus, die unter anderem in Großbritannien, Südafrika und Indien aufgetreten sind? Stellen diese eine Gefahr für Reisende dar?

Auch im Bezug auf diese Unsicherheit gibt es laut Spahn keinen Grund zur Sorge. Deutschland sei hier gut aufgestellt, zudem sichere man sich “in den EU-Rahmenverträgen auch Impfstoffe, die auf Mutationen angepasst werden können”.

Informationen einiger mRNA-Forscher zufolge könnten Anpassungen der Impfstoffe auf neue Mutationen innerhalb von sechs bis acht Wochen durchgeführt werden. Anschließend sei die Zulassung in ein bis zwei Monaten machbar.

Auch Merkel optimistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht wie Spahn gute Chancen für Ungeimpfte, den Sommerurlaub innerhalb Europas verbringen zu können. Angesichts niedriger Inzidenzen, die nun schon in anderen Ländern wie Portugal herrschen, sei Merkel „sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war“.

Dies äußerte die Kanzlerin im Anschluss an den offiziellen EU-Gipfel in Porto, welchem sie per Videokonferenz zugeschaltet war. Einen genauen Zeitpunkt konnte Merkel in diesem Zusammenhang noch nicht nennen:

„Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen […]. In Deutschland scheinen wir auch die dritte Welle gebrochen zu haben.“

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Kanzlerin Angela Merkel schließt sich der Prognose Spahns zum Sommerurlaub an. ©canadastock/Shutterstock.com

Digitaler Impfpass auf dem Weg

Im Rahmen des Gipfels sei auch die digitale Impfbescheinigung, das „Grüne Zertifikat“, ein Thema gewesen. Auch wenn technische Voraussetzungen wie die Kompatibilität zwar längst gegeben seien, könnten sich Komplikationen im Zusammenhang mit der Anerkennung von Impfstoffen ergeben.

Wie sieht es mit Impfstoffen aus, die noch nicht in der EU zugelassen sind? Themen wie diese müssen noch geklärt werden, bis der Impfpass erhältlich sein kann.

Zurück zum Sommerurlaub mit Fokus auf ein beliebtes Urlaubsziel deutscher Touristen: Die Bundesregierung möchte Urlaubern auch in diesem Sommer die Chance geben, in die Türkei zu verreisen. Wie im vergangenen Jahr stehen die beiden Länder gemeinsamen Plänen positiv gegenüber.

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