Die drittgrößte Mittelmeerinsel verkündet positive Nachrichten für Urlauber: Zypern ist wieder bereit, Touristen aufzunehmen. Mit einem besonderen Pandemiekonzept versucht die Region gegen die aktuelle Krise anzukommen, um Besuchern eine angenehme Sommersaison zu ermöglichen.

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Seit April ist eine quarantänefreie Reise nach Zypern möglich. ©FrimuFilms/Shutterstock.com

Die Corona-Krise belagert weiterhin den gesamten Globus. Insbesondere die Reisebranche sowie beliebte Urlaubsregionen, die sehr vom Tourismus abhängig sind, hat es enorm getroffen. Um dem entgegenzuwirken, planen Länder ihre ganz eigenen Reisekonzepte.

Der Inselstaat Malta lockt Touristen beispielsweise mit bezahltem Urlaub. Währenddessen möchte Griechenland schon im Mai eine quarantänefreie Reise möglich machen. Die im Mittelmeer liegende Republik Zypern hat dies für Ihr Land allerdings jetzt schon umsetzen können.

Anfang April hat die Insel nach einigen Plänen die Quarantänepflicht für mehr als 60 Länder aufgehoben. Zudem wurde das zuvor beschlossene Ampelsystem, das bereits vor einigen Monaten besprochen wurde, nun um eine weitere „graue“ Stufe erweitert.

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Das Ampelsystem Zyperns wird um eine zusätzliche „graue“ Stufe erweitert. ©Pawel Kazmierczak/Shutterstock.com

Ampelsystem erhält eine vierte „graue“ Stufe

Das Ampelsystem ist schon seit Wochen in Planung. Mit dem farblich gekennzeichneten vierstufigen Konzept teilt die Regierung Zyperns alle Länder anhand ihrer aktuellen Corona-Infektionslage in bestimmte Kategorien ein. Damit möchte die Insel sicheres Reisen gewährleisten, sodass die Anzahl der Touristen wieder steigen kann.

Die vier Kategorien im Überblick

  • Grün: Besucher, die aus einem „grünen“ Land einreisen möchten, sind vollständig von einer Testpflicht befreit.
  • Orange: Besucher, die aus einem „orangenen“ Land einreisen möchten, müssen vor ihrem Flug einen PCR-Test durchführen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Auf der Plattform „Cyprus Flight Pass“ müssen Urlauber vor Abreise ihr negatives Ergebnis hochladen.
  • Rot: Besucher aus einem „roten“ Land – Deutschland miteingeschlossen – müssen vor ihrem Abflug ebenso einen PCR-Test durchführen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, und das Ergebnis hochladen. Auf eigene Kosten müssen Urlauber bei der Einreise zusätzlich mit einem weiteren Test rechnen.
  • Grau: Besucher, die aus einem „grauen“ Land einreisen, müssen sowohl vor dem Abflug als auch bei der Einreise einen PCR-Test durchführen. Zudem fällt hier eine vierzehntägige Quarantänepflicht an. Diese kann auf zehn Tage verkürzt werden, wenn Urlauber auf eigene Kosten bereit sind, sich am zehnten Tag einem dritten PCR-Test zu unterziehen.
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Die vier Kategorien helfen bei der konkreten Einschätzung der Corona-Lage in verschiedenen Ländern. ©kirill_makarov/Shutterstock.com

Zusätzliche Privilegien für Geimpfte

Geimpfte Einreisende müssen weder mit einem Test noch mit Quarantäne rechnen. Hier reicht es aus, wenn diese ihr gültiges Impfzertifikat vorzeigen und vor der Abreise hochladen.

Fazit

Zypern ist zuversichtlich, dass das Ampelsystem durchaus funktionieren kann. Das Land hofft durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen auf eine gute Sommersaison. Allerdings ist sich die Insel ebenfalls bewusst, dass der kommende Sommer schwer zu bewältigen ist.

Das liegt vor allem an den aktuellen Reisebeschränkungen, die derzeit in vielen Ländern herrschen und für einige Urlaubsgebiete ein großes Problem darstellen. Doch mit neuen Konzepten sowie mit Impfprivilegien auf Reisen hofft die Reisebranche auf mehr Möglichkeiten für einen sicheren Urlaub.

Das Thema Sicherheit wird auch auf den Ostfriesischen Inseln großgeschrieben: Die Inselgruppen möchten mit dem sogenannten MOIN-Konzept Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens ermöglichen.

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