Ryanair Flugzeug

© Ryanair

Am kommenden Freitag werden die deutschen Piloten von der Billigairline Ryanair nach gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Fluggesellschaft zum allerersten Mal in einen regulären Streik treten. Die Gewerkschaft ruft alle Piloten von Ryanair dazu auf , in den Streik zu gehen und die Arbeit niederzulegen. Vom Streik betroffen sind alle Flüge mit Abflughäfen in Deutschland. Der Streik, der 24 Stunden andauern soll, beginnt am Freitag, dem 10.08 um 03:01 Uhr. In den vergangenen Wochen kam es schon zum Ausfall von mindestens 600 Flügen während der Arbeitsniederlegung des Kabinenpersonals.

Gescheiterte Tarifverhandlungen

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte Ryanair bis Montag eine Frist gesetzt, Ihre Forderungen zu akzeptieren. Unter anderem forderten die Piloten der Billigairline eine bessere Bezahlung sowie den Stop des Contractor Modells, welches rund die Hälfte aller Piloten zwingt, eine Ich-AG zu gründen, um bei der Fluggesellschaft unter einer Form der Scheinselbstständigkeit zu arbeiten.

Auch Streiks in anderen EU-Ländern

Die Ryanair-Piloten in Belgien, Irland und Schweden kündigten ebenfalls an, am Freitag in den Streik zu treten. Von den rund 2.400 geplanten Europa-Flügen am Freitag wurden schon 146 seitens Ryanair abgesagt. Die betroffenen Passagiere können entweder auf andere Verbindungen umgebucht werden oder den Ticketpreis erstattet bekommen. Anderweitige Entschädigungen lehnt Ryanair bisher kategorisch ab. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass Passagiere Anspruch auf Entschädigung haben und stellen Musterbriefe zur Verfügung. Welche Rechte Ihr im Falle einer Flugverspätung oder Stornierung habt, findet Ihr hier ausführlich erklärt.