Seit dem 1. November 2018 gibt es bei Ryanair neue Handgepäckregelungen. Diese Information ist aber scheinbar noch nicht bei jedem angekommen. In den letzten Tagen stieg die Zahl der Passagiere, die mit Ihren Handgepäck-Koffern zum Gate kamen, ohne im Voraus dafür die nötigen Zusatzgebühren gezahlt zu haben. Dies führt aktuell nicht nur zu Wut und Verwirrung seitens der Passagiere, sondern auch zu unnötigen Verzögerungen. Um dem vorzubeugen, hat Ryanair nun eine Schonfrist für die zusätzlichen Gebühren ausgesprochen.

Reisegepäck Trolley Flughafen

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Die neuen Regelungen zum Ryanair Handgepäck besagen, dass Ihr nur noch eine kleine Tasche oder einen Rucksack, die in den Fußraum unter Euren Sitz passen müssen, mitnehmen könnt. Ein Handgepäck-Koffer oder ein zweites Handgepäckstück muss ab sofort gebührenpflichtig hinzugebucht werden. Dieser Priority-Tarif kann bereits ab 6 Euro hinzugebucht werden.

Ryanair zeigt sich kulant

Für Gepäck, das nicht im Voraus dazugebucht wurde, erhebt Ryanair eine Gebühr von 20 Euro am Gepäckabgabeschalter und 25 Euro am Boarding Gate. Um Reisende, denen die neue Regelung entgangen ist, nicht zu verärgern, kommt Ryanair seinen Kunden nun entgegen: Passagiere, die bis zum 1. Dezember ohne Vorabbuchung mit dem Handgepäck-Koffer zum Flughafen eilen, müssen zunächst keine zusätzlichen Gebühren befürchten. Das soll für alle Flughäfen in Europa gelten, die von Ryanair angeflogen werden.

Damit die neuen Handgepäckregelungen schnell publik werden, werden die Passagiere zusätzlich beim Boarding auf die neuen Bestimmungen aufmerksam gemacht und eindringlich gebeten, für den Rückflug den Priority-Tarif zu buchen. Der November gilt also erst noch als Eingewöhnungsphase der am 1. November in Kraft getretenen neuen Gepäckregelungen. Nach und nach wird Ryanair allerdings konsequenter vorgehen.

Ihr habt Priority schon gebucht?

Verständlicherweise ist es sehr ärgerlich, wenn Ihr die Extragebühren durch den Priority-Tarif vorab gebucht habt und die Dame neben Euch aus Unwissenheit nichts zahlen muss. Unter Umständen könnt Ihr Euch die Zusatzkosten durch den Priority-Tarif wieder von Ryanair erstatten lassen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kulanz-Regelung in die AGBs der Airline aufgenommen wird. Ob das passiert, steht allerdings noch nicht fest.