Wer schon mal mit Ryanair geflogen ist, weiß, dass die Lowcost-Airline in der Lage ist, immer wieder Billigflugtickets anzubieten. Jetzt kommt der nächste Hammer: Nach der Corona-Krise will der Flugkonzern die Nachfrage nach Tickets gezielt durch extrem günstige, dauerhaft reduzierte Ticketpreise steigern. Das irische Unternehmen startet einen Direktangriff auf die europäische Konkurrenz.

Ryanair Flugzeug

©Ryanair

Kampfpreise nach der Corona-Krise

Der wirtschaftliche Rückschlag für die Flugbranche durch die Corona-Krise, veranlasst Ryanair-Chef Michael O‘Leary zu einem harten Preiskampf, einer Erweiterung seiner Angebote und gleich einem ganzen Angriff auf andere Fluggesellschaften in Europa. Er glaubt das Geschäft nach erfolgreicher Einführung des Impfstoffs durch besonders günstige Tickets und einem größeren Angebot in Europa schneller wieder auf Vorkrisen-Niveau bringen zu können. 2019 markiert dabei für Ryanair ein Rekord-Umsatzjahr und daran soll angeknüpft werden. Mittels ihrer konsequenten Preispolitik ist die Airline im Stande Billigflüge, zum Beispiel im Zuge ihrer Promotion Aktionen, im niedrigsten Preisbereich anzubieten. Für die Passagiere ist das im Zweifel ein schwacher Trost: zwar zahlen sie wenig für die Flugtickets, können dafür aber bei Aufgabegepäck, Übergepäck, vergessenen Tickets oder anderen Zusatzleistungen zur Kasse gebeten werden.

Konfrontation mit Lufthansa

Die irische Fluggesellschaft sieht laut eigener Aussage einen Verrat der Grundprinzipien des EU-Rechts: Ryanair wirft den Wettbewerbshütern vor, EU-Mitgliedstaaten zu bevorzugen und ärmere Länder zu ignorieren. Ein Dorn im Auge ist O’Leary dabei konkret die Genehmigung mehrerer Milliarden Euro für Rettungspakete an die Lufthansa. Dies sei ein klarer Bruch der Wettbewerbsregeln. Die andauernde Corona-Pandemie sei nur ein Vorwand, um den Preis an den europäischen Verbraucher und Steuerzahler abzuwälzen.

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