Schuleschwänzen Sommerferien

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In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sie bereits begonnen, in der übrigen Bundesländern starten sie bald: Die Sommerferien. Für Schulkinder die beste Zeit des Jahres, für Eltern die wohl teuerste. Denn: Wer mit der ganzen Familie in den Sommerurlaub reisen möchte, muss zuweilen tief in die Tasche greifen, denn insbesondere zu den Sommerferien verdoppeln die Anbieter die Preise für Flüge und Pauschalreisen. Auf der Suche nach einem günstigen Familienurlaub seid Ihr nun über ein Wahnsinns-Schnäppchen gestolpert. Der einzige Haken: Der Abflug findet 2 Tage vor offiziellem Beginn der Sommerferien statt. Die gleiche Reise kostet jedoch bei einem späteren Abflug gleich 600 Euro mehr. Die Verlockung ist groß, die schulpflichtigen Kinder kurzerhand selbst vorzeitig in die Sommerferien zu entlassen. Dass man dafür allerdings zur Kasse gebeten werden kann, ist den meisten Eltern unklar. Wie teuer das Schwänzen vor den Schulferien tatsächlich werden kann, erfahrt Ihr im Folgenden.

Bußgeld für’s Schuleschwänzen

Es passiert immer häufiger, dass Eltern eigenständig entscheiden, ihre Kinder an den letzten Tagen kurz vor den Ferien nicht mehr in die Schule zu schicken. Nicht selten registrieren die Schulbehörden an Tagen vor und nach den Ferien eine glatte Verdopplung der Krankmeldungen. Der Grund: Günstige Urlaubsangebote, die mehrere Hundert Euro Ersparnis bieten, wenn man kurz vor Ferienbeginn verreist. Das „Problem“ ist den Städten und Kommunen der Bundesländer nicht unbekannt. Tatsächlich stellt das Schwänzen der Schule, auch wenn es durch die Eltern quasi „erlaubt“ wurde, eine Ordnungswidrigkeit dar. Denn: In Deutschland herrscht die allgemeine Schulpflicht. Dieses Gesetz kann nicht, auch nicht durch die Erziehungsberechtigten, außer Kraft gesetzt werden. Je nach Bundesland und Kommune wird das Schwänzen der Schule unterschiedlich (hoch) geahndet. In der Regel müssen Eltern 5 – 15 Euro Strafe je Kind und Fehltag zahlen. Für das Schwänzen vor den Ferien können sogar Tagessätze von bis zu 100 Euro anfallen. So wird aus dem vermeintlichen Urlaubsschnäppchen ganz schnell ein teures Vergnügen.

Kontrolle vor den Sommerferien?

Bereits vor den Pfingstferien wurden regelrechte Razzien an den bayrischen Flughäfen durchgeführt, um Schulschwänzer bzw. deren Eltern zu stellen. Ergebnis: Allein in Nürnberg wurden 11 Familien bei frischer Tat ertappt. Prinzipiell ist eine standardmäßige Kontrolle an deutschen Flughäfen vor Ferienbeginn auszuschließen, da diese nicht zum Aufgabenbereich der Bundespolizei gehört. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Schulaufsichtsbehörde entsprechenden Anträge für Kontrollen einreicht. In diesem Fall muss damit gerechnet werden, dass von Eltern von Kindern im Schulalter ein Nachweis über die Befreiung vom Unterricht verlangt wird. Sollte keine Sonderurlaubsgenehmigung vorliegen und nachgewiesen werden können, kann die Polizei die Familie zwar nicht am Abflug hindern, jedoch wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Post vom Schulamt im Briefkasten liegen. Laut Aussagen eines Sprechers der Bundespolizei soll es zumindest am Frankfurter Flughafen, dem größten deutschen Verkehrflughafen, keine Kontrollen dieser Art in diesem Jahr geben.

Damit Ihr gar nicht erst in Versuchung kommt, Eure Kinder zum Schuleschwänzen zu animieren, findet Ihr hier die günstigsten Schnäppchen für die Sommerferien.