Am heutigen Donnerstag, dem 10.01.2019, hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit zum Streik des Sicherheitsdienstes aufgerufen. Betroffen vom Streik sind die Flughäfen Düsseldorf, Köln und München. Auch an anderen Flughäfen muss mit Verzögerungen und Ausfällen gerechnet werden. Passagiere müssen mit erheblichen Verzögerungen, Verspätungen sowie Flugausfällen rechnen. Laut Verdi sollen alle Beschäftigten, die in der Personal-, Passagier- und Frachtkontrolle tätig sind, Ihre Arbeit ab Mitternacht niederlegen.

Flughafen Anzeigetafel

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Insgesamt über 750 Flüge gestrichen

An den betroffenen Flughäfen in Düsseldorf, Stuttgart und Köln mussten rund 750 Flüge gestrichen werden. In Stuttgart mussten 125 von 270, in Düsseldorf 350 von 570 und in Köln 130 von 200 Flügen annulliert werden. Rund 110.000 Fluggäste sind vom Streik und seinen Folgen betroffen. Auch an anderen Flughäfen sind die Auswirkungen des Streiks zu spüren wie beispielsweise in Berlin. Durch die annullierten Flüge können zahlreiche Inlandsflüge nicht starten.

Frühzeitige Anreise empfohlen

Allen Flugpassagieren der betroffenen Flughäfen wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Durch den Ausfall des Sicherheitspersonals werden Kontrollen länger als gewöhnlich dauern. Fluggäste sollen deshalb möglichst früh zum Check-In-Schalter kommen. Auch Behinderungen im Straßenverkehr sollten bei der Anreise mit eingeplant werden. Alle wichtigen Informationen zum Streik sowie aktuelle Hinweise finden sich auf den Twitter-Accounts des Stuttgart FlughafensKölner Flughafens und der Website des Münchner Flughafens.

Leistungsansprüche im Falle einer Verspätung

Je nach Verspätung stehen den Passagieren unterschiedliche sogenannter Versorgungsleistungen zu. So muss die verantwortliche Fluggesellschaft bei einer Startverzögerung von 2 Stunden Essen und Getränke sowie Möglichkeiten zum Telefonieren, Faxen und Mailen bereit stellen. Im Falle einer Verspätung von bis zu 5 Stunden oder gar einer Flugannullierung stehen den Passagieren Hotelübernachtung, Transfer zum Hotel und Flughafen, Ticketumtäusche bzw. -erstattungen zu. Eine finanzielle Entschädigung greift nur, wenn die Verspätung selbst verschuldet ist. Im Falle eines Streiks handelt es sich laut Fluggastrechteverordnung jedoch um außergewöhnliche Umstände, die nicht in den Verantwortungsbereich der Fluggesellschaft fallen. Ausführliche Informationen über die Fluggastrechte findet Ihr hier.