Ryanair Flugzeug

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Am kommenden Mittwoch, den 12. September, wird die Low-Cost-Airline Ryanair erneut bestreikt. Erstmals legen Piloten und Flugbegleiter gemeinsam die Arbeit nieder. Rund 150 Flüge ab und nach Deutschland sind vom Streik betroffen. Die Passagiere haben jedoch die Möglichkeit, ihren Flug kostenfrei in den Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag zu verschieben. Die betroffenen Kunden seien rechtzeitig im Voraus per E-Mail und SMS informiert worden, so Ryanair.

Gewerkschaften fordern höhere Löhne

Die Gewerkschaften, die stellvertretend für die Piloten und Flugbegleiter in den Streik treten, sind Verdi und die Vereinigung Cockpit. Für Verdi ist dies der erste Streik bei Ryanair. Konkret fordern die Gewerkschaften ein höheres Gehalt, die Einführung eines Basisgehalts für die Flugbegleiter sowie einen Ausgleich bei Verspätungen. Bundesvorstandsmitglied Christine Behle von Verdi kritisiert, dass die aktuellen Löhne bei Ryanair zu niedrig seien, um einen ausreichenden Lebensstandard sicherstellen zu können. Hinzu kämen schlechte Arbeitsbedingungen. Die aktuellen Lohnforderungen lägen noch unter dem Niveau von easyJet.

Nächste Runde im Tarifstreik

Nachdem die zweite Verhandlungsrunde am 5. September – trotz vorausgegangenem Streik am 10. August – ergebnislos ausging, folgt nun die nächste Arbeitsniederlegung. Ryanair steht derzeit auf Konfrontationskurs und droht aktuell mit einem Stellenabbau in Deutschland.