Auf geht’s nach Thailand. 3,5 Wochen voller Abenteuer liegen vor uns! Wir landeten dank Gabelflug direkt im Urlaubsparadies Koh Samui. Es ist die größte der thailändischen Inseln im Golf von Thailand. Von dort wollten wir unsere Rundreise quer durch Thailand starten. Völlig erledigt von der langen Reisezeit kamen wir vormittags auf Koh Samuis süßem Flughafen an. Erschlagen von der Hitze und etwas gejetlagt starteten wir in unser Abenteuer!

Thai-Massage

Thai-Massage direkt am Strand

Mit einer Gruppe Israelis, die wir am Flughafen kennengelernt haben, nahmen wir uns zunächst mal gemeinsam ein Taxi nach Chaweng, dem nächst größeren Ort. Dort ging es dann auf die Suche nach einer Unterkunft. Nach ein paar Anläufen fanden wir was wir gesucht haben. Ein Resort mit kleinen Holzhütten am Strand zu moderaten Preisen. Hier ließen wir es uns dann erst mal gut gehen mit leckerem Thai-Essen und anschließender Massage direkt am Strand. Zum Thema Essen lernten wir hier gleich eins: selbst „wenig scharf“ bestelltes Essen kann dir den Mund zerfetzen. Nach dem wir den nächsten Tag dazu nutzen uns zu akklimatisieren, durch die Straßen von Chaweng zu schlendern, etwas am Strand zu liegen und die Seele baumeln zu lassen, entschlossen wir uns abends mal das Nachtleben von Chaweng zu testen.

Strandbar Chaweng

Strandbar Chaweng Beach

Generell erinnerte uns die Stadt an einen Strand auf Mallorca. Sehr viele Touristen, überall Souveniers, Hotelblocks und überlagerte Strände. So war natürlich auch abends ordentlich was los. Wir starteten an einer Strandbar, tranken günstige Cocktails mit Blick auf’s Meer und genossen den Anblick der zahlreichen Himmelslaternen, die gerade von einer Gruppe Thais in die Nacht geschickt w

urden.  Anschließend ging es weiter in die Stadt. Wir landeten letztendlich im „The Green Mango Club“, einer Großraumdisko. Trotz leichtem Kater von den billigen Thai-Spirituosen hieß es am nächsten Tag dennoch Rucksack schnappen und weiter geht’s, denn schließlich hatten wir noch viel vor uns.

Da uns Koh Samui mit dem Mallorca-Touristen-Feeling beiden nicht so zusagte, beschlossen wir die Insel noch am selben Tag gen Koh Phagan zu verlassen. Allerdings wollten wir dennoch noch etwas mehr von der Insel sehen und sprangen auf eins der Insel-Taxis auf, die stets im Kreis fahren und die Insel auf der Küstenstraße umrunden. Touristen können jederzeit aufspringen und an einer beliebigen Stelle aussteigen. So besuchten wir auf dem Weg zum Hafen noch das Felsbild „Grandmother & Grandfather“ und landeten durch Zufall in einer wunderschönen, doch etwas fragwürdig zusammengezimmerten Hippie-Bar, die in die Felsen gebaut wurde.

Hippie-Bar

Hippie-Bar beim Grandfahters Rock

Den Rest der Insel genossen wir dann auf der Umrundungsfahrt im Insel-Taxi, das uns bis nach Ang Thong brachte. Von dort nahmen wir die letzte Fähre und setzten über nach Koh Phangan.

nächtlicher Besucher

nächtlicher Besucher im Bad

Dort angekommen, es war mittlerweile bereits dunkel, machten wir die erste Erfahrung mit den sogenannten Schleppern. Thais fangen die Touristen mit ihren Tuk Tuk Taxis ab und bringen sie zu Resorts mit denen sich Deals haben. Es war uns zwar etwas unheimlich, doch da wir gemeinsam mit einer Gruppe Australier auf der Ladefläche des Schleppers landeten, dachten wir das wird schon klargehen. Nach einer Fahrt quer durch den Dschungel landeten wir schließlich irgendwo im nirgendwo. Wir waren in eine Hüttenanlage mitten im Dschungel am Meer gebracht worden. Für eine Nacht wird’s wohl aber passen dachten wir uns und bezogen unsere Hütte. Im Badezimmer überraschte uns dann eine ca. handtellergroße Spinne, die selbst den Rezeptionisten etwas aus dem Konzept gebracht hat.

Coco Garden

Strandhütte im Coco Garden Resort

Da uns das Resort doch etwas zu weit ab vom Schuss war ließen wir uns am nächsten Tag in die Stadt Thong Sala bringen und suchten uns dort am Strand einen Schlafplatz für die kommenden zwei Tage. An der Südküste fanden wir im Coco Garden Resport einen traumhaften Bungalow direkt am Strand mit Hängematte vor der Tür. Zufrieden mit unserer neuen Unterkunft machten wir uns auf die Suche nach einem Roller-Vermierter um in den kommenden Tagen die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Nachdem das Gefährt für den kommenden Tag bereit stand genossen wir die tolle Atmosphäre abends an der Strandbar gemütlich ein Chang zu trinken. Am nächsten Tag packten wir den Tagesrucksack und auf ging es ins Inselinnland. Unser erstes Ziel war ein Aussichtspunkt mit Wasserfall.  Nachdem wir mit dem Roller nicht weiterkamen ging es zu Fuß gen Gipfel. Nach einem steilen Aufstieg wurden wir mit einem grandiosen Ausblick über die Insel belohnt.

Ausblick Koh Phangan

Ausblick über Koh Phangan

Wieder unten ging es weiter gen Norden. Nach kurzem Halt in Ban Chalok Lam, einem gemütlichen Fischerdorf an der Nordküste, ginge es wieder gen Süden die Küstenstraße an der Westküste hinunter. Auf der Fahrt ließ sich wunderbar die Landschaft genießen. Am nächsten Tag wollten wir auch die Ostküste der Insel erkunden, doch nach kurzer Fahrt merkten wir schnell, dass die „Straßen“ hier zu wenig ausgebaut sind, als dass man mit einem Roller weit kommt. Da uns auch unser Resortleiter davon abgeraten hatte, entschlossen wir uns, den Part auszulassen und buchten für den Tag stattdessen mal eine Touri-Tour.

The Beach

Lagune im Ang Thong Marine National Park


Es ging zum Ang Thong Marine Nationalpark, einer Inselgruppe westlich von Koh Phangan und Koh Samui. Nach einer ca. 2 stündigen Überfahrt mit dem Speedboot kamen wir an den beindruckenden Inselfelsen an und wurden erstmal eine Runde zum Schnorcheln ins Wasser gelassen. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter, es regnete und das Wasser war relativ trübe. Dennoch war die Unterwasserwelt schon beeindruckend. Bei schönem Wetter muss es aber laut Erzählungen noch schöner sein. Nach ca. einer Stunde Tummeln im Wasser ging es wieder ab auf’s Boot und an den nächsten Spot. Auf einem sehr fragwürdigen Gerüst, das Deutsche Sicherheitsstandard bei weitem nicht erfüllen würde, krackselten wir über die Felsen und fühlten uns bei den Ausblicken auf grüne Lagunen ein bißchen wie im Film „The Beach“. Nachdem die Touris alle wieder am Boot eingetrudelt waren ging es zum letzten Punkt des Ausfluges. Auf einer der zahlreichen Inseln mit großem Sandstrand und kleinem Resort wurde zunächst zusammen gegessen. Anschließend standen rund drei Stunden Freizeit auf dem Programm. Zur Auswahl standen zum Beispiel Sonnen am Strand, bei Regen nicht so toll, Kajak fahren oder auch das Besteigen des Berges, wobei unser Reiseführer uns riet maximal bis zur Hälfte zu gehen, wegen des Regens und den damit rutschigen Aufstieg. Es wäre sonst zu gefährlich. Nach anfänglicher Skepsis machten wir uns dann aber auch nach der erreichten Hälfte an den weiteren Aufstieg. Dieser war mehr als abenteuerlich. An einem Seil zogen wir uns glitschige Vorsprünge und Felsen hoch, begleitet von Klappern und Rascheln aus dem Urwald. Oben angekommen wurden wir mit diesem traumhaften Ausblick belohnt.

Ang Thong Marine National Park

Ausblick über den Ang Thong Marine National Park

Auch hier ist klar, bei schönem Wetter wäre es wohl noch schöner gewesen. Wieder zurück auf Koh Phangan machten wir mit unserem Roller noch einen kleinen Ausflug nach Hat Rin, an die südöstliche Spitze der Insel, zu der Stadt, die bekannt ist für die Full Moon Partys, bevor es dann am nächsten Tag nach Koh Tao weitergehen sollte.

Welcome Koh Tao

Welcome to Koh Tao

Die Überfahrt nach Koh Tao erwies sich als kleine Nervenprobe. Der Seegang war so stark, dass das Boot fast umzukippen drohte. Dennoch kamen wir heil in Koh Tao an und ließen uns zunächst aus dem Hauptort Mae Hat in den Ort Tao Tho an der Südküste bringen. Hier hat ein Deutscher, den wir kennengelernt haben seine Unterkunft und wir beschlossen die erste Nacht auch hier zu verbringen. Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Quad, da die „Straßen“ auf Koh Tao nicht befestigt sind und zum Teil sehr steil und  wir hier mit dem Roller sicher eine typische Thailand-Narbe zugezogen hätten. Mit dem Quad erkundeten wir die Insel, auf der Suche nach einem Domizil für die kommenden Tage, in denen wir einfach nur relaxen wollten. Dies erwies sich als recht aufwändiges Unterfangen, da Koh Tao anders als seine großen Brüder Koh Phangan und Koh Samui nicht über eine Küstenstraße verfügt, sondern die einzelnen Strände jeweils vom Zentrum über steile, sandige, mehrere Kilometer lange Wege zu erreichen sind. Nachdem wir den ganzen Tag verschiedene Strände angeschaut hatten, entschieden wir uns für das Coral View Resort an der Südküste in Haad Sai Daeng. Hier stimmte einfach alles. Der Preis, die Zimmer, der Strand, die Leute und das Essen. Die kommenden zwei Tage verbrachten wir mit Schnorcheln, Essen, Schlafen und am Strand Relaxen. Wir waren beeindruckt von der Unterwasserwelt, die selbst direkt am Ufer schon beeindruckend war. Ganz Koh Tao ist ein Unterwasserparadies für Schnorchler und Taucher. Die Insel ist daher auch übersäht von Tauchschulen, bei denen man Tagesausflüge oder Tauchkurse bis hin zum PADI machen konnte. Abends fuhren wir öfters mit dem Quad in die größeren Orte Mae Haad Village oder Chalok Baan Kao um zu essen oder eine Thai-Massage zu genießen. Koh Tao hat uns von den Inseln am meisten überzeugt. Der Tourismus ist bei weitem noch nicht so weit wie auf den zwei Inseln zuvor und es geht alles etwas ruhiger vor sich. Doch leider konnten wir nicht ewig bleiben.

Haad Sai Daeng

Paradies auf Erden – Haad Sai Daeng

 Nach den relaxten Tagen auf Koh Tao ging unsere Reise weiter. Auch wenn unser Zeitpensum knapp war, wollten wir auf jeden Fall auch den Norden Thailands mitnehmen. So stand die lange Reise von Koh Tao über Chumphon & Bangkok nach Chiang Mai und schließlich nach Pai auf dem Programm der nächsten Tage.