Update 12. Dezember: Nach der Pleite von Thomas Cook gibt es für alle Reisenden, die einen Urlaub mit dem Reiseveranstalter gebucht haben, nun endlich gute Nachrichten. Die Bundesregierung will den Kunden finanziell unter die Arme greifen und die Summen decken, die nicht über den Versicherer Zurich abgewickelt werden können. Grund dafür ist, dass das Kontingent der Zurich Gruppe nur für einen gewissen Anteil der Entschädigungszahlungen, nämlich 17,5 Prozent der Beträge, reicht. Alle Betroffen werden Anfang des neuen Jahres mit Informationen zum weiteren Vorgehen versorgt.

Update 04. Dezember: Seit Ende November ist jetzt klar, wie es mit Bucher Reisen und Öger Tours weitergeht. Laut Angaben des Insolvenzverwalters übernimmt der türkische Reisekonzern Anex Tour die beiden Thomas Cook Töchter. Damit müssen die Mitarbeiter beider Unternehmen nicht weiter um ihre Jobs bangen. Für Reisende, die vor der Insolvenz über die jetzt aufgekauften Unternehmen Reisen gebucht hatten, sieht es hingegen schlechter aus: Bereits stornierte Buchungen können leider nicht wieder aufgenommen werden. Über den Kaufpreis wird von allen Seiten Stillschweigen bewahrt.

Update 12. November: Für alle Reisenden, die einen Urlaub mit Thomas Cook für 2020 gebucht haben, gibt es schlechte Nachrichten. Der Reiseveranstalter hat alle Reisen, die bereits gebucht wurden und ab dem 01. Januar 2020 stattfinden sollten, gestrichen. Dies gilt auch für bereits bezahlte Reisen. Betroffen sind alle Veranstaltermarken von Thomas Cook. Dazu gehören Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Öger Tours, Bucher Reisen, Neckermann Reisen, Air Marin und Thomas Cook International gebucht wurden. Alle Urlauber, die von der Streichung betroffen sind, werden vom Reiseveranstalter informiert.

Update 04. November: Für Urlauber, die bei Thomas Cook gebucht haben, sollen ab Dezember endlich Entschädigungen ausgezahlt werden. Die Summen stehen dabei aber noch nicht fest – klar ist aber bereits jetzt, dass Geschädigte nur einen Teil Ihrer Zahlungen zurückerhalten werden. Bei Schadensfall waren bei Thomas Cook Deutschland Summen bis 110 Millionen bei seinem Insolvenzversicherer abgedeckt – bisher wurde ein Schaden von bereits mehr als 250 Millionen Euro festgestellt. Erwartet wird, dass diese Schadenssumme noch weiter wächst, da sich noch täglich Betroffene melden. Das Geld wird, sobald die Berechnungen feststehen, anteilig auf die Urlauber ausgezahlt. Geschädigte Reisende bekommen nach aktuell Stand allerdings bereits unter 50 Prozent ihrer Ausgaben zurück.

Update 26. September: Für Kunden der deutschen Thomas Cook greift der Schutz des Sicherungsscheins für Pauschalreisen vom Versicherer Zurich. Einzelne Leistungen, wie Hotels oder Flüge, sind dabei leider ausgeschlossen. Geschädigte Kunden werden dazu aufgerufen, sich an den Dienstleister Kaera zu wenden, der für die Abwicklungen beauftragt wurde. Dieser prüft die Ansprüche auf Berechtigung und sorgt dafür, dass betroffene Kunden ihr Geld zurückerhalten. Pro Geschäftsjahr (bei Zurich läuft dieses zum 31. Oktober 2019 aus) ist die Haftungssumme allerdings auf 110 Millionen Euro begrenzt. Wird diese Summe nicht reichen, um alle Kunden zu entschädigen, wird sie anteilig ausgezahlt.

Auf der Website von Karea findet Ihr weitere wichtige Informationen und ein Online Formular, über das Ihr Eure Ansprüche geltend machen könnt. Es wird um Geduld bis zum 31. Oktober gebeten, da der Versicherer das Ende seines Geschäftsjahres abwarten muss, falls es zu weiteren Insolvenzen seiner abgesicherten Veranstalter kommt. Falls dieser Fall eintritt, würde die Entschädigungssumme für die Kunden noch weiter runterkorrigiert. Die Zahlungen für die betroffenen Hotels und Airlines würden übernommen, weshalb Urlauber keine Sorge haben müssten, in ihren Destinationen zur Kasse gebeten zu werden. Alle aktuell Verreisten werden zudem vom Versicherer zurückgebracht.

Update 25. September: Die deutsche Thomas Cook muss einen Insolvenzantrag stellen. Die Marken Öger Tours,  Neckermann Reisen und Bucher Reisen sollen aber fortgeführt werden. Der Insolvenzantrag ist eine Folge der Insolvenz der britischen Thomas Cook Group. Es folgt ein sanierendes gerichtliches Verfahren.

Seit letzter Nacht ist klar: Thomas Cook, einer der weltweit ältesten Reisekonzerne, muss Insolvenz anmelden. Die über das Wochenende laufenden Verhandlungen zur Rekapitalisierung sind gescheitert. Für mehr als eine halbe Million Urlauber heißt das: Die Reisen können nicht gewährleistet werden.

Was ist passiert?

Noch bis Sonntagabend liefen Verhandlungen mit Investoren, bei denen es um eine Zusatzfinanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund ging. Das Geld wurde als Finanzierung für die geplante Neuaufstellung der Thomas Cook Group dringend benötigt. Obwohl ein Rettungsdeal mit Banken und Fosun International Limited vereinbart war, wurde eine weitere Kreditanforderung nicht erfüllt, so der CEO Peter Fankhauser. Mit den geforderten zusätzlichen 200 Millionen Pfund sollten Engpässe in der Wintersaison vermieden werden. Thomas Cook fragte staatliche Unterstützung an, die jedoch nicht geboten wurde. Der Verwaltungsrat stellte Montagmorgen, den 23. September 2019, einen Antrag auf Insolvenz. Nach eigenen Angaben auf thomascook.de heißt es, Optionen werden ausgelotet. Werden diese ebenfalls scheitern, sieht sich der Konzern gezwungen, auch weiteren Gesellschaften wie Thomas Cook GmbH, Bucher Reisen und Öger Tours einen Insolvenzantrag zu stellen. Rund 22.000 Mitarbeiter stehen vor der Arbeitslosigkeit.

Wie geht es weiter?

Thomas Cook Deutschland stellt auf Notgeschäftsführung um. Der Verkauf von Reisen ist komplett gestoppt, Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September werden nicht gewährleistet.

Betroffene Veranstaltertöchter sind dabei Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature. Diese stellen den Verkauf von Reisen ein.

Buchungen folgender Veranstalter sind nicht von den Insolvenzanträgen betroffen:

  • ltur
  • HLX
  • TUI-Gruppe
  • Dertour
  • Meiers
  • ITS
  • JAHN
  • 5vor Flug
  • BigXTRA
  • FTI
  • Schauinsland Reisen
  • LMX Reisen
  • VTOURS
  • AMEROPA
  • Alltours (inkl Byebye)
  • ETI Reisen
  • Tropo
  • OLIMAR
  • Aldiana

Wichtig: Nach Angaben der Airline werden Condor-Flüge aus rechtlichen Gründen Urlauber, die bei Veranstaltertöchtern von Thomas Cook gebucht haben, nicht mehr ans Reiseziel bringen. Rückflüge und der generelle Flugbetrieb sind davon allerdings nicht betroffen.

In Deutschland werden vom Insolvenzversicherer Zürich die Rückflüge der Reisenden organisiert. In Großbritannien ist die Regierung verpflichtet, Urlauber aus ihren Urlaubsdestinationen zurückzuholen. Diese Operation soll laut der Luftfahrtbehörde CAA Start heute bis zum 06. Oktober laufen.

Was können Kunden tun?

Falls Ihr Fragen oder Sorgen um Eure Reise habt, meldet Euch beim jeweiligen Veranstalter Eurer gebuchten Reise, um die aktuellsten Infos zu erhalten. Wenn Euer Flug am 23. oder 24. September hätte starten sollen, werdet Ihr von Thomas Cook kontaktiert. Wenn Ihr gerade im Urlaub seid, werdet Ihr zwecks Eurem Rücktransport benachrichtigt – die Dauer ist aktuell allerdings unklar. Stellt Euch auf längere Wartezeiten ein!

Ich halte Euch bei Änderungen und Neuigkeiten auf dem Laufenden!