Umweltverschmutzung Müll Strand

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Wer im Sommerurlaub an Strand entlang läuft, stolpert zwangsläufig über ihn: Plastikmüll. Leere Getränkeflaschen, Zahnbürsten und sogar Flip Flops werden täglich an die Strände dieser Welt gespült. Pro Minute enden 15 Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Insgesamt 3/4 des Mülls, der sich im Meer befindet, besteht aus Plastik und stellt eine Gefahr für das sensible Ökosystem, die Tiere und den Menschen dar. Zwei Reedereien sagen dem Plastik nun den Kampf an.

Plastik: Gefahr für Mensch & Tier

Um die 10.000 Tiere sterben jährlich aufgrund der Vermüllung. Das Plastik wird entweder fälschlicherweise gefressen oder zur bedrohlichen Falle. Im Februar 2018 wurde ein Pottwal tot an der südspanische Küste aufgefunden. Todesursache: Der Wal hatte 29 kg Plastikmüll im Verdauungstrakt. Auch für den Menschen kann das Plastik in den Meeren gefährlich werden, denn der Müll landet in Form vom sogenannten Mikroplastik in Fisch und Meeresfrüchten, die verzehrt werden.

Hurtigruten verzichtet auf Einweg-Plastik

Zwei Reedereien haben sich nun dafür entschieden, einen kleinen Beitrag zu leisten und zukünftig auf bestimmte Einweg-Kunststoffe an Bord zu verzichten. Hurtigruten und Royal Caribbean werden bereits in diesem Sommer Plastikstrohhalme, Rührstäbchen, Deckel, Tüten und Becher aus Plastik von ihren Kreuzfahrtschiffen verbannen. Stattdessen sollen ökologisch verträgliche Alternativen aus Papier und Metall angeboten werden. Hurtigruten verfolgt das Ziel, die erste kunststofffreie Reederei zu werden. Die Initiative gilt auch für Restaurants, Hotels und alle landbasierten Einrichtungen von Hurtigruten.

„Bei Hurtigruten haben wir seit Jahren das Problem der Kunststoff-Verschmutzung im Blick. Aktuell wird viel über die negativen Auswirkungen von Kunststoff auf unsere Ozeane gesprochen. Für uns ist jetzt die Zeit des Handelns gekommen. Indem wir unnötiges Einwegplastik bereits ab diesem Sommer auf all unseren Schiffen abschaffen, werden andere hoffentlich unserem Beispiel folgen. Jetzt ist es noch möglich zu handeln, unsere Ozeane verkraften kein weiteres Zögern“, so Hurtigruten-CEO Daniel Skjeldam.