Zum heutigen Weltfrauentag haben sich einige der international agierenden Airlines etwas ganz besonderes ausgedacht: An Bord einiger Maschinen erwartet die Passagiere geballte Frauenpower. Lufthansa, Air Asia oder British Airways schicken anlässlich des „International Women’s Day“ reine Frauen-Crews in die Luft.

„Eher wird eine Frau Boxweltmeister im Schwergewicht als Kapitän bei der Deutschen Lufthansa“, verkündete in den 1960er Jahren der ehemalige Leiter der Lufthansa Verkehrsfliegerschule, Alfred Vermaaten.

Auch wenn Frauen im Cockpit heute immer noch unterrepräsentiert sind, hat sich diese Aussage glücklicherweise nicht bewahrheitet. Doch noch gibt es einiges zu tun! Bei der Lufthansa liegt die Wahrscheinlichkeit, eine Frauenstimme aus dem Cockpit zu hören, bei gerade ein mal 5%. In Deutschland kommen auf insgesamt 11.009 Piloten gerade ein mal 557 Pilotinnen (Luftfahrt-Bundesamt/Stand 2016). Bei internationalen Airlines zeichnet sich ein ähnliches Bild.

Mangelware „Pilotin“

Grund dafür sei vor allem das veraltete Bild, dass „Pilot“ ein reiner Männerberuf sei. Bisher hatten die Fluggesellschaften die Mobilisierung von jungen Frauen durch entsprechende Kampagnen jedoch lange Zeit verschlafen. Es herrscht dringender Nachholbedarf. Die britische Fluggesellschaft Easyjet macht es vor und hat sich bis 2020 das Ziel gesetzt, dass 20% Ihrer Piloten Frauen sind.

„Bei Easyjet fühlen wir uns absolut verpflichtet, gleiches Gehalt zu zahlen und Frauen und Männern die gleichen Chancen zu geben.“, so Easyjet-Konzernchef Johan Lundgren.

Auch die Lufthansa möchte sich in Zukunft in Ihren Kampagnen gezielter an Frauen wenden und das Berufsfeld „Pilot“ aus der Männerdomäne herausholen. Die Instagrammerin Juliett, die eigentlich Julia heißt, nimmt Ihre Follower täglich mit ins Cockpit und rechnet mit dem veralteten Berufsbild ab.

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