Keine Konzerte, Sportveranstaltungen und sonstige Events – dies soll bald der Vergangenheit angehören. Ein Drei-Stufen-Plan von Vertretern aus Sport, Wissenschaft und Kultur sieht vor, dass Zuschauer auf Großveranstaltungen zugelassen werden. Eine Impfpflicht besteht nicht.

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Innenbesetzung zwischen 25 und 30 Prozent

Diskussionen über mögliche Lockerungen machen auch vor Großveranstaltungen keinen Halt. Vertreter aus Sport, Wissenschaft und Kultur haben Pläne entwickelt, Zuschauern bald wieder Veranstaltungen zu ermöglichen.

Das Papier, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und heute offiziell vorgestellt werden soll, sieht vor, „Breitenveranstaltungen mit vertretbarem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren“.

Zunächst soll ein Basiskonzept vorgeschlagen werden. Dabei findet eine Unterscheidung zwischen Innen- und Außenbereichen statt. Bei stattfindenden Veranstaltungen in Innenbereichen ist die Umsetzung von Infektionsschutz-, Hygiene- und Lüftungskonzepten Voraussetzung. Dazu soll die Auslastung auf 25 bis 30 Prozent der maximalen Zuschauermenge begrenzt werden.

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Keine Impfpflicht

Personen sollen personalisierte Tickets bekommen, die zusammen mit den Ausweisen kontrolliert werden. Dass dazu Mindestabstände eingehalten und medizinische Masken getragen werden sollen, ist keine Überraschung. Was auf Großveranstaltungen dazugehört, sind Speisen und Getränke. Diese sollen aber aufgrund der gegebenen Umstände nicht angeboten werden.

In Außenbereichen soll die Auslastung bis zu 40 Prozent betragen. Dabei besteht Maskenpflicht bis zu den Plätzen. Bei mehr als 1.000 Besuchern muss auf Alkohol verzichtet werden.

Was wichtig ist: Ob Besucher geimpft sind oder nicht, spielt beim Basiskonzept sowohl bei Innen- als auch Außenveranstaltungen keine Rolle.
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Sogar volle Besetzung möglich?

Um über das Basismodell hinausgehen zu können, sei ein individuelles Spezialkonzept notwendig. Die Variante Maximalmodell setzt Antigen-Tests vor jeder Veranstaltung voraus. Dies kann es sogar ermöglichen, die komplette Besetzung zuzulassen. Damit dies passieren kann, muss eine Teststrategie unter anderem mit digitaler Unterstützung des Kontaktmanagements durchgeführt werden.

Zahlreiche Expertinnen und Experten – unter anderem aus den Bereichen Virologie, Raumlufttechnik sowie Sport- und Kulturwissenschaften – unterstützen die Pläne, über Zuschauer auf Großveranstaltungen nachzudenken.

Auch viele Sportverbände wie der Deutsche Fußball-Bund, Handballbund oder Basketball Bund, der Bühnenverein sowie Hallen und Arenen sind für die Pläne mitverantwortlich.

Wann erste Zuschauer zugelassen werden können, steht noch nicht fest. Schon neulich hatte der Wiesn-Chef Baumgärtner bekanntgegeben, dass das diesjährige Oktoberfest stattfinden soll. Es gibt also Hoffnung für diejenigen, die sich nach Großveranstaltungen dieser Art sehnen.

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