Hafen Chumphon

Ankunft in Chumphon

Nach dem zuvor verlebten Tagen auf Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao freuten wir uns auf ein wenig Ruhe und Entspannung abseits des Inselrummels. Mit dem Boot setzten wir zunächst von Koh Tao über nach Chumphon. Nach der ca. 1,5 stündigen Fahrt kamen wir mit etlichen anderen Touristen am Strand von Chumphon an. Nun hieß es warten… auf den Bus nach Bangkok, denn der Weg in den Norden Thailands ist weit, wenn man nicht den bequemen Weg des Fliegens wählt. Allerdings konnten wir uns die Zeit in Chumphon gut mit einem kleinen Snack vertreiben. Wie überall an zentralen Ankunfts- und Abreiseorten war natürlich auch hier wieder das Paradies für den Touristen dargeboten – Fressstation, Supermarkt und Souvenirs ;)

Auf der Busfahrt im angenehm klimatisierten Bus genossen wir es dann, nicht den Flieger gewählt zu haben und nahmen allerlei Eindrücke aus der Landschaft der thailändischen Ostküste mit. Mit Unterbrechung durch einen kurzen Stop verging die restliche Fahrt schnell und wir kamen spät abends in Bangkok am Hauptbahnhof an. Doch keine Pause – auf in den Nachtzug. Tickets dafür bekommt man ganz unkompliziert am Bahnhof Bangkok oder in den zahlreichen Reisebüros. Nachdem wir nun bereits über 12 Stunden unterwegs waren freuten wir uns auf die Fahrt im Nachtzug, mit der Hoffnung auf etwas Schlaf und Ruhe. Platz war genug, nur zieht euch warm an. Unser Nachtzug hatte gefühlt die Temperatur eines Kühlschrankes.

Weitere 14 Stunden später trudelten wir gemächlich in Chiang Mai ein.Nun hieß es Rucksäcke ab ins Hostel und auf in die Stadt. Chiang Mai hat eine interessant angelegte Innenstadt, die eingegrenzt von Mauern, einen quadratischen Stadtkern hat. In den verwinkelten Straßen findet ihr überall nette Cafés, Restaurants, Garküchen, Massage- und Wellnessangebote. Sehenswert ist auch der Nachtmarkt, dem wir natürlich auch einen Besuch abstatteten. Hier werden sowohl die Besucher mit schmalen wie auch dickem Geldbeutel befriedigt. Wer einen etwas längeren Aufenthalt in Chiang Mai plant sollte auch den Besuch des etwas außerhalb gelegenen Tempel „Wat Doi Suthep“ und einen Besuch im Elefanten-Camp erwägen. Anders als die meisten Stadttempel in Thailand ist der Wat Doi Suthep auf einem Berg gelegen und überzeugt durch eine ganz andere Atmosphäre und natürlich durch die grandiose Aussicht.

Chiang Mai

Auf den Straßen von Chiang Mai

Unterwegs nach Pai

Auf dem Weg nach Pai

Am kommenden Tag ging es für uns dann schon weiter – auf nach Pai. Obwohl uns von Bekanntschaften vor Ort abgeraten wurde mit dem Roller die Strecke auf uns zu nehmen, brachen wir mit zwei Tagesrucksäcken zu zweit auf einem solchen Gefährt gen Pai auf. Unsere Bagpacks konnten wir ganz unproblematisch im Hostel zwischenlagern. Nachdem wir die dreckigen Staubschwaden der Großstadt verlassen hatten wurden wir mit einer traumhaften Landschaft auf dem Weg durch die 762 Kurven nach Pai belohnt. Auf den menschenleeren Straßen begegnete man hin und wieder grasenden Kühen, musste in den Kurven ab und zu den Touri-Bussen ausweichen und nach ein paar Stündchen zu zweit auf dem kleinen Gefährt schmerzte doch auch der Allerwerteste. Dennoch waren wir froh, nicht auf den Rat gehört und den Ausflug auf eigene Faust unternommen zu haben. So kehrten wir unterwegs in einem „richtigen“ Thai-Restaurant ein, wo auch wirklich nur Thais aßen, konnten unterwegs den Ausblick genießen und nach eigenem Tempo an netten Stellen Rast machen. Daher raten wir jedem der die Route plant es so zu machen. Ein paar sinnvolle Ratschläge haben wir dabei trotzdem: Regencapes dabei haben, sonst könnte man plötzlich überrascht werden und möglichst rechtzeitig tanken, denn manchmal kommt einfach 40 km keine Ortschaft.

Pai

Im idyllischen Pai

Nach dem wir ca. 9 Stunden unterwegs waren kamen wir im schönen, verträumten Pai an. Wir wählten nach der Empfehlung vom Lonely Planet das „Baan Pai Village Resort“ und bekamen zu super Preisen einen Bungalow in einer süßen Anlage mit Bachlauf, Fischbecken und Frühstücksterasse. Für alle die in Pai noch nach einer Unterkunft suchen – geht dort hin! ;) In den kommenden Tagen genossen wir wie geplant Zeit voller Ruhe, schlenderten durch die kleinen Gässchen der Stadt, besuchten verschiedene Bars und Restaurants und fuhren mit unserem Roller die Gegend ab. Gesagt sei hierbei: in der Nebensaison gehen die Lichter in vielen Bars bereits um 10 Uhr aus und der Besuch von Wasserfällen erweist sich in der Regenzeit als schwierig, da häufig die Zufahrtswege bereits überflutet sind. Dennoch haben wir traumhafte Landschaften gesehen, Bergvölker die ihre Gewürze auf den Dächern trockneten usw. Auch der Besuch des Tempels „Wat Phra That Mae Yen“ lohnt sich.

Wat Phra That Mae Yen

Aussicht vom Wat Phra That Mae Yen

Er liegt auf einem Berg und erlaubt einen traumhaften Blick über Pai und sein Umland. Auch aufder Fahrt zu all den Punkten kann man viel erleben. Es lohnt sich stets links und rechts nach tollen Thai-Restaurants, Aussichtspunkten oder Märkten Ausschau zu halten. Kurzum wenn man dem Trubel des Thai-Tourismus entfliehen will ist Pai eine wundervolle Adresse wo sich locker ein paar Tage verbringen lassen.

Nach vier wundervollen Tagen hieß es dann leider „Bye Bye Pai“. Die 762 Kurven zurück nach Chiang Mai und anschließend direkt weiter nach Bangkok, denn die letzten Tage unserer Reise sind angebrochen. Nun hieß es noch ein wenig die Hauptstadt unsicher machen und dann zurück nach Deutschland.