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England London Tower Bridge im Winter

Großbritannien: Einreise ab 1. Oktober nur noch mit Reisepass möglich

Wer künftig aus der EU nach Großbritannien einreisen möchte, benötigt einen Reisepass. Der bislang anerkannte Personalausweis genügt ab dem 1. Oktober 2021 nicht mehr, um in das Land einreisen zu dürfen. Grund hierfür ist das Auslaufen der Übergangsfrist nach dem Brexit, wie unter anderem die tagesschau berichtet.

Nur mit gültigem Reisepass dürfen EU-Bürger künftig nach Großbritannien reisen. ©maziarz/Shutterstock.com

Atemberaubende Küsten, spannende Metropolen und historische Städtchen – Großbritannien ist mit seinen vielfältigen Möglichkeiten nicht umsonst ein beliebtes Reiseziel. Wer künftig in die Heimat von Shakespeare und Elton John reisen möchte, der muss ab heute allerdings eine wichtige Veränderung beachten.

Ab Freitag, dem 1. Oktober 2021, benötigen Reisende aus der EU einen Reisepass, um in das Vereinigte Königreich einreisen zu dürfen. Dieser muss bei Grenzübertritt gültig sein – ein Personalausweis wird ab sofort nicht mehr anerkannt.

Hintergrund dieser Neuerung ist das Auslaufen der Übergangsphase im Rahmen des Brexit, welche es EU-Bürgern noch gestattete, lediglich mit einem Personalausweis einzureisen.

Wohnsitzinhaber ausgenommen

EU-Bürger, welche ihren Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben, müssen auch nach der Frist keinen Reisepass an der Grenze vorlegen. Für jene Personen reicht weiterhin der Personalausweis.

Die Folgen des Brexit machen sich verstärkt bemerkbar. ©lazyllama/Shutterstock.com

Corona-Ampelsystem wird abgeschafft

Nicht nur bezüglich der benötigten Einreisedokumente hat sich auf dem Inselstaat einiges getan. Auch die geltenden Corona-Einreisemodalitäten sollen ab Oktober geändert werden.

So schafft Großbritannien zum 4. Oktober 2021 das dreifarbige Ampelsystem, welches Länder hinsichtlich der Corona-Situation bewertet, ab. Es wird lediglich nach „roten“ und „nicht-roten“-Ländern unterschieden, was die Basis für Corona-Maßnahmen bilden soll.

Bei „roten“ Ländern bleiben die bisher geltenden Maßnahmen in Kraft. Für die übrigen Länder („nicht-rote-Länder“) wird in Zukunft unterschieden zwischen „vollständig geimpften“ und „nicht oder nicht vollständig geimpften“ Personen.

Einreise für Geimpfte erleichtert

Wer vollständig gegen das Virus geimpft ist und aus einem „nicht-roten“-Land (wie derzeit übrigens auch Deutschland) kommt, benötigt bei der Einreise keinen Covid-19-Test mehr. Allerdings sind eine Online-Anmeldung sowie ein COVID-19-Test vor/an Tag zwei nach Einreise weiterhin obligatorisch.

Ungeimpfte müssen bereits vor Einreise einen Corona-Test aufweisen – zwei weitere Tests vor/an Tag zwei und an/nach Tag acht sind verpflichtend. Außerdem ist eine häusliche Quarantäne von zehn Tagen vorgeschrieben. Die Möglichkeit einer Freitestung besteht am fünften Tag nach Einreise.

Alle Angaben findet Ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Schaut dort vor Eurer Abreise unbedingt vorbei, sollten sich kurzfristige Änderungen ergeben.

Die Corona-Zahlen in Großbritannien sind weiterhin hoch. ©Lukasz Pyajor /Shutterstock.com

Corona-Situation in Großbritannien

Großbritannien ist in Deutschland weiterhin als Hochrisikogebiet eingestuft. Dies ist den noch immer sehr hohen Corona-Zahlen im Land geschuldet.

So liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 355,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Vollständig geimpft sind momentan 65,73 Prozent der Bevölkerung (Stand: 1 Oktober 2021; corona-in-zahlen.de).

Während das Vereinigte Königreich Ungeimpften die Einreise erschwert, können diese von den neuesten Corona-Maßnahmen in Norwegen profitieren. So wird die Quarantäne verkürzt und auch neue Bestimmungen zur Testpflicht sollen gelten. Schaut hierzu gerne in unsere separate News.

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