Alle unter Euch, denen die normalen Museen auch zu langweilig sind, sollten sich unbedingt das Unterwassermuseum MUSA in Mexiko mal etwas genauer anschauen. In diesem Museum wird Kunst auf faszinierende Weise mit der Natur verbunden und so etwas ganz Neues wunderbares erschaffen. Das Museum hat nicht nur künstlerische Hintergründe, sondern auch der Naturschutz spielt dabei eine große Rolle. Alle Hintergründe, Daten und Fakten habe ich Euch in diesem Artikel zusammengefasst. Auf einen Tauchgang der besonderen Art!

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Unterwassermuseum MUSA in Mexiko

Foto: ©Krofoto/Shutterstock.com

Das Unterwassermuseum MUSA

Das Museo Subacuático de Arte (MUSA), mit Skulpturen wie „The Silent Evolution“ und „Inherita“, befindet sich im Norden der mexikanischen Halbinsel Yucatan vor Cancún. Bereits im Jahr 2009 begannen die Installationen der ersten Skulpturen von dem Künstler Jason deCaires Taylor. Inzwischen umfasst die Ausstellung über 500 lebensgroße Figuren die mehr als 180 Tonnen wiegen, womit das Unterwassermuseum MUSA das größte der Welt ist. Als Vorbild für die Figuren dienten Taylor Mexikaner jeden Alters und Geschlechts. Das besondere an den Figuren ist, dass sie alle die Augen geschlossen halten.

Die Besichtigung des Museums ist auch für Tauchanfänger geeignet, da es sich nur in bis zu zehn Metern Tiefe befindet. Die Skulpturen verteilen sich jedoch über insgesamt 420 qm zwischen der Isla Mujeres und der Punta Nizuc, was es unmöglich macht, alle Werke in einem Tauchgang zu erkunden. Hier schon mal ein paar Eindrücke von den bekanntesten Figuren des Unterwassermuseums MUSA:

 

Weitere Informationen zum MUSA findet Ihr auch hier. Ihr wollt Euch dieses Spektakel mal selbst anschauen? Dann schaut doch mal in unsere Mexiko-Schnäppchen rein.

Beitrag zum Schutz der Natur

Die Austellung vor Cancún ist eine Herzensangelegenheit für den Künstler und Tauchlehrer. Das Unterwassermuseum MUSA soll nämlich einen Teil des Tauchtourismus des nahegelegenen Cancún Marine Park abfangen. Der Cancún Marine Park leidet seit Jahren an Überfischung, Umweltverschmutzung und dem übermäßigen Tauchtourismus. Aus diesem Grund ist es Absicht, dass die Skulpturen nicht etwa gereinigt und von den Spuren des Meeres befreit werden, sondern sich mit der Natur des Meeres verbinden. So entstehen still und leise aus den Skulpturen neue Lebensräume für die Meeresbewohner. So verwandeln sich die Skulpturen von reinen Betonwerken mit Hilfe der Bewohner des Meeres in bunte Kunstwerke.

Die Skulpturen sind dafür extra aus speziellem Material gefertigt, sodass sich Korallen ansiedeln und so ein eine Art neues Riff entsteht. Der Beton, aus dem die Statuen gefertigt ist, ist 10 Mal härter als normaler Beton und zudem pH-neutral, was dem Wachstum von Korallen zugutekommt. In die Skulpturen wurden außerdem Löcher oder Hohlräume eingearbeitet, die einen idealen Lebensraum für die unterschiedlichen Meeresbewohner bieten.

Der Künstler Jason deCaires Taylor

Der Engländer ist leidenschaftlicher Künstler, Fotograf und Taucher. Somit dürfte auch der Ursprung der Idee für das Unterwassermuseum MUSA klar sein. Schon in seiner Kindheit lernte er das Tauchen und war sehr kreativ unterwegs, zum Beispiel mit Graffitis. 1998 schloss Taylor sein Studium am Camberwell College of Arts mit dem Bachelor of Arts Honours in Skulptur und Keramik ab. Seinen Abschluss und seine Erfahrungen als Tauchlehrer führte er dann ab 2006 mit den ersten Betonskulpturen, die er im Wasser versenkte, zusammen. Inzwischen ist der Künstler nicht nur für seine Unterwasserskulpturen bekannt, sondern auch für seine Unterwasserfotografie für die er sogar Preise erhielt.

Weitere Unterwasserattraktionen

  1. Vor Grenada und in den Bahamas hat der Künstler Jason deCaires Taylor weiteren Unterwasserskulpturen geschaffen. Im Moment arbeitet er an einem Projekt bei Lanzarote.
  2. Die 3 Meter hohe Bronze Statue mit dem Namen „Christ of the Abyss“ kann man in den Tauchgebieten vor Key Largo bestaunen.
  3. In der Nähe des Unterwassermuseums MUSA in Mexiko vor der unbewohnten Karibikinsel Isla Contoy entsteht ein Schiffsmuseum unter Wasser.

Ihr kennt weitere coole Spots für Taucher? Lasst uns in einem Kommentar unter diesem Artikel davon wissen :)