Wer ab April 2022 nach Thailand einreisen will, muss sich auf eine Touristengebühr einstellen. Wie das Newsportal Check 24 mitteilte, beläuft sich die Einreisegebühr auf umgerechnet acht Euro und soll unter anderem für die Entwicklung von nachhaltigen Touristenattraktionen verwendet werden.

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Thailands Tourismus soll künftig nachhaltiger gestaltet werden. © Netfalls Remy Musser/Shutterstock.com

Bereits seit mehreren Jahren laufen in Thailand die Pläne zur Einführung einer Touristengebühr. Nachdem zuletzt die Corona-Pandemie diesem Schritt einen Strich durch die Rechnung machte, steht das Startdatum nun fest. So dürfen Thailand-Reisende ab April 2022 nur noch gegen Gebühr in das beliebte Urlaubsland einreisen.

Diese soll sich laut aktuellen Angaben auf insgesamt 300 Baht belaufen, was umgerechnet rund acht Euro entspricht. Damit fallen die Kosten für Einreisende zunächst geringer aus als ursprünglich angedacht. So sahen Mitte Oktober die Pläne der thailändischen Regierung noch eine Gebühr von rund 500 Baht (circa 12,75 Euro) vor.

Gebühr im Flugpreis enthalten

Wie Regierungssprecher Thanakorn Wangboonkongchana verkündete, soll die Einreisegebühr bereits in die Flugtickets nach Thailand inkludiert sein.

Die Gelder sollen in Einklang mit der Kampagne „Amazing New Thailand Chapter“ für eine nachhaltige und sichere Entwicklung des thailändischen Tourismus genutzt werden.

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Die Gelder sollen auch für die Einrichtung eines Versicherungsschutzes genutzt werden. ©Travel man/Shutterstock.com

Nachhaltigkeit & Versicherungseinrichtung

Den Plänen des Premierministers General Prayut Chan-o-cha zufolge, werden die geplanten Einreisegebühren in die Entwicklung von nachhaltigen Touristenattraktionen und den Versicherungsschutz für ausländische Touristen fließen.

Wie das Nachrichtenportal Der Farang berichtet, solle dieser eine Unfall- und Todesfallversicherung beinhalten, womit Reisende im Notfall unterstützt werden.

Reaktionen bei Tourismusunternehmen durchwachsen

Die Pläne der thailändischen Regierung stoßen wie zu erwarten auf Missbilligung seitens der Tourismusunternehmen. Diese fürchten eine ohnehin langsame Erholung des Tourismussektors von der Corona-Pandemie, welche sich durch eine zusätzliche Gebühr weiter verzögern könnte.

Ob eine erneute Verschiebung des Startzeitpunktes in Frage kommt, ist derzeit noch unklar. Yuthasak Supasorn, Gouverneur der thailändischen Tourismusvereinigung TAT, rechnet allerdings nicht mit einer abschreckenden Wirkung der Gebühr. Vielmehr, so betont er, seien Urlauber gerne bereit, in einen nachhaltigeren Tourismus zu investieren.

Schon gehört? Auch Venedig möchte ab Sommer 2022 sowohl eine Eintrittsgebühr als auch eine Touristenquote einführen. Alle Informationen hierzu erhaltet Ihr in unserem separaten Artikel.

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