Denkt man an New Orleans, kommen einem in erster Linie schwungvolle Jazz-Musik und ausgelassene Karneval-Umzüge in den Sinn. Tatsächlich ist die Hauptstadt von Louisiana vor allem für ihre ethnische Vielfalt und das bunte Treiben auf der Bourbon Street bekannt. Ihr plant einen Urlaub nach New Orleans und möchtet Euch vorab einen ersten Eindruck dieser kulturellen Besonderheiten verschaffen? Dann sind meine New Orleans Tipps genau das richtige, um Euch auf Eure nächste Reise nach Louisiana einzustimmen. Mit ihren knapp 390 000 Einwohnern ist New Orleans die größte Stadt und damit auch gleichzeitig die Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaats. Bekannt und beliebt ist New Orleans vor allem für das French Quarter, der Altstadt, die, wie der Name schon verrät, mit zahlreichen Gebäuden im französischen, aber auch spanischen Stil verzaubert. Wusstet Ihr übrigens, dass New Orleans auch die Bezeichnung Mondsichelstadt trägt? Diese hat ihren Ursprung in der halbmondartigen Form, die sich durch die Eingrenzung durch den Lake Pontchartrain und den Mississippi River ergibt. In der Stadt, die im Delta des Mississipi Rivers angesiedelt ist, werdet Ihr auf Jazz-Klänge stoßen und könnt Euch dabei von der Kreolischen Küche inspirieren lassen. In New Orleans könnt Ihr die kunterbunte Vielfalt der Stadt nicht nur sehen, sondern auch erleben.

USA New Orleans Tipps

©f11photo/Shutterstock.com

New Orleans Tipps



Anreise

New Orleans hat zwar mehrere Flughäfen, der größte und wichtigste Personenflughafen ist allerdings der Louis Armstrong New Orleans International Airport, der sich etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Vorort Kenner befindet. Der Flughafen wurde übrigens nach dem berühmten Jazz-Musiker Louis Armstrong benannt, der zu den berühmtesten Persönlichkeiten der Stadt zählt. Habt Ihr noch keinen Flug für Eure Reise nach New Orleans gebucht, empfehle ich Euch einen Besuch auf Skyscanner. Vom Flughafen bringen Euch Shuttle-Busse an alle wichtigen Plätze und Hotels der Stadt. Der Preis hierfür liegt bei etwa 20 Euro, je nachdem, in welchem Teil der Stadt sich Eure Unterkunft befindet. Bei einer Fahrt mit dem Shuttle-Bus müsst Ihr allerdings beachten, dass Ihr maximal drei Gepäckstücke mitnehmen dürft. Eine weitere Möglichkeit für einen Transfer zwischen Flughafen und Stadt bietet Euch eine Fahrt mit dem Taxi. Zwischen Flughafen und Innenstadt liegt der Preis für zwei Personen bei etwa 36 Dollar, also umgerechnet ungefähr 30 €. Für eine bequeme Weiterfahrt könnt Ihr Euch auch vor Ort an einem der Tourismus-Schalter über die verschiedenen Alternativen informieren. Achtung: Denkt daran, bereits vor Eurer Reise einen Teil Eures Geldes wechseln zu lassen oder eine Kreditkarte mit Euch zu führen, denn in den USA kann ausschließlich mit Dollar bezahlt werden. Wechselstuben findet Ihr zwar im Flughafen, allerdings werden dort meist hohe Gebühren fällig.

USA New Orleans Kathedrale

©Sean Pavone/Shutterstock.com

Geschichte und Sehenswürdigkeiten

In New Orleans erwartet Euch eine Verschmelzung unterschiedlicher internationaler Einflüsse. Woher diese verschiedenen kulturellen Strömungen kommen, wird bei einem Blick auf die Geschichte der Stadt deutlich. 1718 von französischen Siedlern unter der Führung von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet, entstand die Stadt La Nouvelle-Orléans. Ihr seht also, dass der französische Einfluss auf New Orleans bereits eine sehr lange Geschichte hat. Im Jahr 1722 wurde New Orleans dann die Hauptstadt von Louisiana. Ab 1762 war New Orleans im Besitz von Spanien, ging 1795 jedoch an die USA über. Zeugnis dieser Kolonialherrschaften ist das French Quarter, das auch als Vieux Carré bekannt ist. Viele historische Gebäude des French Quarters stammen aus der Zeit des 18. Jahrhunderts, also aus der Zeit, in der New Orleans noch eine spanische Kolonie war, daher auch die vielen Gebäude im spanischen Stil. Obwohl New Orleans von französischen Siedlern gegründet wurde, dominieren heute die spanischen Einflüsse. Das liegt daran, dass die Großfeuer von New Orleans den Großteil der französischen Architektur zerstörten. Im folgenden werde ich Euch einige Orte vorstellen, die zu den absoluten Sehenswürdigkeiten und bekanntesten Attraktionen der Stadt zählen und daher in jedem Fall zu einem Besuch von New Orleans dazu gehören.

  • Bourbon Street: Zu den absoluten Attraktionen von New Orleans gehört definitiv die Bourbon Street, die das Herzstück des French Quarters bildet und damit eine absoluten Besuchermagneten darstellt. Hier könnt Ihr Euch von den zahlreichen Fassaden der Häuser verzaubern lassen. Prägend für das Viertel sind unter anderem die Backsteinhäuser mit Ihren gusseisernen Balkonen und schnörkeligen Stahlkonstruktionen. In diesem Teil des French Quarters herrscht jede Menge buntes Treiben. Vor allem nachts verwandelt sich die Bourbon Street in eine Partymeile.
  • Mardi Gras: Bekannt sind das French Quarter und die Bourbon Street außerdem für ihre vielen Umzüge, zu denen auch der bekannteste Faschingsumzug, der Mardi Gras, gehört. Dieser findet jedes Jahr am Vorabend des Aschermittwochs statt und zählt zu den größten Attraktionen und Festen der Stadt. Während des Umzugs reihen sich bunte Wägen an wild verkleidete Menschen, die den Umzug zu einem wahren Spektakel machen. Seid Ihr in der Faschingszeit dort, werdet Ihr um einen Besuch des Faschingsumzugs nicht herum kommen.
  • French Market: Im French Quarter findet Ihr außerdem den French Market, der sich über ein Gebiet von 6 Häuserblocks erstreckt. In den Gebäuden und Hallen des French Markekts  bekommt ihr nicht nur frische Zutaten zum selbst Kochen, sondern könnt auch vor Ort von den einheimischen Spezialitäten probieren. Teil des French Markets sind außerdem zahlreiche Cafés, Restaurants, Souvenirshops und Künstlerstände.
  • Jackson Square: Lebendiges Treiben herrscht außerdem auch auf dem Jackson Square. Hier steht nicht nur das Denkmal von General Jackson, bei Eurem Besuch werdet Ihr mit Sicherheit auch auf je Menge Musiker, Wahrsager und Stände verschiedener Künstler treffen.
  • St. Louis Cathedral: Die St. Louis Cathedral befindet sich mitten im French Quarter und ist das älteste Grundstück in den USA, das durchgängig dazu genutzt wurde, um Gottesdienste abzuhalten. Charakteristisch für die Basilika sind die drei Türme, die vom Gebäude aus emporragen. Da die Kathedrale zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt zählt, solltet Ihr dem römisch-katholischen Gotteshaus auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
  • Garden District: Einen Kontrast zum lebendigen French Quarter bietet der Garden District, in dem Ihr prächtige Häuser mit schön angelegten Gärten finden werdet. Sucht Ihr eine Auszeit vom kunterbunten Treiben, könnte ein Abstecher in den rund 8 Kilometer entfernten Garden District genau das Richtige für Euch sein. Sehenswert ist hier auch der großteils gut erhaltene Friedhof, der sich zentral in das Viertel eingliedert.

USA New Orleans Mardi Gras

© Mike Flippo/Shutterstock.com

Kulinarik

Auf Eurem Trip nach New Orleans wird Euch auch im kulinarischen Bereich eine vielfältige Auswahl begegnen. Die Verschmelzung von französischer und spanischer Küche, die auf Elemente der karibischen und amerikanischen Küche trifft und typisch für New Orleans ist, wird Kreolische Küche genannt. Ein weiterer Begriff, der mit New Orleans assoziiert wird, ist die Cajun-Küche, die die Spezialitäten der französischstämmigen Einwohner umfasst. Wesentlicher Bestandteil dieser Gerichte ist die sogenannte Heilige Dreifaltigkeit, die aus gehackten Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie besteht.

  • Jambalaya: Ein typisches Gericht, das auf der Speisekarte vieler kreolischer Restaurants zu finden ist, ist die Spezialiät Jambalaya. Dabei handelt es sich um ein Reisgericht, das stark an eine Paella erinnert. Meist wird der Reis mit Fisch oder Meeresfrüchten geschmort, es können aber auch geräucherte Wurst, Huhn oder Schinken hinzugefügt werden.
  • Eggs Sardou: Ebenfalls typisch für New Orleans sind die sogenannten Eggs Sardou. Diese Spezialität besteht aus pochierten Eiern, die auf einem Boden aus Artischocken zusammen mit Spinat und Sauce Hollondaise angerichtet werden.
  • Po-Boy: Die Bezeichnung Po-Boy leitet sich aus den Wörtern Poor Boy, also armer Junge, ab. Darunter versteht man in New Orleans ein belegtes Brot, das mit Zutaten wie Salat, Gurke, Tomaten und frittierten Meeresfrüchten bzw. Roastbeef garniert wird. Als Soße werden meist Mayonnaise oder Bratensoße gereicht.
  • Beignets: Anstelle von Kuchen zum Kaffee werdet Ihr in New Orleans häufig auf Beignets stoßen. Die frittierten Teigtaschen werden meist mit Puderzucker serviert und eigenen sich bestens, um nachmittag gemeinsam mit Kaffee oder Tee verspeist zu werden.

USA New Orleans Brücke

©Sean Pavone/Shutterstock.com

Cafés und Restaurants

  • Café du Monde: Das Café du Monde am Jackson Square zählt zu den bekanntesten Cafés in New Orleans. Hier könnt Ihr Euch eine Auszeit bei Kaffee und Tee gönnen und gleichzeitig die super leckeren Beignets probieren. Außerdem hat das Café du Monde mit dem „Coffee and Chicors“ eine weitere, selbst kreierte Spezialität zu bieten. Dabei handelt es sich um einen Kaffee aus Kaffeebohnen und gerösteten Chicoréewurzeln, die zusammen einen einzigartigen Geschmack ergeben. Obwohl das Café du Monde längst auch unter Touristen zu den Top-Attraktionen zählt, ist es definitiv einen Besuch wert.
  • Southern Food & Beverage Museum: In diesem Museum könnt Ihr an verschiedenen Ständen die Eigenheiten und Spezialitäten der Kreolischen Küche kennenlernen. Hier findet Ihr nicht nur Infos zu typischen Gerichten, im Rahmen eines Show Cookings könnt Ihr die Spezialitäten, die frisch für Euch zubereitet werden, probieren.
  • Napoleon House: Mitten im French Quarter liegt das Napoleon House, das einer Legende nach ursprünglich Napoleon Bonaparte als Wohnsitz dienen sollte. Hier könnt Ihr beispielsweise die Kreolische Spezialität Jambalaya probieren.
  • Preservation Hall: Wie ich bereits angedeutet habe, spielt in New Orleans die Jazz-Musik eine große Rolle. Zu den bekanntesten Jazzclubs der Stadt gehört die Preservation Hall in der St. Peter Street. Hier gibt es zwar weder Getränke, noch Essen, dafür bekommt Ihr hier einen Einblick in die für New Orleans charakteristische Musik der Jazz-Kultur.

USA New Orleans Tram

©Sean Pavone/Shutterstock.com

Freizeitaktivitäten

Wie Ihr bereits sehen konntet, lädt New Orleans dazu ein, sich vom bunten Treiben der Straßen mitreißen zu lassen. Ob Ihr zu Fuß durch das French Quarter oder den Garden District spaziert, einen Halt in einem der zahlreichen Cafés und Bistros macht oder in einen der traditionellen Jazz Clubs einkehrt, eine Reise nach New Orleans hält definitiv eine ganze Menge zu entdecken bereit. Natürlich könnt Ihr Euch in den Straßen auch auf einen Einkaufsbummel begeben. Möchtet Ihr zu einer Shopping-Tour aufbrechen, bietet es sich an, einen Abstecher in der Royal Street im French Quarter zu machen. Hier findet Ihr nicht nur Restaurants und Kunstausstellungen, sondern auch Boutiquen, Schmuckläden oder Antiquitätenläden. Oder Ihr besucht einen der zahlreichen Floh- und Straßenmärkte, wie beispielsweise den Frenchmen Art Market, wo Ihr von Kunst über Fotografie und selbst kreiertem Handwerk jede Menge Schätze findet. Für alle, die die Stadt gerne vom Wasser aus entdecken möchten, liegt es nahe, eine Fahrt mit dem Schaufelraddampfer über den Mississippi anzutreten. Hier bekommt Ihr Infos zu wichtigen Gebäuden und könnt währenddessen einer Jazz-Band beim Spielen zuhören. Habt Ihr einen längeren Aufenthalt in New Orleans geplant, könnt Ihr auch einen Tagesausflug zu einer der Plantagen rund um die Stadt machen. Besonders eindrucksvoll ist hier beispielsweise die Oak Alley Plantage, die Ihr nach etwa einer Stunde Fahrt in der Gemeinde Vacherie erreicht.

Mit meinen Tipps habt Ihr Lust bekommen, gleich zu Eurem nächsten Kurztrip aufzubrechen? Durchstöbert doch einfach mal meine Schnäppchen und sucht Euch ein passendes Angebot für Eure nächste Städtereise aus. Zusätzlich empfehle ich Euch, Euch für meinen WhatsApp Deal Alarm oder Newsletter anzumelden, um kein Angebot mehr zu verpassen.