Der Frühling ist endlich da und das Osterfest steht vor der Tür, entdeckt hier spannende Fakten über das Fest und Ostern in Zahlen. Ostern ist das älteste und wichtigste religiöse Fest der Christen und wird jedes Jahr nach der heiligen Woche, um den Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag gefeiert. Na, wisst Ihr denn auch was wir an Ostern feiern oder kennt Ihr nur das nervige Tanzverbot am Karfreitag? Richtig, an den Feiertagen um Ostern wird die Wiederauferstehung Jesus Christus gefeiert und formt deshalb den wichtigsten Feiertag des Kirchenjahres.

Osterbräuche sind in ganz Deutschland bekannt, doch in einigen Regionen werden ganz besondere Traditionen gepflegt. Entdeckt 10 Dinge über Ostern, die Ihr so noch nicht kanntet und erfahrt kuriose Traditionen aus unterschiedlichen Ländern.

Ostern in Zahlen

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1.) Das teuerste Osterei ging für 11,3 Millionen Euro über die Ladentheke

Die Tradition an Ostern Eier zu verschenken gibt es schon seit vielen Jahrhunderten, allerdings nicht mit Diamanten besetzte und mit Gold überzogene Ostereier. Der Juwelier Carl Fabergé fertigte  1902 für die Bankiersfamilie Rothschild ein rosafarbenes Osterei an. Ein mit Diamanten besetzter Hahn ragt stündlich aus dem Ei, schlägt mit den Flügeln, neigt den Kopf und kräht. Das Osterei ist 11 cm klein und wiegt rund 3600 Gramm. Außerdem befindet sich außen eine Uhr auf dem Osterei. Am 28. November 2007 erzielte es bei einer Barnebys Versteigerung einen stolzen Verkaufspreis von 11,3 Millionen €.

2.) Javanesische Zwerghühner legen blaue Eier

Wer ein Javanesisches Zwerghuhn in seinem Garten stehen hat, der kommt um das Eier Färben herum, denn diese Hühnerart legt blaue Eier. Das Ei ist nicht nur oberflächig türkis-blau gefärbt, sondern auch die ganze Kalkschale und die Innenseite. Diese Eigenschaft wird durch einen „Gendefekt“ hervorgerufen, die Schalenfärbung ist angeblich ein Abbauprodukt des Blutkreislaufs.

3.) Das größte dekorierte Osterei ist 14,79 Meter hoch

Ostern in Zahlen

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Im  Freeport Outlet in Alochete, Portugal stand 2008 das größte dekorierte Osterei. Es war 14,79 Meter hoch mit einem Durchmesser von 8,4 Metern. Die größte Ostereiersuche fand am 1. April 2007 in Florida, USA statt. Hier suchten 9.753 Kinder insgesamt über eine halbe Millionen Ostereier, genau waren es 501.000 Stück. Da, wie wir alle wissen, der Osterhase die Geschenke bringt bzw. die Eier versteckt, darf auch er nicht ohne Rekord nach Hause gehen. Die längsten Ohren eines Kaninchen in Kalifornien messen unglaubliche 79 cm Spannweite. Das englische Widderkaninchen namens Nipper’s Geronimo steht mit diesen Riesenohren im Guinnes Buch der Rekorde.

4.) Die Ohren einer Henne verraten welche Farbe Ihre Eier haben

Hühner legen in der Regel weiße und braune Eier, welche Farbe das Ei hat ist nicht etwa abhängig von der Nahrung oder der Farbe der Hennen sondern der Rasse bzw. der Gene. Eine Drüse im Legedarms des Huhns bildet rote oder gelbe Farbpigmente, die das Ei braun färben. Hühner, die weiße Eier legen, bilden diese Farbpigmente nicht. Wenn Ihr Euch die Ohren eines Huhns anschaut, bzw. die Hautlappen unter dem Ohr könnt Ihr herausfinden, welche Eier die Henne legt. Hat ein Huhn weiße Ohrscheiben, dann legt es fast immer weiße Eier. Sind die Ohrscheiben rot oder rosa, werden die Eier mit größter Wahrscheinlichkeit braun.

5.) 2016 wurden 200 Millionen Schokoladenosterhasen in Deutschland produziert

In Deutschland kehren mit der Osterzeit auch der Schokohase und die Schokoladeneier in die Verkaufsregale der Supermärkte ein. Eine Umfrage des Statistik-Portals Statista ergab, dass 62 % der Deutschen an Ostern Süßigkeiten verschenken, 45 % verschenken an Ihre Liebsten Plüschtiere, Kosmetika, Spielzeuge oder auch Bücher. Geld (das meiste mit Sicherheit von Omi) gibt es nur bei 10 % der Deutschen zu Ostern. Außerdem haben 42 % der Deutschen als Kind an den Osterhasen geglaubt und sogar 15 % der Befragten haben versteckte Ostergeschenke erst im darauf folgenden Jahr wiedergefunden.

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6.) In Bulgarien werden Eier auf Kirchmauern und Verwandte geworfen

In jedem Land werden zu Ostern andere Bräuche praktiziert und seit Jahrhunderten in gläubigen Familien aufrecht gehalten. In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern an Kirchmauern zerplatzt und auf die Liebsten geworfen.

7.) Frische Eier bleiben in kaltem Wasser am Boden liegen

Wie oft standet Ihr bereits vor dem geöffneten Kühlschrank, habt die Eier im Eierfach gemustert und Euch gefragt wie lange liegen die hier eigentlich schon und kann ich die überhaupt noch essen? Ihr findet weder Legedatum noch Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Eiern bzw. der Verpackung. Kein Problem, hier kommt der ultimative Hack. Wenn Ihr testen möchtet, ob Euer rohes Ei noch frisch ist, legt Ihr es ganz einfach in eine Schale mit kaltem Wasser und beobachtet was passiert. Frische Eier bleiben am Boden liegen (nur kleine Luftblasen enthalten), 14 Tage alte schweben senkrecht im Wasser und oben schwimmende Eier die aus dem Wasser ragen sind reif für den Mülleimer.

8.) Die Queen verteilt an Ostern Geld

Nach einer Gründonnerstags-Tradition verteilt das Oberhaupt Englands Queen Elisabeth Geldgeschenke an alte Menschen. Bei einer Messe am sogenannten Maundy Thursday verteilt die Queen das „Maundy money“ (Münzen) an Rentner, der Betrag richtet sich dabei nach dem aktuellen Alter der Königin. Bei den Rentner selbst handelt es sich um Personen, die sich besonders für die Gemeinde eingesetzt haben.

9.) In der Schweiz versteckt der Kuckuck die Eier

Ja richtig gehört, in der Schweiz bringt nicht der Osterhase die bunten Eier, sondern der Kuckuck. Je nach Region bringen auch andere Tiere, wie der Fuchs, der Ostervogel oder auch der Storch die Eier. In Frankreich zum Beispiel bringt die Kirchturmglocke die Ostereier. Zum ersten Mal wurde der Osterhase schriftlich 1682 vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau erwähnt. Heute ist der Osterhase das bekannteste Symbol der Osterzeit und ist ziemlich süß. In Schweden dagegen bringt das süße Osterküken die Ostereier.

10.) Im Schwarzwald werden an Ostern Pilze verbrannt

In St. Peter im Schwarzwald, wie auch im bayrischen Benediktbeuren, wird der Brauch des Osterfeuers gepflegt. Bereits lange vor Ostern sammeln Kinder Baumschwämme (Pilzart die direkt an Baumstämmen wächst) und ziehen diese zum Trocknen auf große Drähte. Nach dem Gottesdienst am Ostersonntag werden vor der Kirche die Pilze im Osterfeuer angezündet. Der Rauch der Baumschwämme soll laut der Tradition Unglück vom Haus fernhalten.

Zum Schluss habe ich für Euch noch ultimative Tipps für das perfekte Osterversteck: Briefkasten, Plastiktüte im Teich, im Eierfach (Kühlschrank), Blumentopf, Spülmaschine, Brotdose, Bettkasten oder auf einem Autoreifen.

Euch hast das Ostern-Fieber gepackt, nichts wie ab zu unseren Reise-Schnäppchen über die Osterzeit. Am Strand nach Eiern suchen macht doch viel mehr Spaß!