Kanada ist ein echtes Paradies für alle Aktivurlauber und Outdoor-Fans. Der landschaftliche Reichtum des Landes erstreckt sich von Nationalparks mit Gletschern, Bergseen und üppigen Wäldern bis hin zu dicht bebauten Großstädten wie Toronto, Montreal oder Vancouver. Wer mehrere Wochen Zeit hat und die Schönheit des Landes in ihrem vollen Ausmaß erkunden möchte, sollte sich einen Mietwagen oder Camper leihen und die Vielfalt Kanadas im Rahmen eines Roadtrips erkunden. Ihr seid noch auf der Suche nach der richtigen Route oder möchtet wissen, welche Städte, Sehenswürdigkeiten und Nationalparks Ihr auf keinen Fall verpassen solltet? In Vorbereitung auf Eure Reise habe ich Euch in diesem Artikel die besten Tipps für Eure Rundreise durch Kanada zusammengestellt.

Kanada Rundreise Wohnmobil

©Yaya Ernst/Shutterstock.com

Rundreise durch Kanada



Tipps für Eure Rundreise

Zur Vorbereitung auf eine Rundreise durch Kanada gehört wie immer auch eine entsprechende Planung. So gibt es einige Faktoren, über die Ihr Euch im Voraus Gedanken machen solltet. Dazu gehört nicht nur die Art der Fortbewegung, sondern auch die Dauer der Reise und die passende Routenplanung für Euren Roadtrip. Um Euch bei der Planung zu unterstützen, habe ich Euch die wichtigsten Tipps für Eure Rundreise durch Kanada zusammengestellt.

Fortbewegung

Bevor Ihr Euch auf den Weg macht, solltet Ihr Euch überlegen, wie Ihr Euch auf Eurer Route fortbewegen möchtet. Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, die Weiten Kanadas zu entdecken. Wenn Ihr Euch einen Mietwagen, einen Camper oder ein Wohnmobil leiht, steht der Erkundung Kanadas nichts mehr im Wege. In der Regel könnt Ihr Euer Leihauto oder Euer Wohnmobil an verschiedenen Stationen abholen und an anderen Orten des Landes wieder abgeben. Wenn Ihr ein Mietauto für Eure Reise leihen möchtet, könnt Ihr zum Beispiel auf billiger-mitwagen.de die günstigsten Preise vergleichen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Rundreise mit dem Bus. Bei dieser Variante habt Ihr den Vorteil, dass Ihr Euch die stressige Zeit hinter dem Lenkrad erspart und stattdessen in vollen Zügen die Landschaft genießen könnt. Allerdings besteht bei dieser Variante der Nachteil, dass Ihr Eure Zeit nicht flexibel einteilen könnt und auch keine spontanen Abweichungen von der Route möglich sind. Je nachdem, ob Ihr Euch für Camper, Bus oder Mietwagen entscheidet, kann die Wahl des Fortbewegungsmittels also über die Art und Weise Eures Urlaubs entscheiden.

Reisedauer

Wer eine Rundreise plant, stellt sich auch immer die Frage, wie viel Zeit für einen Roadtrip benötigt wird. Ich gebe Euch den Tipp, etwa drei Wochen für Eure Rundreise einzuplanen. So habt Ihr ausreichend Zeit, die verschiedenen Gegenden zu erkunden und könnt auf Eurer Reise mehrere Stopps einlegen. Außerdem solltet Ihr immer genug Puffer einplanen, um bei Bedarf länger an einem Ort zu bleiben, als Ihr Euch ursprünglich vorgenommen habt. Natürlich ist eine Rundreise durch Kanada auch in weniger Zeit möglich, zwei Wochen solltet Ihr aber mindestens einberechnen.

Route

Nachdem Ihr Euch zwischen einer Rundreise mit dem Camper, Mietwagen oder Bus entschieden und Euch eine Reisedauer überlegt habt, steht die Wahl der richtigen Route an. Da sich Kanada auf einer Fläche von mehr als neun Millionen Quadratmetern erstreckt, solltet Ihr Euch unbedingt Gedanken machen, welche Regionen des Landes Ihr auf Eurer Rundreise erkunden wollt. Überlegt Euch dazu am besten vorab eine Route, die Ihr abfahren möchtet. Welche Stopps Ihr auf Eurer Rundreise einlegt, ist Euch natürlich selbst überlassen, ich empfehle Euch aber, vorab zu planen, welche Küste Ihr abfahren wollt und ob Ihr Euch beispielsweise lieber im Osten oder Westen aufhalten möchtet.

Kanada Quebec Kanu

©Benedikt Juerges/Shutterstock.com

Rundreise im Westen

Wenn Ihr eine Rundreise im Westen machen möchtet, solltet Ihr Euch die schönen Nationalparks wie beispielsweise den Banff Nationalpark oder den Jasper Nationalpark nicht entgehen lassen. Sehenswert im Westen des Landes ist außerdem die Großstadt Vancouver, aber auch für die landschaftlich vielfältige Insel Vancouver Island solltet Ihr ausreichend Zeit einplanen. Welche Stationen Ihr auf Eurer Rundreise durch den Westen Kanadas nicht verpassen solltet, habe ich Euch im Folgenden aufgelistet. Natürlich bleibt Euch selbst überlassen, wieviel Zeit Ihr für die jeweiligen Stopps einplant oder ob Ihr zwischendurch noch Stopps auf Eurem Weg einlegt.

1. Stopp Vancouver

Eure Rundreise durch den Westen der Insel beginnt Ihr am besten in Vancouver. Wenn Ihr in Deutschland startet, könnt Ihr ab München und Frankfurt direkt nach Vancouver fliegen. Dank der abwechslungsreichen Natur in und um die Stadt, ist die kanadische Großstadt ein echtes Erlebnis. Um alle Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die schönsten Strände wie beispielsweise den Jericho Beach zu erkunden oder in den zahlreichen Parkanlagen spazieren zu gehen, solltet Ihr auf jeden Fall mehrere Tage in Vancouver einplanen. Wenn Ihr alle Ecken der Stadt erkundet habt, leiht Ihr Euch dort einen Mietwagen und macht Euch auf den Weg auf Eure Rundreise.

2. Stopp Vancouver Island

Von Vancouver empfehle ich Euch einen Abstecher auf Vancouver Island. Diese Insel liegt in direkter Nähe zum kanadischen Festland und kann gut mit der Autofähre erreicht werden. Vancouver Island ist ein Abbild der landschaftlichen Vielfalt Kanadas und Outdoor-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Zu den beliebtesten Zielen der Insel gehört der Pacific Rim Nationalpark, der sich an der Westküste der Insel befindet. Wer gerne wandert, sollte die schönen Wanderwege des Nationalparks ausprobieren. Da es auf Vancouver Island einiges zu sehen gibt, solltet Ihr Euch vorab unbedingt über die schönsten Sehenswürdigkeiten informieren. Wenn Ihr beispielsweise den berühmten West Coast Trail entlang wandern möchtet, müsst Ihr allein dafür schon etwa eine Woche einplanen.

3. Stopp Banff Nationalpark

Von Vancouver Island geht es weiter in den Banff Nationalpark. Da Ihr für diese Strecke etwa acht Stunden benötigt, könnt Ihr auf dem Weg wahlweise noch den ein oder anderen Zwischenstopp einlegen. So befinden sich beispielsweise der Mount Revelstoke Nationalpark oder der Glacier Nationalpark unmittelbar auf der Strecke zwischen Vancouver Island und dem Banff Nationalpark. Im Nationalpark angekommen erwarten Euch eine artenreiche Flora und Fauna sowie atemberaubende Naturphänomene wie beispielsweise die Schlucht Johnston Canyon.

4. Stopp Calgary

Nachdem Ihr den Banff Nationalpark ausreichend erkundet habt, geht es weiter nach Calgary. Die viertgrößte Stadt Kanadas hat vor allem im Sommer einiges zu bieten. Zu den berühmtesten Festivals der Stadt gehört die Rodeoveranstaltung Calgary Stampede, die jedes Jahr im Juli stattfindet. Das Stadtbild ist geprägt von modernen Wolkenkratzern, gepaart mit traditionellen Westernbars. Wer gerne in großen Einkaufszentren shoppt, ist im The Core Shopping Centre richtig, in dem Ihr etwa 160 Läden und Restaurants findet.

5. Stopp Jasper Nationalpark

Vom Trubel der Großstadt geht es zurück in die vielfältige Natur Kanadas. Der Jasper Nationalpark gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist gleichzeitig der größte Nationalpark der Rocky Mountains. Von Calgary benötigt Ihr zwischen drei und vier Stunden in den Nationalpark, der an den Banff Nationalpark anschließt. Fahrt mit dem Kanu oder dem Kajak auf dem Maligne Lake oder besucht die heißen Quellen Miette Hot Springs. Vom Jasper Nationalpark geht es zurück nach Vancouver. Für diese Strecke benötigt Ihr etwa acht Stunden. Auch hier könnt Ihr Euch wieder überlegen, ob Ihr den ein oder anderen Zwischenstopp auf der Strecke einlegt. Dafür bietet sich beispielsweise der Wells Gray Park an, in dem Ihr die Wasserfälle Dawson Falls findet.

Kanada Toronto Wasser

©Kiev.Victor/Shutterstock.com

Rundreise im Osten

Auch im Osten des Landes gibt es so einiges zu entdecken. Deshalb ist eine Rundreise im Osten mindestens genauso abwechslungsreich wie im Westen Kanadas. An der Ostküste findet Ihr nicht nur Metropolen wie Toronto oder Montreal, auch die Provinz Québec und zahlreiche Nationalparks solltet Ihr auf Eurer Rundreise nicht verpassen. Auch hier gilt: Mit meiner Beispielroute möchte ich Euch die vielfältigen Möglichkeiten des kanadischen Ostens aufzeigen, welche Stopps Ihr tatsächlich macht und wie viel Zeit Ihr dafür einplant, bleibt Euch aber selbst überlassen.

1. Stopp Toronto

Als Ausgangspunkt für Eure Rundreise durch den Osten Kanadas empfehle ich Euch Toronto. Direktflüge von Deutschland nach Toronto gibt es unter anderem von Frankfurt, Berlin und München. In Toronto angekommen, solltet Ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt wie beispielsweise den 553 Meter hohen CN Tower oder die Hockey Hall of Fame abklappern. Für alle Individualisten ist außerdem der Distillery District ein wichtiger Anlaufpunkt. Hier erwarten Euch jede Menge hippe Cafés, Ateliers und Restaurants. Vintage- und Secondhand-Läden findet Ihr auf dem Kensington Market. Nachdem Ihr Euch vom Flair der Metropole verzaubern lassen habt, könnt Ihr Euch in Toronto einen Mietwagen leihen und zu Eurem zweiten Stopp, den Niagara Fällen, aufbrechen.

2. Stopp Niagara Fälle

Von Toronto bietet sich ein Ausflug zu den weltberühmten Niagara Fällen an. Für die Fahrt benötigt Ihr gerade einmal 1,5 Stunden! Beobachtet das unglaubliche Naturschauspiel und lasst Euch von den Wassermassen verzaubern. Zu den Niagara Fällen kommt Ihr übrigens auch gut mit dem Bus. Wer einen Abstecher an die Niagara Fälle plant, kann also auch einen Tagesausflug machen und anschließend zurück nach Toronto fahren, bevor es von dort weiter geht.

3. Stopp Montreal

Nicht fehlen auf Eurer Route sollte die multikulturelle Großstadt Montreal. Für die Fahrt von Toronto nach Montreal benötigt Ihr in der Regel zwischen fünf und sechs Stunden. Ein Highlight von Montreal ist die Untergrundstadt, in der Ihr im kanadischen Winter den kalten Temperaturen des Landes entgehen könnt. Außerdem empfehle ich Euch einen Besuch der Altstadt Montreals, in der unter anderem die Basilika Notre-Dame de Montréal, eines der größten Wahrzeichen der Stadt, zu finden ist. Wer auf der Suche nach einer Auszeit vom Großstadtleben ist, kann im Botanischen Garten mit über 30 Themengärten eine Auszeit genießen. Aufgrund der vielfältigen Sehenswürdigkeiten und des Facettenreichtums der Stadt solltet Ihr auch in Montreal ausreichend Zeit einplanen.

4. Stopp Ottawa

Von Montreal geht es weiter nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas. Obwohl Ottawa als coole Destination für einen Urlaub häufig außer Acht gelassen wird, ist die kanadische Hauptstadt definitiv einen Besuch wert. Zwar beherrschen hier keine Wolkenkratzer das Stadtbild und mit rund 880.000 Einwohnern ist Ottawa deutlich kleiner als beispielsweise Montreal oder Toronto, trotzdem ist die Stadt auf keinen Fall zu unterschätzen. Dank der Lage an der Grenze zur Provinz Québec dominiert auch hier das multikulturelle Flair der Nachbarprovinz. So ist in Ottawa neben Englisch auch die französische Sprache als offizielle Zweitsprache anerkannt.

5. Stopp Algonquin Provincial Park

Auf dem Rückweg von Ottawa nach Toronto empfehle ich Euch einen Stopp im Algonquin Provincial Park. Zum Abschluss Eurer Rundreise durch den Osten Kanadas bietet dieser Park die perfekte Gelegenheit, die Natur zu genießen. Wenn Ihr einen längern Aufenthalt im Grünen plant, bietet der Algonquin Provincial Park verschiedene Camping-Möglichkeiten. Die Natur erkunden könnt Ihr auf den Wanderwegen oder Kanu-Routen des Parks. Fahrradwege und Mountainbike-Trails laden außerdem zum Auspowern ein. Wenn Ihr die Natur ausreichend genossen habt, geht es für Euch zurück zu Eurem Startpunkt, nach Toronto.

Wie Ihr seht, bietet Kanada unterschiedlichste Möglichkeiten für eine Rundreise. Ob mit dem Camper, einem Leihwagen oder einer Busreise – ein Roadtrip durch Kanada wird garantiert nie langweilig. Wenn Ihr das nordamerikanische Land besuchen möchtet, könnt Ihr in meinen Kanada-Schnäppchen nach den besten Angeboten suchen. Weitere Tipps für Euren Urlaub in Kanada findet Ihr in meinem Übersichtsartikel.