Der größte Staat in Zentralamerika zwischen Honduras und Costa Rica ist noch immer ein Geheimtipp für Individualreisende. Das Land der tausend Vulkane bietet Euch artenreiche Regenwälder, bunte Korallenriffe und nicht zuletzt wunderschöne und einsame Strände, die Euren Urlaub in Nicaragua zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Doch wann ist die beste Reisezeit, um das facettenreiche Land zu entdecken? Eines schon vorab: Das ganze Jahr über könnt Ihr Euch auf tropische Temperaturen freuen, die in zwei Saisons eingeteilt werden: die Trocken- und die Regenzeit. In diesem Artikel zeige ich Euch das Klima und die Unterschiede zwischen der Trocken- und der Regenzeit sowie die beste Reisezeit für das gesamte Land. Außerdem helfe ich Euch bei der Auswahl der Reisezeit, wenn Ihr Aktivitäten wie Surfen oder Tauchen nachgehen wollt oder einen Backpacking Trip durch Nicaragua plant.

Beste Reisezeit Nicaragua

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Beste Reisezeit für Nicaragua



Klima in Nicaragua

Durch die Einflüsse von Atlantik und Pazifik erwartet Euch in Nicaragua ein tropisches und damit feucht-warmes Klima. Die Luftströmungen, die von Osten kommend über das Land ziehen, bringen nicht nur warme und konstante Winde, sondern auch feuchte Luft mit sich. Durch diese konstanten Winde bleiben die Temperaturen in Nicaragua das ganze Jahr über fast gleich. Die Wassertemperaturen liegen zwischen angenehmen 21 und 27 Grad Celsius.

So gleichbleibend die Temperaturen, umso unterschiedlicher sind die Niederschläge in den verschiedenen Regionen und Monaten. In der Trockenzeit von November bis April ist der Niederschlag sehr gering, in der Regenzeit von Mai bis Oktober müsst Ihr jedoch mit Spitzenwerten von 15 Regentagen im Monat rechnen, die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 70 und 88 Prozent.

Klimatabelle

ReisemonatTagestemperatur in °CSonnenstundenRegentage
Januar3191
Februar3290
März3490
April3490
Mai34711
Juni31613
Juli31515
August31615
September31715
Oktober31715
November3185
Dezember3180

Die Tabelle zeigt die Durchschnitts-Jahreswerte von Nicaragua, gemessen in der Hauptstadt Managua am Pazifik. Je nach Region gibt es jedoch kleine Unterschiede, deshalb unterscheide ich hier noch einmal zwischen Pazifik, Karbik und dem Hochland.

  • Pazifik: Die trockene Tropen-Zone am Pazifik zieht die meisten Touristen an und ist eine sehr fruchtbare Region. Hier könnt Ihr mit Höchsttemperaturen zwischen 31 und 34 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen zwischen 21 und 24 Grad Celsius rechnen.
  • Karibik: Das dünn besiedelte Gebiet an der Karibik-Küste mit dichten Regenwäldern wird auch als Tiefland oder Tierra Caliente bezeichnet. Gemeint sind damit Regionen unter 700 Metern Höhe. In dieser Region herrscht vorwiegend sehr feuchtes Klima, die Temperaturen ähneln jedoch denen an der Pazifik-Küste.
  • Hochland: Je höher Ihr in Nicaragua reist, umso kälter werden die Temperaturen. Das Hochland Nicaraguas liegt zwischen 750 und 1.600 Metern Höhe und die Temperaturen erreichen maximal 27 Grad Celsius. Mit 15 Grad Celsius Tiefsttemperatur kann es hier sogar frisch werden.

Trockenzeit

Die Trockenzeit in Nicaragua geht von November bis April, in einigen dieser Monate fällt sogar gar kein Niederschlag. Vor allem im März und im April kann es in den Küstenregionen so heiß werden, dass ein Aufenthalt unter freiem Himmel nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich werden kann! Deshalb solltet Ihr auf jeden Fall die pralle Mittagssonne meiden. Die Durchschnittstemperatur in der Trockenzeit liegt bei 32 Grad Celsius.

Regenzeit

In der Regenzeit von Mai bis Oktober müsst Ihr mit viel Niederschlag rechnen. Die großen Regenschauer sind jedoch berechenbar und finden meist erst nachmittags statt. So habt Ihr morgens noch genug Zeit, Eure Umgebung zu entdecken. Die Temperaturen während der Regenzeit sind immer noch angenehm warm und liegen bei etwa 24 Grad Celsius. Ein großer Vorteil während der Regenzeit für Euch ist, dass Ihr bares Geld sparen könnt. Beachtet jedoch, dass vor allem von Juli bis Oktober eine besonders hohe Hurrikan-Gefahr besteht!

Beste Reisezeit

ReisemonatJanuarFebruarMärzAprilMaiJuni
Reisezeitbeste Reisezeitbeste Reisezeitbeste Reisezeitbeste Reisezeitgute ReisezeitRegenzeit

 

ReisemonatJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
ReisezeitRegenzeitRegenzeitRegenzeitRegenzeitbeste Reisezeitbeste Reisezeit

Grundsätzlich liegt die beste Reisezeit Nicaraguas in den Monaten von November bis April und damit in der Trockenzeit. Wenn Ihr ganz bestimmten Aktivitäten nachgehen wollt, gibt es jedoch jeweils unterschiedliche Monate, in denen sich eine Reise in das größte Land Zentralamerikas am meisten lohnt.

Beste Reisezeit zum Surfen

Dass Nicaragua ein echtes Surferparadies ist, ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Aufgrund des konstanten Windes herrschen hier ganzjährig gute Bedingungen zum Surfen. Die beste Reisezeit zum Surfen in Nicaragua liegt zwischen März und September. Wenn Ihr im Norden des Landes unterwegs seid, lohnt sich auch ein Surfurlaub von Oktober bis Dezember. Von Anfänger bis Profi kommt zu dieser Reisezeit wirklich jeder auf seine Kosten. Von Januar bis März kann es unter Umständen etwas zu windig für einen Surfurlaub in Nicaragua sein.

Beste Reisezeit zum Tauchen

Vor allem die Karibikküste in Nicaragua ist bei Tauchern sehr beliebt. Besonders zu empfehlen sind die Corn Islands, die auch den Beinamen „das beste Geheimnis der Karibik“ tragen. Der September – also mitten in der Regenzeit – gilt als bester Reisemonat zum Tauchen in Nicaragua, da zu der Zeit fast keine Wellen über das Meer gleiten, die den Grund aufwirbeln.

Beste Reisezeit für Backpacking

In der Trockenzeit, im Speziellen von Dezember bis Februar kommen die meisten Backpacker in das Land. Natürlich sind die Temperaturen und das Klima je nach Region etwas unterschiedlich, aber von März bis April kann es vor allem in den Küstenregionen sehr heiß werden. Wer tatsächlich viel von Nicaragua sehen möchte, sollte also diese Monate oder zumindest die Mittagssonne meiden!