Ihr möchtet Polarlichter sehen? Dann solltet Ihr Euch hier über die beste Reisezeit für Island informieren und die ideale Jahreszeit abpassen. Kaum woanders auf der Welt könnt Ihr unberührte Natur so nah, intensiv und individuell erleben wie auf der Insel Island. Sie ist die größte Vulkaninsel der Welt und beherbergt atemberaubende Küstenregionen, Nationalparks und heiße Thermalquellen. Ich zeige Euch die beste Reisezeit für Island und bringe Euch zu den bunt leuchtenden Polarlichtern.

Beste Reisezeit für Island

Foto: ©CoolKengzz/Shutterstock.com

Allgemeines zum Klima

Island gilt als eines der schönsten Länder Europas und punktet mit atemberaubender Landschaft, grünen Bergen, meterhohen Wasserfällen und einer einzigartigen Tiervielfalt. Trotz der Nähe zum Polarkreis herrscht aufgrund des warmen Golfstroms mildes und ozeanisches Klima auf Island. Das 103.000 Quadratkilometer große Land liegt direkt auf einem vulkanischen „Hot Spot“ und ist somit reich an geothermischen Aktivitäten wie heißen Quellen, Geysiren, Vulkanen und Schlammlandschaften. Das Besondere an der geografischen Lage ist, dass das Land auf zwei aufeinander treffenden tektonischen Platten liegt – die eurasische und die nordamerikanische Platte. Diese besondere Lage führt zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen, die jedoch selten, schwach und ungefährlich für Besucher sind.

Die Temperaturen auf Island sind das ganze Jahr über mild. Der konstante Wind auf der Insel lässt einen die tatsächlichen Temperaturen allerdings etwas kühler empfinden, als sie in Wirklichkeit sind. Generell kann festgehalten werden, dass es an den Küsten Islands wärmer als im Hinterland ist. Im Süden der Insel findet Ihr ein wärmeres Klima vor, dafür sorgt der Golfstrom. Außerdem regnet es im Süden Islands häufiger als im Norden. Der Nordosten Islands ist dagegen trocken aber auch kühler.

Oftmals verändert sich das Wetter auf Island von einem Moment auf den anderen schlagartig. Die plötzlichen Wetterveränderungen sind auf das Zusammentreffen des Karibik– und des Atlantikwindes zurückzuführen, wobei warme Luft auf kalte Luft trifft.

Island ist ein Paradies für Aktivurlauber und Naturfans, die es lieben, an der frischen Luft auf Entdeckungstour zu gehen. Hochsaison herrscht auf Island von Juli bis August. Zu dieser Zeit besuchen die meisten Touristen die Insel und die Sehenswürdigkeiten sind hoch frequentiert.

Jahreszeiten Island

Auf Island gibt es vier Jahreszeiten, die durch die häufigen Wetterschwankungen oftmals schwer zu unterscheiden sind. Dennoch variieren die Temperaturen und die vorherrschenden Wetterbedingungen von Jahreszeit zu Jahreszeit. Entdeckt in den folgenden Abschnitten die beste Reisezeit für Island, eingeteilt in die vier Jahreszeiten:

Frühling

Während der Frühlingsmonate auf Island kann es durchaus vorkommen, dass es schneit – meist in den Bergregionen und im Hochland. Sowohl um und in Reykjavík als auch an der Küste kehren wärmere Temperaturen ein und die Pflanzenwelt beginnt zu blühen. Besonders für Ornithologen (Vogelbeobachter) ist der Frühling die beste Reisezeit für Island, denn in dieser Zeit kehren die Zugvögel zurück auf die Insel.

Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Frühling zwischen null und zehn Grad und sind unvorhersehbar von Schnee, Regen oder warmem Sonnenschein bestimmt. Im Süden kommt es verstärkt zu Regen, der Norden ist dagegen trockener aber auch kälter. Im Vergleich zu den Küstenregionen kann es in den Bergregionen Islands bis zu zehn Grad kälter werden als im restlichen Teil des Landes. Der Frühling zählt definitiv zur besten Reisezeit für Island, da Ihr der Natur beim Erwachen aus ihrem Winterschlaf zusehen könnt und mit etwas Glück warme Sonnenstrahlen abbekommt.

Island Glacier

©ZinaidaSopina/Shutterstock.com

Sommer

Die beliebteste Reisezeit für Island sind die Sommermonate. Bereits ab Mai bis September herrscht Hochsaison auf der Insel, die Tage sind lang und am Horizont zeigen sich bunte Farbenspiele. An manchen Tagen im Sommer ist es nur für vier bis fünf Stunden Nacht und wird meist nicht richtig dunkel. Die Temperaturen liegen in den Sommermonaten bei rund 15 Grad und die Regentage nehmen ab. Die Monate Juli und August eigenen sich besonders gut für Ausflüge, Wanderungen und Touren an der frischen Luft. Zur Auswahl stehen Bergwanderungen, Gletscher-Besichtigungen, Vulkan-Touren oder Ausflüge zu den zahlreichen Wasserfällen.

Herbst

Die Herbstzeit auf Island ist geprägt von starkem Wind, verstärkten Regentagen und abfallenden Temperaturen. Anfang bis Mitte September ist das Wetter auf Island noch angenehm mild, ab Ende September fallen die Temperaturen und pendeln sich bei null bis zehn Grad ein. Es kommt ab Oktober zu starkem Regenfall, vielen Wolken und kühlen Temperaturen.

Diese Reisezeit ist die ruhigste auf der Insel und deshalb besonders attraktiv bezüglich der Preise für Unterkünfte und Flüge nach Island. Solltet Ihr im Herbst nach Island reisen, müsst Ihr unbedingt an regenfeste und warme Kleidung und festes warmes Schuhwerk denken.

Winter

Für Schneehasen ist der Winter, besonders im Hochland, die beste Reisezeit für Island. Wer im Winter auf die Insel kommt, trifft auf Minusgrade, Schnee und stürmische Tage. Die Sonne zeigt sich oft weniger als eine Stunde am Tag, Wasserfälle frieren zu und die Bergregionen sind für Besucher gesperrt. Im Dezember sind die Tage am kürzesten und es wird ungemütlich kalt in Island. Im Winter liegen die Temperaturen an der südlichen Küstenregion bei rund null bis drei Grad.

Die Durchschnittstemperaturen im Winter liegen in den Städten nur knapp unter der Gefriergrenze, dennoch muss vor allem im Zentrum und im Norden mit viel Schneefall gerechnet werden. Im Hochland zeigen die Thermometer bis zu minus 20 Grad an. Der isländische Winter ist vor allem für die Nordlichter und die natürlichen Eishöhlen bekannt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Island Paar Icebergs

©CoolKengzz/Shutterstock.com

Island Reisezeit Polarlichter

Manche Attraktionen auf Island sind nur in den Wintermonaten sichtbar. Wenn Ihr die atemberaubenden Polarlichter sehen oder eine unvergessliche Tour durch eine Eishöhle unternehmen möchtet, müsst Ihr im Winter nach Island reisen. Die wohl berühmteste Attraktion in Island sind die Polarlichter, auch Aurora Borealis oder Nordlichter genannt. Diese einzigartig funkelnden grünen, gelben, violetten und roten Lichter sind das Highlight einer Island Reise. Damit Ihr dieses atemberaubende Naturschauspiel live erleben könnt, solltet Ihr die beste Reisezeit für Nord- und Polarlichter in Island abpassen und Euch über ausgewählte Plätze und Regionen erkundigen. Doch wann ist die beste Reisezeit, um die spektakulären Nordlichter in Island zu bestaunen?

Generell sind die Lichter in Island von Mitte September bis Ende März, Anfang April zu sehen, wenn die Nächte dunkel und lang sind. Eigentlich sind die Polarlichter das ganze Jahr über aktiv, doch man kann sie nur in der Dunkelheit und bei klarem Himmel wahrnehmen. Am häufigsten sind die Lichter in den Monaten September und Oktober und im Februar und März zu sehen. Außerdem gilt die Zeitspanne von 20 bis 04 Uhr in der Früh als beste Zeit, Polarlichter zu sehen.

Da Island knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises liegt, ist die Aussicht auf der ganzen Insel ideal, um die Lichter zu sichten. Im Norden und im äußersten Westen sind die Nächte länger und somit die Chancen höher, Polarlichter zu erspähen. Und wo sind die Polarlichter am schönsten? Die berühmteste Stelle Islands, um Polarlichter zu beobachten ist am Vatnajökull, Europas größtem Gletscher. Tipp: Checkt die Polarlichter-Vorhersage über die Homepage der isländischen Wetterstation Icelandic Met Office.

Beste Reisezeit für Island

Foto: ©solarseven/Shutterstock.com

Nun seid Ihr dran, in Island Aktivitäten wie Gletscherwanderungen, Walbeobachtungen, Schneemobil-Touren, Eishöhlen-Touren, Wetsuit-Schnorcheln oder Nordlichterjagen auszuprobieren und einmalige Erfahrungen zu sammeln! Hier geht es zu meinen Island-Schnäppchen, die Euch zur grünsten Insel Europas bringen. Eine monatliche Übersicht über die besten Reiseziele für die Monate Januar bis Dezember findet Ihr in meinem Reisekalender.