In meinen Havanna Tipps nehme ich Euch mit in die bunte Welt der kubanischen Hauptstadt und zeige Euch die schönsten Sehenswürdigkeiten und besten Restaurants. Christoph Kolumbus schrieb „Die schönste Insel, die Menschenaugen jemals erblickten“ in sein Tagebuch, als er am 27. Oktober 1492 die Insel Kuba entdeckte. Mit 2,1 Millionen Einwohnern ist Havanna nicht nur die größte Stadt der Karibik, sondern auch eine der schönsten!

Kuba Havanna Oldtimers

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Die Hauptstadt Kubas ist eine Weltstadt voller Gegensätze – auf der einen Seite zerfallende Altbauten aus den 50er Jahren und auf der anderen Seite moderne Villen und Wirtschaftsviertel. Mit den historischen Kolonialbauten, den farbenfrohen Stadtvierteln, einer faszinierenden Geschichte und den atemberaubenden Stränden gilt Kuba als beliebtes Fernreiseziel und punktet mit einzigartigem kubanischem Flair und natürlich den typischen Oldtimern. Ich nehme Euch in meinen Havanna Tipps mit auf eine Tour zu den Highlights der Stadt.

Havanna Tipps im Überblick

Flughafen

Wenn Ihr direkt aus Deutschland nach Havanna fliegen möchtet, landet Ihr auf dem internationalen Flughafen Aeropuerto Internacional José Marti. Ab Deutschland stehen Euch Direktflüge ab Düsseldorf, Nürnberg, München und Frankfurt zur Verfügung. Wenn Euch ein Zwischenstopp nichts ausmacht, könnt Ihr aber auch ab verschiedenen anderen deutschen Abflughäfen starten. Günstige Flüge von Deutschland nach Havanna findet Ihr zum Beispiel auf Skyscanner. Der Flughafen in Havanna ist Ausgangspunkt für zahlreiche Inlandsflüge wie beispielsweise nach Baracoa oder Holguìn. Zu den Fluggesellschaften, die hier agieren, gehören Condor, Air France und Edelweiss Air.

Transfer

Der Flughafen, der übrigens nach dem Nationalhelden José Martí benannt wurde, liegt etwa 20 Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt. Den Stadtkern erreicht Ihr am besten mit dem Taxi, das etwa 30 Pesos, also umgerechnet etwa 27 Euro, kostet. Wenn Ihr mit dem Viazul Bus in eine umliegende Stadt fahren möchtet, müsst Ihr Euch ebenfalls erst mit dem Taxi zur nächsten Haltestelle, dem Busbahnhof Havannas, fahren lassen.

Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Kubas hat das größte koloniale Stadtzentrum in Lateinamerika und begeistert mit tollen Attraktionen. Entdeckt nun in meinen Havanna Tipps die tollsten Sehenswürdigkeiten und absoluten Must Sees der Stadt.

La Habana Vieja – die Altstadt Havannas

Wenn Ihr durch die Altstadt in Havanna schlendert, fühlt Ihr Euch wie in den 50er Jahren. Die Habana Vieja (spanisch für Alt-Havanna) zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und zeigt, wie facettenreich die Metropole Havanna ist. Seit der kubanischen Revolution sind viele der schönen Gebäude dem Verfall geweiht, doch einige von ihnen werden rekonstruiert und restauriert. Besucht unbedingt eine der schönsten und beliebtesten Straßen der Altstadt, die Calle Obispo. Sie ist die erste asphaltierte Hauptstraße Havannas und lockt mit kleinen Shops, Cafés und Bars. Auf Eurer Sightseeing-Tour durch die Altstadt könnt Ihr außerdem vorbei am Hotel Ambos Mundos – dem Lieblingshotel Hemingways – schlendern und auch einen Abstecher an die Bank Nacional de Cuba machen. Versucht die kleinen Gassen und Nebenstraßen der Altstadt zu Fuß zu entdecken, um Havanna von einer sehr authentischen Seite zu erleben. Ein besonderes Highlight sind die alten Apotheken „Taqueche“ und „Johnson“ und vor allem die wunderschönen Streetart-Kunstwerke in der Altstadt!

Kuba Havanna Altstadt

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Malecon

Die sieben Kilometer lange Uferpromenade Malecon ist Treffpunkt für Jung und Alt. Die Straße reicht von der Altstadt bis zum Rio Almendares und verbindet die Stadtteile Habana Vieja, Centro Habana, Vedado und Miramar. Der schönste Teil der Malecon befindet sich am Castillo de la Punta. Hier treffen sich verliebte Paare, Musiker und Künstler. Auch schön zum Schlendern und Verweilen ist der Plaza de Armas. Hier gibt es alte Bücher in vielen kleinen Geschäften. Entdeckt auf dem Platz Literatur zur Geschichte Kubas und tolle Postkarten. Nach einer kleinen Pause könnt Ihr von dort aus das nahegelegene Stadtmuseum und das Nationale Bücherinstitut Palacio del Segundo Cabo besuchen.

Kuba Havanna Malecon Uferpromenade

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Die bunten Oldtimer – das Wahrzeichen Havannas

Entdeckt hier weitere Havanna Tipps! Typisch für Kuba, insbesondere für die Hauptstadt Havanna, sind die knalligen Oldtimer. Keine andere Stadt ist so bekannt für ihre alten Autos wie die charismatische Metropole. Auf jedem Bild wird mit den Oldtimern aus den 40er und 50er Jahren geworben, die Euch auf eine Art Zeitreise mitnehmen. Durch den Kommunismus im Land war es nicht möglich, neue Autos zu importieren oder gar Ersatzteile zu erhalten. So wurden die „alten“ Autos gepflegt und liebevoll mit vorhandenen „Dingen“ repariert und restauriert. Heute sind die Kubaner sehr stolz auf ihre Oldtimer und bieten Touristen Touren in ihren polierten Autos an. Ihr könnt entweder mit dem Oldtimer per Taxi durch die Stadt fahren oder eine richtige Sightseeingtour mit Fahrer buchen.

Viele Fahrten gehen am Viertel Vedado, an der Plaza de la Revolucion und am Botschaftsviertel mit seinen wunderschönen Kolonialvillen vorbei. Einige Touren führen auch durch Cerro, einem für Havanna typischen Wohnviertel. Oftmals erklärt Euch der Fahrer auf Englisch, was Ihr seht und nimmt Euch mit auf eine Reise durch Havanna. Vom historischen Hafen in der Altstadt aus kostet eine Stunde umgerechnet knapp 50 Euro, am Capitol nur etwas mehr als die Hälfte.

Eine tolle Alternative zu den Oldtimern sind die Coco Taxis, die aussehen wie eine halbe Eierschale auf Rädern. Mit diesen Taxen könnt Ihr für wenig Geld  zu fast allen Adressen der Stadt gelangen.

Kuba Havanna Oldtimer

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Catedral San Cristóbal

Zu Eurem Besuch in Havanna gehört auch unbedingt ein Besuch des wichtigsten Gotteshauses der Stadt. Die Kathedrale befindet sich zentral in der Altstadt auf dem Plaza de la Catedral und wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Die Catedral de la Virgen Maria de la Concepción Immaculada, wie das Gotteshaus eigentlich geweiht wurde, bildet zusammen mit dem Plaza de la Catedral einen wichtigen Teil Havannas.

Kuba Havanna Kathedrale

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Museo de la Revolución

Im Revolutionsmuseum könnt Ihr in Havanna nicht nur echte Einschusslöcher im Marmor entdecken, sondern auch auf die Spuren des ehemaligen Präsidentenpalasts gehen, denn aus dem Präsidentensitz wurde einst der ehemalige Dikator Batista von dem Revolutionär Fidel Castro vertrieben. Heute dient der Palast als Museum und stellt ein Zeugnis des Kampfes während der Revolution dar. Das Museum zeigt die Geschichte der kubanischen Revolutionäre und beeindruckt mit einer großen Kuppel und einem gigantischen Spiegelsaal, ähnlich wie im Schloss Versaille.

Ein weiteres tolles Museum ist das Museo del Ron Havana Club. Das Museum zeigt alles Wissenswerte über den legendären Rum Kubas und beinhaltet natürlich die Verkostung der verschiedenen Jahrgänge. Wer im Museum nicht genug abbekommen hat, der kann in der Bar Dos Hermanos (Zwei Brüder) weiterschlürfen.

Kuba Havanna Revolutionsmuseum

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Festung San Salvador de la Punta

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Festungsanlage San Salvador de la Punta. Das historische Gebäude befindet sich am westlichen Ufer der Hafeneinfahrt und wurde zum Schutz vor Angreifern erbaut. Durch eine Kette, die San Salvador de la Punta mit dem gegenüberliegenden Castillo de los Tres Reyes del Morro verband, wurden ungewollte Eindringlinge von der Einfahrt abgehalten. Die einstige Verteidigungsanlage ist heute ein Museum und dient als Veranstaltungsstätte. Übrigens wird vor dem gegenüberliegenden Castillo de los Tres Reyes del Morro jeden Abend um 21 Uhr ein Schuss abgefeuert, der daran erinnert, dass einst die Stadttore auf dieses Zeichen hin schlossen.

Kuba Havanna Festung San Salvador de la Punta

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Tabakfelder

Wenn man an Kuba denkt, denkt man automatisch auch an Tabak. Viele Tabakfelder findet Ihr in den grünen Hügeln der Provinz Piñar del Rio. Hier liegt zum Beispiel das grüne Viñales Tal das mit seinen großen Tabakplantage das echtes Kuba-Feeling zaubert. Wenn Ihr genug Zeit mitbringt, könnt Ihr einen Tagesausflug dort hin planen. Am besten informiert Ihr Euch vorher in Eurem Hotel oder online über mögliche Touren und Anbieter. Etwa dreieinhalb Stunden Fahrzeit von Havanna entfernt könnt Ihr das Dorf Viñales besuchen und zusehen, wie die Arbeit auf den Feldern abläuft und wie die Zigarren produziert werden. Auf dem Weg zu den Tabakfeldern kommt Ihr vorbei an wunderschönen Seen und tropischen Wäldern.

Kuba Havanna Tabak Plantage

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Weitere Tipps für Sehenswürdigkeiten

Wenn Ihr noch etwas Zeit habt, solltet Ihr Euch folgende Havanna Tipps nicht entgehen lassen:

  • Friedhof Colón – wunderschöne Marmorstatuen und tolle Infotafeln.
  • Parque Diana – romantischer Springbrunnen mit tollen Cafes.
  • Callejon de Hamel – eine bemalte Straße auf deren Mauern Gedichte geschrieben sind.
  • Gran Theatre – eintreten und Theaterluft schnuppern.
  • Christusstatue – rund 20 Meter hohe Statue (Christo de la Habana) aus Marmor.

Havanna Tipps für Restaurants & Bars

In Havanna wird viel getanzt, ausgiebig gegessen und jede Menge Mojito gebechert. Egal ob im alteingesessenem Restaurant oder in einer Tanzbar, Ihr könnt überall das typische Kuba-Feeling erleben. Erfahrt in meinen Havanna Tipps, welche Restaurants und Bars Ihr auf Eure Bucket-List schreiben solltet.

  • El Chachullero de Tapas: In der Nähe des Kapitols könnt Ihr für kleines Geld einen kleinen Stop im El Chanchullero de Tapas Restaurant einlegen, leckere Tapas probieren und natürlich auch fruchtige Mojitos schlürfen. Das Restaurant befindet sich am Fuße des Kapitols und begeistert mit einer großen Auswahl an Weinen und einer tollen Hinterhofterrasse.
  • La Cocina de Lilliam: Im La Cocina de Lilliam Restaurant der sympatischen Kubanerin Lilliam Dominguez Palenzuela gibt es frische Meeresfrüchte, kubanische Paella und viele kleine Tapas. Das Restaurant bietet einen wunderschönen Garten und gilt als eine der gefragtesten Adressen in Havanna.
  • Café El Escorial: Am wunderschönen Plaza Vieja könnt Ihr im Café El Escorial zusehen, wie der hauseigene Kaffee geröstet wird und verrückte Kaffee-Kreationen testen. Neben klassischen Kaffeespezialitäten warten eine Mischung aus Mojito mit Kaffeelikör und eine Mischung aus Espresso, Rum und Bananenlikör auf Euch.
  • El Floridita: Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist die Bar El Floridita. Der Legende nach soll hier der Cocktail Daiquiri entstanden sein. Im El Floridita kehrten schon Show-Größen wie Naomi Campbell oder Pierce Brosnan ein.
  • Mojito-Mojito: Eine Vielzahl an lokalen Gerichten findet Ihr im Mojito-Mojito. Von 18 bis 21 Uhr gibt es hier eine Happy Hour und an manchen Abenden spielen sogar Live-Bands. Das Restaurant befindet sich nicht weit vom Plaza Vieja entfernt.
  • La Bodeguita del Medio: Zu den traditionellen Bars Kubas gehört auch diese Bar, die angeblich auch schon von Ernest Hemingway besucht wurde. Charakteristisch für die Bar sind die vielen Unterschriften, die die Wände zu bunten Kunstwerken machen. Neben einem leckeren Mojito erhaltet Ihr hier auch verschiedene Gerichte.
  • Paladar Los Mercaderes: Super leckeres Essen bietet auch dieses Restaurant. Hier speist Ihr in gemütlichem Ambiente. Wer zu zweit kommt, kann mit etwas Glück auch einen Platz auf dem Balkon bekommen.
Kuba Havanna Bar

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Nachtleben in Havanna

Wer die Lebensfreude der Einheimischen, der Habaneros, erleben möchtet, macht den Dancefloor des Casa de la Música Clubs unsicher. Den kubanischen Club findet Ihr jeweils in der Innenstadt oder im Stadtteil Miramar vor. Hier gibt es jeden Abend Live-Musik, ausgelassene Rhythmen, leckere Cocktails und kubanisches Flair frei Haus – Tanzen ist hier ein Muss. Wer eine richtige Show erleben möchte, der kauft sich Tickets für einen Abend im Cabaret Tropicana. Lasst Euch von spannenden Akrobatik- und Tanzshows verzaubern! Ein echter Hotspot in Kubas Nachtleben ist das Kulturzentrum Fábrica de Arte Cubano, das von Donnerstag bis Sonntag mit zahlreichen Events in verschiedenen Räumen und auf mehreren Ebenen jedes Wochenende junge Leute anzieht. Auch Kunstausstellungen könnt Ihr hier bewundern. Perfekt für die After-Hour ist das Espacios im Viertel Miramar. Hier lassen viele Kubaner im Garten und auf der Terrasse die Nächte nach wilden Party gemütlich ausklingen.

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