Skandinavien ist ein wahres Winterwunderland und zieht jedes Jahr Millionen von Abenteurern an! Eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten ist eine Hundeschlittentour durch die verschneite Natur Norwegens, Schwedens und Finnlands. Speziell dafür ausgebildete und zugkräftige Huskys ziehen Euch durch die Wildnis und machen an verschiedenen Wildnishütten Halt. Ein ganz besonderes Abenteuer für Naturfreunde, Ruhesuchende und Outdoorfans! Wo Ihr eine Huskysafari machen könnt und was Ihr dabei alles beachten solltet, erfahrt Ihr nun in meinen Tipps zu Huskytouren in Skandinavien.

Wie eine Huskysafari abläuft

Eine Huskysafari besteht aus mehreren Hundeschlitten. Dabei handelt es sich um einen von Hunden – meistens wunderschöne Huskys mit blauen Augen – gezogenen Schlitten, der einen oder mehrere Personen durch die polaren Regionen zieht. Da eine Autofahrt in den verschneiten Gebieten nicht mehr möglich ist, werden Hundeschlitten beispielsweise auch für den Transport von Gütern eingesetzt – und das schon seit mehreren Jahrhunderten. Manche Forscher glauben sogar, dass der Hundeschlitten das älteste gezogene Transportmittel ist. Schon möglich, oder?

Als Schlittenhunde dienen meistens Siberian Huskys, Alaskan Huskys oder Alaskan Malamute, da sie aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzung und ihrem dichten Fell am besten für diese Aufgabe geeignet sind. Vier bis sechs Hunde ziehen Euch dann durch die verschneiten Naturlandschaften. Wenn Ihr eine mehrtägige Huskysafari bucht, dann bringen Euch die Hunde zu verschiedenen Hütten, wo Ihr übernachten könnt. Ein bisschen Flexibilität und Erfahrung im Outdoorleben solltet Ihr allerdings mitbringen!

So wird der Schlitten gesteuert

Normalerweise werden jedem Schlittengespann zwei Personen zugeteilt. Die eine Person übernimmt die Rolle des Mushers, der sich um die Lenkung des Schlittens kümmert, und die andere Person kann es sich im warmen Schlitten bequem machen. Bevor es losgeht, erhaltet Ihr meist eine kurze theoretische Einweisung, damit nichts schief geht. Der Musher lenkt den Schlitten mit verschiedenen Kommandos, doch teilweise fährt auch ein motorisierter Schlitten voraus, dem die Hunde folgen.

Wichtig ist natürlich ein gutes Verhältnis zu den Hunden, denn wie man so schön sagt: „Hunde können riechen, wenn man sie nicht leiden kann“. Deshalb unterstützt Ihr die Hunde bestmöglich beim Ziehen. Bei Kurven solltet Ihr Euer ganzes Körpergewicht in die Fahrtrichtung verlagern, damit der Wendekreis möglichst gering bleibt und Ihr nicht herauspurzelt. Es wird auch noch etwas sportlicher: Bergauf und bergab müsst Ihr mit Euren Beinen den Hunden beim Schieben und Bremsen helfen. Und nun die wichtigste Regel: Wenn ein Hund pinkeln oder ein Häufchen legen muss, dann wartet bitte bis er fertig damit ist! :)

Wo und Wann?

Eine Huskysafari könnt Ihr nahezu in allen Gebieten Skandinaviens machen. Am besten eignet sich dafür Finnland, Schweden oder Norwegen. Es gibt zahlreiche Reiseveranstalter im Internet und vor Ort, die eine exklusive Hundeschlittentour anbieten. Eine tolle Internetseite zum Finden von guten Anbietern ist huskytrack.de. Hier könnt Ihr Euer Wunschland eingeben, in welchem Monat Ihr das Abenteuer starten möchtet und welche Anforderung die Huskytour haben soll.

Finnland ist ein ideales Reiseziel für abenteuerliche Huskytouren über verschneite Seen und tiefe Wälder. Es werden verschiedene Touren angeboten, entweder ein Kurztrip an einem Tag oder eine mehrtägige Ausreise. Dabei könnt Ihr auch einmal die Rolle der Musher übernehmen, doch vergesst nicht, das Lenken des Schlittens ist anstrengender als gedacht. Währenddessen genießt Ihr die einzigartige Schneelandschaft Finnlands.

Wenn in Schweden die ersten Schneeflocken fallen und sich der bevorstehende Winter ankündigt, spüren die Huskys bereits, dass die ersten Hundeschlittentouren bevorstehen. Im schwedischen Lappland findet Ihr eine einmalig schöne Wildnis vor, durch die Ihr mit dem Schlitten fahren könnt. Dabei gibt es abwechslungsreiche, teilweise mehrtägige Touren über tiefgefrorene Seen, entlang dicht verschneiter Wälder und durch eine beeindruckende Moorlandschaft.

Die bizarren Schneelandschaften und die Stille der abgeschiedenen Natur im Norden Norwegens bieten Euch die Möglichkeit, vom Alltag abzuschalten und etwas Außergewöhnliches zu erleben. Vertraut der Kraft der Hunde und geht eine tiefe Bindung mit ihnen ein. Erkundet gemeinsam mit Euren Weggefährten das norwegische Lappland! Besonders empfehlenswert ist das Gebiet rund um die norwegische Stadt Tromsø.

Huskysafari

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Huskytour und Polarlichter

Eine Hundeschlittentour an sich ist ja schon ein großartiges Erlebnis und jetzt stellt Euch vor, dabei noch die beeindruckenden Polarlichter zu sehen! Ein unvergessliches Erlebnis ist garantiert vorprogrammiert. Beobachtet am Abend von Eurem Schlitten aus die flackernden Polarlichter und genießt das einzigartige Naturschauspiel. Im Dezember ist es im Norden Skandinaviens nur für wenige Stunden am Tag hell. Die übrige Zeit herrscht Dunkelheit und die Stille des Winters senkt sich über das Land. Zu dieser Zeit ist es am günstigsten unter dem Sternenhimmel die tanzenden Polarlichter zu sehen.

In dem folgenden eindrucksvollen Film von Lars Schneider könnt Ihr in die Welt des Nordens eintauchen und sehen, welche Eindrücke Euch bei einer Huskysafari erwarten. Die beste Reisezeit für eine Hundeschlittentour zu den Polarlichtern sind übrigens Februar und März. Seid Ihr auch bereit für dieses einzigartige Abenteuer? Also ich schon!

Huskysafari

©BlueOrange Studio/Shutterstock.com

Ihr könnt es kaum erwarten auf Eure eigene Huskysafari zu gehen und die schneebedeckten Naturlandschaften des Nordens zu erkunden? Klickt Euch doch mal durch unsere Reise-Schnäppchen für Norwegen, Schweden und Finnland und Ihr werdet sicher passende Angebote finden! Macht Euch bereit und packt warme Kleidung ein, denn schon bald geht es mit dem Schlitten durch das Winterwunderland! :)