Mit meinen Oslo Tipps seid Ihr bestens für einen Trip gerüstet. Die Hauptstadt des Königreichs Norwegen hatte es in der Vergangenheit schwer, sich gegen seine skandinavischen Schwestern wie Stockholm und Kopenhagen durchzusetzen. Dabei muss Oslo sich nun wirklich nicht verstecken: Coole Szeneviertel, ein breites kulturelles Angebot und Entspannungsmöglichkeiten im Grün der zahlreichen Parkanlagen bieten ein attraktives Gesamtpaket, um der Stadt einen Besuch abzustatten. Für 2018 wurde die Hauptstadt Norwegens vom Lonely Planet sogar unter die Top 10 der Best Places to visit gewählt. Und wer miterleben möchte, wie ein Königspaar ihre 50-jährige Hochzeit feiert, der sollte Norwegen für 2018 unbedingt auf die Liste setzen.

Oslo Tipps

©Norwegen Oslo Skyline/Shutterstock.com

Meine Oslo Tipps



Anreise und Transfer

Aktuell erreicht Ihr Oslo per Direktflug ab München, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Berlin. Da Oslo sowohl von Eurowings als auch Ryanair angeflogen wird, bekommt Ihr Hin- und Rückflug bereits ab 70 Euro. Oslo hat insgesamt zwei Flughäfen: Torp und Gardermoen. Gardermoen Airport ist der internationale und von Deutschland aus meist angeflogene Flughafen. Er befindet sich ca. 50 km vom Osloer Zentrum entfernt. Die schnellste Verbindung ins Zentrum ist der Flytoget Airport Express Train. Der Zug verkehrt alle 10 – 20 Minuten und fährt 20 Minuten bis zum Osloer Hauptbahnhof. Weitere Haltestellen sowie Preise könnt Ihr hier einsehen. Alternativ könnt Ihr auch einen Flybus nehmen, der neben dem Hauptbahnhof auch den Oslo Bussterminal, Helsfyr, das Radisson Blu Alna Hotel, Furusetfährt und das Radisson Blu Scandinavia Hotel anfährt. Die Fahrtzeit beträgt 40 – 50 Minuten. Der 110 km entfernte Flughafen Torp wird derzeit nur aus Hamburg angeflogen. Auch dort stehen Euch Züge und Busse ins Zentrum der Stadt zur Verfügung. Je nach Zielort seid Ihr zwischen 1:45 h und 2 h unterwegs.

Wer seinen ökologischen Fußabdruck klein halten möchte oder einfach nicht so gerne fliegt, kann auch ab Kiel mit der Fähre nach Oslo übersetzen. Die Überfahrt dauert 20 Stunden und kostet 320 Euro pro Person in der niedrigsten Kategorie. Darin enthalten sind sowohl die Überfahrt als auch ein 3* Doppelbettzimmer.

Sightseeingtour

Oslo eignet sich aufgrund seiner Größe perfekt für eine Sightseeing Tour. Ihr erreicht alle Sehenswürdigkeit locker zu Fuß und könnt so den Charme der Stadt buchstäblich einatmen. Ich habe Euch die perfekte Tour mit Kultur-, Shopping- und Abendprogramm zusammengestellt. Damit könnt Ihr sicher sein, nichts in Oslo verpasst zu haben 😉

Die Tour beginnt direkt am Ufer des Oslofjords an der Festung Akershus. Die Festung wurde im 13. Jahrhundert erbaut und musste mehrfachen Belagerungen stand halten. Heute wird sie überwiegend militärisch genutzt und beherbergt unter anderem das norwegische Verteidigungsministerium und den nationalen Verteidigungsstab. Wer sich für die Geschichte der Festung interessiert, dem empfehle ich den Besuch des norwegischen Militär- und Widerstandsmuseum. Der Eintritt ist kostenlos. Wer nicht viel für Geschichte übrig hat, sollte die Festung zumindest für ein schönes Foto besuchen. Von der Festung aus geht es weiter zum Opernhaus. Das Gebäude liegt auf einer Inselzunge, die ins Wasser hinausragt, und wurde einem im Wasser treibenden Eisberg nachempfunden. Damit erinnert sie stark an das Opera House in Sydney, auch wenn sie sich architektonisch, bis auf den modernen Einschlag, deutlich unterscheiden. Der Vorhof der Oper lädt zum Verweilen ein.

Wer noch nicht gefrühstückt hat oder etwas Energie tanken muss, dem empfehle ich einen Besuch im JOE & THE JUICE. Frische und extravagante Säfte, Milchshakes, feinste Kaffeespezialitäten, leckere Sandwiches und Breakfast Bowls mit gesunden Zutaten laden Euren Akku wieder auf. Das Cafe auch hat vegane Optionen auf der Karte. Gestärkt geht es weiter in Richtung Karl Johans Gate. Auf der Einkaufs- und Flaniermeile tummeln sich Shops, Cafés und viele, viele Statuen. Auch das Gebäude des Parlaments, das nationale Theater und die Universität befinden sich auf der Straße, die geradewegs zur nächsten Sehenswürdigkeit führt: Dem Königlichen Schloss. Tatsächlich dient das Schloss bis heute der Residenz des Königspaars. Mit ein wenig Glück könnt Ihr bei Eurem Besuch also einen Blick auf blaues Blut erhaschen 😉

 

Vom Schloss aus geht es weiter zum Nationalmuseum. Das 2003 eröffnete Gebäude vereint gleich vier kultur-historische Museen: Das Architekturmuseum, das Museums für Volkskunst, die Nationalgalerie Norwegens und die norwegische Reichsausstellung. Auch wenn Ihr eher zur Gruppe der Kunstbanausen gehört, gibt es ein Werk im Museum, für das sich der Besuch auf alle Fälle lohnt: Das bekannte und teuerste Gemälde der Welt „Der Schrei“ von Edvard Munch ist dort ausgestellt.

Weiter gehts in Richtung Szeneviertel Grünerløkka. Auf dem Weg solltet Ihr aber unbedingt durch die Damstredet laufen. Die kleine Kopfsteinpflaster-Straße liegt in einer der wenigen Gegenden in Oslo, in der es eine durchgehende Holzhausbebauung gibt. Eine Reihe hübscher, bunter Holzhäuser aus dem späten 18. Jahrhundert säumen die Darmstredet. Wer das typische Norwegen sucht, wird es hier finden.

Endtstation: Grünerløkka. Das Szeneviertel ist der Prenzlauer Berg Oslos. Hier ist alles hip, modern und multikulti. Entsprechend gibt es viele Second Hand-Läden, Street Art, Bars und Cafes. Das junge Nachtleben spielt sich primär hier ab. Der Grund, weshalb das Viertel am Ende Eurer Tour liegt 😉 Hier angekommen habt Ihr vermutlich einen riesen Hunger. Wenn Ihr Lust auf was Deftiges habt, empfehle ich Euch einen Besuch in der Dognvill Burger & Bar. Dort gibt es leckere Burger in vielfältigen Variationen (+ vegane Optionen). Wer es etwas leichter mag oder einfach mal was Neues ausprobieren möchte, sollte das Funky Fresh Food. Dort werden ausschließlich roh-vegane Gerichte serviert. Mein persönliches Highlight ist die Bar Social Eating. Das Konzept: Viele kleine Gerichte, die Ihr miteinander teilen könnt. So entsteht automatisch soziale Interaktion beim Essen und Ihr könnt viele unterschiedliche Gerichte ausprobieren 🙂 Zugegeben: Das Essen ist hier etwas teurer, aber es lohnt sich!

Frisch gestärkt könnt Ihr Euch nun ins Nachtleben stürzen. Die meisten Bars verwandeln sich Abends zu Treff- und Tanz-Hotspots. In einigen Bars wird sogar Livemusik gespielt. Cocktails bekommt Ihr in der Parkeatret Bag og Scene oder in der Chair Lounge Bar.

 

 

Tagesausflug nach Holmenkollen

Ihr habt Euch schon immer mal gefragt, wie es sich anfühlt, die Sprungschanze hinunterzufahren? Dann habt Ihr hier buchstäblich die Gelegenheit in die Skischuhe von Hannawald und Co. zu springen. Holmenkollen ist eine der größten Sprungschanzen der Welt. Neben der Besichtigung des Skimuseums befindet sich zudem ein Skisimulator sowie eine Ziplining-Anlage vor Ort. Die 361 m lange Line geht 107 m in die Tiefe – Adrenalin pur also. Wer nicht so mutig ist, kann die fabelhafte Aussicht über Oslo vom Ski Tower aus bewundern. Allein dafür lohnt es sich bereits hierher zu kommen!

 

Oslo-Card

Mein Tipp für Euren Aufenthalt in Oslo: Die Oslo Card. Mit dem Pass bekommt Ihr freien Eintritt in mehr als 30 Museen und Attraktionen, Bäder und Wanderungen und könnt den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen. Zudem erhaltet Ihr Ermäßigung bei Sightseeingspots, im Freizeitpark TusenFryd, auf Konzertkarten, dem Skisimulator sowie günstige Angebote in Restaurants und Geschäften. Der Pass kostet für 24 Stunden knapp 43 Euro, für 48 Stunden ca. 65 Euro. Kinder zahlen die Hälfte. Wo Ihr die Oslo Card kaufenkönnt, erfahrt Ihr hier.

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