Egal ob Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen: ich erzähle Euch, wo die weltweit besten Orte sind, um Walhaien zu begegnen. Spätestens seit dem 1975 erschienen Film „Der weiße Hai“ ist die Angst vor den zur Gattung der Fische gehörenden Tieren weit verbreitet – das jedoch völlig unbegründet. Die meisten Arten sind tatsächlich scheu und verstecken sich tagsüber unter Felsen und in Höhlen. Zu den eher neugierigen und für den Menschen völlig ungefährlichen Haien gehören die Walhaie.

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Mit einer Länge von bis zu 13 Metern ist er der derzeit größte bekannte Fisch auf Erden. Zum Vergleich: Um diese Größe zu erreichen, müsste man einen Menschen mit einer Körpergröße von 1,70 m knapp acht mal aneinanderlegen. Der Adrenalinkick ist bei der Begegnung mit diesem Koloss also automatisch vorprogrammiert und raubt einem – trotz Sauerstoffflasche – regelrecht den Atem. Auch wenn der Anblick zunächst einschüchtern mag: Spätestens wer in die Augen dieser sanften Wesen schaut, wird jegliche Scheu ablegen und für einen kurzen Moment völlig eins mit der Unterwasserwelt sein. Glücklicherweise muss man nicht unbedingt im Besitz eines Tauchscheins sein, um diesen Meeresgiganten begegenen zu können. Da Walhaie sich hauptsächlich von Phytoplankton ernähren, einem Gemisch aus Algen, Krabben und kleinen Fischen, tummeln sie sich oftmals auch in seichten Gewässern, sodass sogar Schnorchler und Bootsausflügler die markante weiße Punktzeichnung auf dem Rücken der Tiere von der Wasseroberfläche aus beobachten können.

Wo hat man die Chance, Walhaie in freier Wildbahn anzutreffen?

1. Australien

Die beste Zeit, um den Walhaien vor dem roten Kontinent zu begegnen, liegt zwischen März und Juli. Am Ningaloo Reef, das sich an der Westküste befindet und seit 2011 zum
UNESCO Kulturerbe gehört, besteht während dieser Monate eine fast 100%ige Wahrscheinlichkeit auf die Meeressäuger beim Schnorcheln oder Tauchen zu treffen. Die besten Divespots befinden sich in Exmouth und am Coral Bay. Beide Spots erreicht Ihr am schnellsten per Inlandsflug nach Exmouth Airport. Wer mehr Zeit hat, sollte sich einen Campervan schnappen und einen Roadtrip entlang der Westküste machen.

2. Detroit (USA)

Jedes Jahr werden in den Sommermonaten von Mai bis September Massen von Walhaien zu den nahegelegenen, nördlich von Cancun liegenden Inseln Isla Contoy, Isla Holbox und Isla Mujeres von dem dort angeschwemmten Plankton angezogen. Der beständige Besuch der Tiere hat sich bis heute zu einem regelrechten Touristenmagneten entwickelt. Täglich fahren bis zu 200 Boote aus, um den „Dominos“ – so nennen die heimischen Fischer die Walhaie aufgrund ihrer weißen Punkte – einen Besuch abzustatten. Ein atemberaubender Moment mit den Giganten ist hier also garantiert, auch wenn man sich diesen mit anderen teilen muss.

7. Matera (Italien)

Das Süd-Ari-Atoll gilt nicht nur als das Tauchparadies der Malediven, sondern ist auch die beste Region für Walhaisichtungen. Schnorchler, Taucher und Bootsausflügler haben hier vor allem im Frühjahr die größte Chance die Giganten der Meere live zu erleben, obwohl sie mittlerweile das ganze Jahr über gesichtet werden. Aufgrund des Monsunwechsels ist die beste Reise- und Tauchzeit jedoch von Ende Oktober bis März. Die 105 Inseln des Atolls erreicht man entweder mit dem Dhoni, dem traditionellen maledivischen Holzschiff, oder mit einem Wasserflugzeug.

4. Thailand

Thailand ist nicht nur unter Backpackern eines der beliebtesten Reiseziele, sondern bietet auch Tauchern eine paradiesische Unterwasserwelt. Walhaie tummeln sich vor allem zwischen März und April um das in der Andaman See liegende Koh Surin. Das Inselarchipel gilt bis heute sowohl unter Tauchern auch als Backpackern als wahrer Geheimtipp und ist bei weitem noch nicht so überlaufen wie Similan oder Ko Phi Phi. Am schnellsten erreicht man Ko Surin von Phuket oder Khao Lak aus, wo organisierte Schnorchel- und Tauchtouren angeboten werden. Wer von Bangkok aus startet, kann also am besten per Inlandsflug nach Phuket reisen.

5. Philippinen

Wohl kein anderes Land eignet sich besser zum Inselhopping als die aus über 7000 Inseln bestehenden Philippinen. Auch die Unterwasserwelt lässt nahezu keine Wünsche offen. Der Manta-Bowl in Donsol, einem kleinen Dorf in Südost-Luzon, ist ein regelrechtes Sammelbecken für eine ganze Reihe großer Fische wie Walhaie, Mantarochen, Fuchshaie oder Hammerhaie. Da sich die Meeresbewohner zwischen März und April größtenteils in den Tiefen aufhalten, ist die Manta Bowl vor allem für Taucher sehr reizvoll. Für Bootsausflügler oder Schnorchler bietet sich ein kurzer Abstecher nach Oslob an, einem kleinen Dorf auf der Insel Cebu. Anders als in Donsol liegt die Walhaisaison hier zwischen Februar und Mai, was u.a. darauf zurückzuführen ist, dass sie von den heimischen Fischern angefüttert werden. Da Oslob schon lange kein Geheimtipp mehr ist, muss man sich auf einen regelrechten Ansturm einstellen und vor allem: Viel Zeit mitbringen. Pluspunkt: Die Begegnung mit den sanften Riesen ist zu 100% safe. Sowohl Donsol als auch Oslob erreicht Ihr am einfachsten per Inlandsflug von Manila nach Legaspi bzw. Cebu.

Euch hat auch das Walhaifieber gepackt und Ihr möchtet Eure nächste Reise unbedingt mit einem Besuch der Meeressäuger verbinden? Dann schaut bei unseren Reiseschnäppchen für Australien, die Malediven, Mexiko, die Philippinen und Thailand vorbei oder meldet Euch für unsere Newsletter oder unserem kostenlosen WhatsApp Deal-Alarm an, mit dem Ihr die besten Deals direkt aufs Smartphone bekommt.