Ihr braucht Tipps für Auckland, die heimliche Hauptstadt Neuseelands? Ich habe 2 1/2 Monate in dieser wundervollen Stadt verbracht und möchte hier einige Tipps für interessante Orte und Sehenswürdigkeiten für Euch zusammenfassen, mit denen Ihr Auckland selbst und fast die Hälfte Neuseelands von Auckland aus erkunden könnt.

  1. Allgemeines über Auckland
  2. Preiswert und gut Essen
  3. Sehenswertes in & um Auckland
  4. Ausflugsziele von Auckland aus

Allgemeine Tipps für Auckland

Auckland ist mit 1,3 Millionen Einwohner die größte Stadt Neuseelands und beherbergt ca. 1/3 der neuseeländischen Bevölkerung, ist aber nicht die Hauptstadt des Landes. Auf Maori heißt Auckland Tāmaki-makau-rau“, was soviel bedeutet wie „eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“.

Die öffentlichen Verkehrsmittel beschränken sich in Auckland selbst hauptsächlich auf Busse. Es gibt viele Busse, viele komplizierte Pläne und eigentlich hat keiner eine richtige Ahnung von diesem System. Mein Empfehlung lautet: einfach zur Haltestelle zu gehen und den Busfahrer zu fragen, ob er auch dorthin fährt, wo Ihr hin möchtet! Das hat immer besser funktioniert.

Im Allgemeinen könnt Ihr immer Leute auf der Straße um Hilfe bitten, wenn die Kiwis nicht schon von alleine auf Euch zukommen. Denn wenn Kiwis eines sind, dann unglaublich freundlich und hilfsbereit. Ihre Lebensweise ist ungefähr die Umgekehrte der Deutschen. Ich nenne es den Kiwi Way of Live. Die Neuseeländer sind immer relaxed, lassen sich nicht stressen und sind sehr sozial. Lass dich mitreißen von dieser unglaublich entspannenden Lebensart und nimm ein Stück mit zurück nach Deutschland, das wird uns allen gut tun :)

Auckland Skytower

Panorama Auckland Foto: ©Filip Fuxa/Shutterstock.com

Tipps für preiswertes und gutes Essen

Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen, dementsprechend gibt es hier auch Essen aus aller Herren Länder. Ich hab wirklich jede Menge Restaurants und Speisen in meiner Zeit in Auckland ausprobiert. Als Student habe ich dabei natürlich immer auf die Kombination billig & gut geachtet. Diese drei Tipps sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben:

  • Elliot Stables: ein Foodcourt der Extraklasse. Hier bekommt Ihr Essen für absolut jeden Geschmack in der schönsten Atmosphäre in Auckland, so finde ich zumindest. Hier hat mir vor allem gefallen, dass es erschwingliche Pasta gab, denn die Neuseeländer ernähern sich hauptsächlich von Kartoffeln. Aber auch sonst gibt es dort alles was der Gaumen begehrt. Mehr Infos
  • Mrs Higgins Cookies: An diesem kleinen Shop in der Queenstreet bin ich einfach absolut nie vorbei gekommen. Selbst das wechseln der Straße hat nicht geholfen, da der Duft meilenweit zu riechen war. Wer sich nicht entscheiden kann, ich Empfehle den ANZAC Cookie, ein traditionelles Gebäck in Australien und Neuseeland. Mehr Infos
  • Fish & Chips auf Waiheke Island: Ich liebe Fish & Chips und dort habe ich definitiv die besten meines Lebens gegessen. Einen speziellen Tipp habe ich hier nicht – es schmeckt überall super lecker!

Sehenswertes in & um Auckland

Auckland ist eine Stadt der Gegensätze. Den einen Moment seid Ihr noch im pulsierenden Stadtzentrum, so könnt Ihr im nächsten schon von der Natur umgebenen sein. Von einem Einkaufzentrum direkt zum Strand, von den vollen Straßen in einen ruhigen Park, all das ist Auckland. Durch diese Vielfalt ist das Freizeitangebot und die Orte, die zu entdecken sind, schier endlos in Auckland. Meine persönlichen Tipps für Auckland habe ich hier für euch aufgelistet:

Auckland Takapuna Beach

Takapuna Beach, Foto: ©CJPhoto/Shutterstock.com

  • Skytower, von hier aus erhält man wirklich einen atemberaubenden Ausblick über Auckland. Meine Empfehlung lautet, sich diesen Anblick einmal tagsüber und einmal abends zu gönnen. Denn auch Nachts sieht Auckland wundervoll aus.
  • Die Vororte von Auckland versprühen ihren ganz eigenen Charme. Hier finden sich viele kleine Boutiquen von Jungdesignern, süße Cafés und viele weitere versteckte Geschäfte mit allerlei kleinen Schätzen. Besonders sehenswert finde ich diese drei: Takapuna, Ponsonby und Devenport
  • Die Strände: Takapuna Beach, Phia Beach ein sehr beliebter Surferstrand, der aber auch eine sehr gefährliche Strömung hat, Mission Bay mit einem tollen Blick auf die Stadt
  • Mount Eden, dies ist die höchste natürliche Erhebung von Auckland und zudem ein ruhender Vulkan. Noch heute kann man den grasüberwachsenen Krater erkennen und hat nebenbei auch noch eine tolle Aussicht auf Auckland und einige umliegende Inseln.
  • Waiheke Island, diese Insel vor der Küste Aucklands ist perfekt geeignet, um an einem der zahlreichen Strände einen relaxten Strandtag einzulegen. Vom Hafen in Auckland fahren hier regelmäßig Fähren in Richtung Waiheke Island, aber Rückfahrtzeiten beachten!
  • Rangitoto ist der jüngste und größte Vulkan um Auckland herum. Die Landschaft dieser Insel ist wirklich beeindruckend, da diese hauptsächlich aus Vulkangestein besteht. Erreicht werden kann der Vulkan ebenfalls mit der Fähre vom Hafen aus.
  • Auckland Museum, wer sich für die Kultur, Geschichte und Entwicklung von Neuseeland, den Maoris und Auckland interessiert, ist hier an der genau richtigen Adresse. Es ist wirklich ein schönes Museum, in dem einem vor allem die Kultur der Maoris näher gebracht wird.

Ausflugsziele von Auckland aus

Ein riesen Vorteil hat die kleine Insel für alle Reisende: Von Auckland aus können sehr viele Reiseziele in vergleichsweise kurzer Zeit erreicht werden. Wer die Nordinsel von Auckland aus erkunden möchte, hat zwei Möglichkeiten. Entweder werden die Ausflugsziele auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkundet. (Achtung: Es gibt zahlreiche Vermieter in Auckland aber manche Anbieter vermieten nicht an Personen unter 21 Jahren) Oder es werden Kurztrips bei den ebenfalls zahlreichen Busreise-Anbietern gebucht. Ich habe beides genutzt und kann auch beides empfehlen, je nachdem ob man gerne selbstorganisiert ist oder nicht, nur auf die öffentlichen Verkehrsmittel sollte man in Neuseeland eben nicht zählen.

Neuseeland Cape Reinga

Cape Reinga, Foto: ©Pichugin Dmitry/Shutterstock.com

  • Cape Reinga: Der nordwestlichste (nein nicht der nördlichste!) Punkt Neuseelands mit einer unfassbaren Aussicht auf das Zusammentreffen der tasmanischen See und des pazifischen Ozeans. Und ja, man kann wirklich sehen, wie die beiden Meere aufeinander treffen. Unglaublich aber wahr!
  • Ninety Mile Beach: Dieser Strand ist in Wirklichkeit nur 55 Meilen lang, büst aber dadurch nichts von seiner Faszination ein. Wer über den Strand mit dem eigenem Auto fahren möchte, sollte sich vorher gründlichst! über Ebbe und Flut informieren, da es nicht überall möglich ist, über die Dünen vom Strand weg zu kommen. Diesen Ausflug könnt Ihr mit der Fahrt nach Cape Reinga verbinden. Vergesst unterwegs nicht Sandboarden zu gehen!
  • Rotorua: Ein Naturschauspiel das seinesgleichen such. Sowohl vom Anblick als auch vom Geruch her. Rotorua liegt in einem der geothermisch aktivsten Gebiete der Erde. Dies führt dazu, dass es überall heiße Quellen, Geysire, eingefärbte Seen und wohltuende Schlammbäder gibt. Aber auch dazu, dass es in der ganzen Stadt furchtbar nach Schwefel riecht. Aber keine Sorge, man gewöhnt sich schnell daran und kann dann ganz ungestört die Landschaft und verschiedenfarbigen Seen in einem der Nationalparks bewundern.
  • Hobbiton: Das Aushängeschild von Neuseeland. Das süße Dörfchen Hobbiton ist nicht nur für Herr der Ringe Fans ein absolutes Muss. Auch so ist

    Neuseeland Hobbiton

    Hobbiton, Foto: ©aaron choi/Shutterstock.com

    dieser Ort durch seine Gestaltung und liebe zum Detail wirklich für jeden Sehenswert.

  • Waitomo Caves: Ein weiters einmaliges Naturspektakel findet in diesen Höhlen statt. Die sogenannten Glowworms fangen ihre Beute mit fluoreszierenden Fäden ein, die sie von der Decke der Höhlen hängen lassen. Daraus ergibt sich ein „leuchtendes Höhlendach“ vergleichbar mit einem dichten Sternenhimmel. Leider ist dies einer der wenigen Orte in Neuseeland, bei denen der Tourismus merklich Oberhand gewonnen hat und verliert deshalb leider ein bisschen seinen Charme.
  • Coromandel: Hier befindet sich gleich zwei der Orte, die zu meinen persönlichen Highlights von Neuseeland gehören, die Cathedral Cove und der Hot Water Beach. Die Cathedral Cove ist nur durch einen ca. 30 Minütigen Fußmarsch zu erreichen, der es aber in jedem Fall Wert ist, da dieser Ort ein absoluter Traum ist! Der Hot Water Beach ist meistens sehr gut besucht, aber davon solltet Ihr euch nicht abbringen lassen und warten bis ein „Strand-Jacuzzi“ frei wird. Dann heißt es, buddeln bis schön warmes Wasser kommt und genießen. Schaufeln können direkt vor Ort gemietet werden.

Auch wenn Neuseeland am anderen Ende der Welt ist und die Flugzeit wirklich alles andere als angenehm ist, lohnt sich eine Reise nach Neuseeland jederzeit. Es gibt kaum ein Land in dem so viele wunderbare Naturphänomene auf so kleiner Fläche aufeinander treffen wie in Neuseeland. Ihr solltet dennoch nicht unter vier Wochen Reisezeit einplanen, denn es gibt einfach so unglaublich viel zu entdecken, ich habe hier nur meine persönlichen Highlights genannt. Und die Südinsel ist im übrigen genauso sehenswert als die Nordinsel.

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