Euer nächstes Reiseziel ist die Metropole auf der japanischen Insel und Ihr sucht noch nach den passenden Empfehlungen für den geschichtsträchtigen Ort? Dann tretet ruhig näher, denn ich nehme Euch in meinen Tipps für Hiroshima mit auf eine Reise zu den Must Sees der Stadt. Weltweite Bekanntheit erfuhr die 1.2 Millionen Einwohner Stadt natürlich durch den ersten Atombombenabwurf der Geschichte am 6. August 1945, der die Einwohner geprägt hat und während Eurer Reise überall präsent sein wird. Die Stadt wurde damals komplett zerstört und auch nach dem Wiederaufbau erinnern viele Orte und Mahnmale an die Tragödie vor über 70 Jahren. Hier zeige ich Euch, was Ihr in Hiroshima alles unternehmen könnt:

Japan Hiroshima Skyline

©Sean Pavone/Shutterstock

Hiroshima im Überblick

Anreise

Vor allem Touristen kommen während einer Rundreise durch das Land nach Hiroshima. Der Flughafen liegt etwa 50 Kilometer östlich der Stadt, direkte Flüge ab Deutschland gibt es derzeit nicht. Nach Inlandsflügen in die Metropole schaut Ihr am besten bei Skyscanner und vergleicht die Preise. Flüge sind jedoch vergleichsweise teuer, deswegen empfehle ich Euch, den Japan Rail Pass zu kaufen. Mit dem Pass könnt Ihr im gesamten Land kostengünstig mit der Bahn reisen. In Hiroshima angekommen, stehen Euch 9 Straßenbahnlinien zur Verfügung, mit denen Ihr die Innenstadt erkunden könnt. Hiroshima verfügt übrigens über das größte Straßenbahnnetz Japans und wenn Ihr auch einen Abstecher in die Vororte machen wollt, nutzt Ihr am besten die Busse.

Japan Hiroshima Burg

©lkunl/Shutterstock

Sehenswürdigkeiten

Die Must Sees Hiroshimas liegen sehr nah beieinander, deswegen könnt Ihr sogar alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Wenn Ihr noch mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchtet, solltet Ihr eine geführte Tour mit einem englischsprachigen Guide buchen. Dabei entdeckt Ihr innerhalb eines Tages alle Sehenswürdigkeiten der Metropole und bekommt echte Insidertipps. Wenn Ihr bei Eurer Erkundungstour lieber kutschiert werden möchtet, empfehle ich Euch den Hiroshima Sightseeing Loop Bus – dabei könnt Ihr nach Herzenslust in die Hop-On-Hop-Off-Busse ein- und wieder aussteigen.

Bei dem Atombombenabwurf im Jahr 1945 wurde die Stadt zum größten Teil zerstört, deswegen gibt es nur wenige historische Sehenswürdigkeiten für Euch zu entdecken. Die Gedenkstätten, die nach der Katastrophe für die Opfer errichtet wurden, sind natürlich die wichtigsten Orte der Stadt. Deswegen beginnen wir meine Empfehlungen für die Sehenswürdigkeiten direkt mit dem Friedenspark.

Japan Hiroshima A-Bomb Memorial

©Navapon Plodprong/Shutterstock

Friedenspark

Der 12 Hektar große Park liegt auf einer Insel mitten in der Stadt und ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Hiroshima. Der Friedenspark wurde zum Gedenken an die Opfer und als Platz zum Trauern errichtet. Er befindet sich genau an dem Ort, über dem am 6. August 1945 die Atombombe „Little Boy“ abgeworfen wurde. 70.000 Menschen starben bei dem Angriff sofort, unzähligen weiteren Menschen haben die Spätfolgen das Leben gekostet. Überall in dem großen Park findet Ihr Informationstafeln, Gedenksteine und Monumente, die an die Katastrophe erinnern. Die bedeutendsten stelle ich Euch jetzt vor:

  • Flamme des Friedens: Wenn Ihr den Park betretet, seht Ihr seit 1964 zuallererst eine Flamme des Friedens, die durchgehend brennt. Sie soll erst wieder gelöscht werden, wenn die Kriege auf der Welt beendet und alle Atomwaffen zerstört sind.
  • A-Bomb Dome: Der Atomic-Bomb-Dome ist die Ruine des ehemaligen Gebäudes der Industrie- und Handelskammer. Es ist eines der wenigen Gebäude, das bei dem nuklearen Angriff im Jahr 1945 nicht komplett zerstört wurde und steht seitdem als Mahnmal im Friedenspark.
  • Kinder-Friedensdenkmal: Dieses Denkmal soll an das Leid der Kinder erinnern, die in Folge des Angriffs erkrankten oder gar ums Leben kamen. Es wurde im Jahr 1958 in Gedenken an Sadako Sasaki gebaut, die aufgrund der Strahlung zehn Jahre nach der Explosion an Leukämie erkrankte und starb. Auf dem Denkmal lest Ihr: „Das ist unser Schrei, das ist unser Gebet, für eine Welt des Friedens“.
  • Kenotaph: Den Opfern des Angriffs wird mit diesem Scheingrab gedacht, das im Jahr 1952 entworfen wurde. Auf dem Denkmal findet Ihr die Namen der Opfer, die Liste wird ständig erweitert. Insgesamt stehen etwa 300.000 Namen auf dem Grab.
  • Friedensglocke: „Tritt näher und läute die Glocke, damit sie in jeder Ecke der Welt und in jedem Ohr zu hören ist“ steht auf der Glocke, die für das Ende von Kriegen und die Abschaffung von nuklearen Waffen steht.

Japan Hiroshima Friedensbogen

©JoshuaDaniel/Shutterstock

Orizuru Tower

Wenn Ihr einen spektakulären Ausblick auf den Friedenspark genießen wollt, solltet Ihr unbedingt auf dem Orizuru Tower vorbeischauen. Dieser befindet sich direkt hinter dem A-Bomb Dome und bietet – vor allem zu Sonnenuntergang – einen unvergleichbaren Ausblick auf die Denkmäler, die an die Katastrophe erinnern.

Burg Hiroshima

Dieses beeindruckende Gebäude, ursprünglich im 16. Jahrhundert erbaut, wurde nach der Zerstörung der Stadt wieder originalgetreu aufgebaut. Die Burg befindet sich, umgeben von einem Graben, in einem großen Park mit Exponaten zur Geschichte Hiroshimas und wird auch Karpfenburg genannt. Derzeit dient sie als Heimatmuseum, das sich mit der Samurai-Kultur befasst. In Hiroshima gibt es weitere interessante Museen, die ich Euch bei meinen Reisetipps natürlich nicht vorenthalten möchte:

Museen

  • Peace Memorial Museum: Nichts für schwache Nerven ist das Friedensmuseum im Friedenspark, in dem Ihr auch viele Exponate des Atombombenabwurfs besichtigen könnt. Darunter zum Beispiel das Dreirad eines kleinen Jungen, der plötzlich aus dem Leben gerissen wurde
  • Hiroshima Museum of Art: Im Kunstmuseum, das im Jahr 1978 eröffnete, werden vor allem Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert von französischen Künstlern ausgestellt.
  • Mazda Museum: Im Museum des Automobilherstellers erfahrt Ihr etwas über die Geschichte der Autos und die Zukunftsvisionen des Herstellers. Im Anschluss freut Ihr Euch auf den Rundgang durch die Fabrikhallen, in denen Ihr bei der Produktion der Fahrzeuge zusehen könnt.

Shukkei-en Garten

Wenn Ihr Euch während Eurem Trip durch die Stadt ein wenig entspannen möchtet, bietet Euch der Shukkei-en Garten viele Möglichkeiten, Rast einzulegen. Auch dieser Garten wurde nach der Zerstörung Hiroshimas wieder neu errichtet und beherbergt heute einzigartige Pflanzen aus ganz Japan. Beobachtet außerdem die Schildkröten im See und füttert die Koi-Karpfen.

Japan Miyajima Schrein

©Sean Pavone/Shutterstock

Miyajima Island

Etwa zwanzig Kilometer südwestlich von Hiroshima liegt die japanische Insel Miyajima. Sie ist 20 Quadratkilometer groß und gehört landschaftlich zu den schönsten Regionen des gesamten Landes. Ausflüge auf die Insel sind direkt von Hiroshima aus mit einem Boot möglich. Auch Fährfahrten, bei denen Ihr mit dem Auto übersetzen könnt, werden angeboten. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Insel ist der Itsukushima-Schrein, der bereits im 12. Jahrhundert in seiner heutigen Form erbaut und zum UNSECO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Das beliebteste Fotomotiv ist das Eingangstor Torii, das 160 Meter von dem Schrein entfernt steht. Bei Ebbe könnt Ihr sogar zu Fuß zum Tor laufen, bei Flut steht es komplett im Wasser.

Die Reise kann also starten, liebe Urlaubstracker! Wenn Ihr noch auf der Suche nach dem passenden Schnäppchen seid, schaut einfach bei meinen Japan Deals vorbei. Mit meinem WhatsApp Deal Alarm und Newsletter seid Ihr zusätzlich immer über die besten Schnäppchen informiert und verpasst kein Angebot! Ihr möchtet wissen, welche Monate sich als die beste Reisezeit für Japan eignen? In meinem Artikel findet Ihr alle Informationen. Weitere Tipps für Osaka und Eure Rundreise findet Ihr hier. Ihr möchtet die schönsten Reiseziele auf einen Blick sehen? Dann führt Euch meine Tipps für Japan zu Gemüte.