Das neue Jahr steht in den Startlöchern und ich stelle Euch Silvester in Zahlen vor. In wenigen Tagen ist es so weit – der Start in ein neues Jahr, in das Jahr 2020, beginnt. Gebannt wird von Zehn auf Null heruntergezählt, um sich dann glücklich in die Arme zu fallen. Die schicke Garderobe wird zurecht gezupft und Sektgläser klingen um die Wette.

Wenn Ihr Euch schon immer gefragt habt, welches Land als erstes das neue Kalenderjahr feiert oder wie viele Millionen Euro wir Deutschen für Silvesterknaller ausgeben, dann schön hier geblieben. Es folgen die wichtigsten Facts und Zahlen rund um die Silvesternacht.

Silvester in Zahlen

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Sekt

Die deutschen Sekthersteller lassen kurz vor Neujahr wohl buchstäblich die Korken knallen: In den letzten Tagen vor Silvester werden ganze 18 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaft. Das sind stolze 1,6 Milliarden Euro und – neben Neujahr – wohl ein wahrer Grund zum Feiern.

Sekt knallt nicht nur ordentlich im Kopf: Auch der Sektkorken hat ordentlich Wumms. Mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde schießen die Korken durch den Raum. Wenn der Sekt oder Champagner warm ist und stark geschüttelt wird, dann können die Sektkorken Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Das haben Professor Friedrich Balck und seine Studierenden an der Technischen Universität Clausthal herausgefunden.

Größte Silvesterparty Deutschlands

Wer kennt es nicht?! Jedes Jahr vor Silvester steht die Frage im Raum, zu welcher Party man nun hingehen soll. Wer nicht auf irgendeiner WG-Party ins neue Jahr rutschen möchte, sondern eine Party der Superlative sucht, wird im Osten der Republik fündig: Die größte Silvesterparty in Deutschland findet in Deutschlands Hauptstadt Berlin am Brandenburger Tor statt. Hier feiern bis zu einer Million Menschen gemeinsam feuchtfröhlich in das neue Jahr hinein. Mit riesengroßem Feuerwerk, Bühnenshow und jeder Menge Alkohol (besonders beliebt: der jamaikanische Cocktailstand) feiern Menschen aus aller Welt kostenlos, eng umschlugen und warm eingepackt in das neue Jahr.

Feuerwerk

Jährlich werden knapp 10.000 Tonnen Feuerwerkskörper an Silvester gezündet. Das sind zehn Millionen Kilogramm oder mit anderen Worten: Ganz schön viel Müll! Ob das Rumgeballere die Natur- und Umweltverschmutzung wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Wer darauf auf keinen Fall verzichten möchte, sollte jedoch darauf achten, seinen Müll im Anschluss wieder wegzuräumen. Auch wenn die kommunalen Reinigungsdienste den Großteil des Mülls innerhalb von Ortschaften entsorgen, bleibt er in der freien Landschaft oftmals liegen. Dies ist nicht nur aus ökologischen Gründen abzulehnen, sondern stellt auch für Tiere ein großes Risiko dar. Das Jahr 2017 gehört mit dem Vorjahr mit 137 Millionen Umsatz übrigens zum finanzstärksten – zum Vergleich: 2018 waren es 133 Millionen. Hauptlieferant der Silvesterknaller ist mit einem Anteil von 94 Prozent China.

Party Silvester

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Gute Vorsätze

Auch in diesem Jahr wird die Liste der guten Vorsätze von den alljährlichen Klassikern angeführt: Knapp 62 Prozent wünschen sich weniger Stress und mehr Entspannung im Alltag integrieren zu können. Mit 60 Prozent wird dieses Vorhaben dicht gefolgt von dem Wunsch mehr Zeit für die Familie zu haben. Mehr Sport zu machen, gesünder zu essen und abzunehmen stehen mit 57 Prozent, 49 Prozent bzw. 34 Prozent zwar immer noch hoch im Kurs, haben aber im Vergleich zum Vorjahr ein wenig an Bedeutung verloren. Ein Durchstarter in dieser Liste ist in diesem Jahr das sogenannte Digital Detox: Knapp 25 Prozent der Deutschen haben sich für das kommende Jahr vorgenommen, Handy, PC und Internet weniger zu nutzen.

Hier wird Silvester zuerst gefeiert

Zwischen Neuseeland und Hawaii begrüßen die Inselbewohner von Samoa im Pazifik als Erste das neue Jahr. Noch bevor es in Deutschland Mahlzeit heißt, knallen südöstlich auf Samoa um elf Uhr (Mitteleuropäische Zeit) die Sektkorken.

Polizeieinsätze & Co.

Die Polizei packt am Silvesterabend besonders stark an, denn die Feiern zum Jahreswechsel bringen nicht nur Konfetti und Feuerwerkskörper zum Knallen, sondern auch jede Menge Konfliktpotenzial. In Berlin war 2018 zum Jahreswechsel einiges los. Zwischen 18 und 6 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale 2.979 Notrufe ein (Vorjahr: 3.084) und insgesamt mussten 1.721 Einsätze bewältigt werden (Vorjahr: 1.732), so die Berliner Polizei auf ihrer Webseite.

Neujahrsglückwünsche

Das digitale Zeitalter schreibt einige Regeln vor, darunter auch das Verschicken der traditionellen „Komm gut ins neue Jahr-Nachricht.“ Oft schaffen es die Emoji-vollgepackten Nachrichten nicht pünktlich zum Jahreswechsel an ihre Empfänger. Sie bleiben auf halber Strecken irgendwo hängen und schaffen es meist erst nach der Rushhour ins Postfach. Wer möchte, dass seine Neujahrsgrüße pünktlich ankommen, der kann sie ein wenig früher abschicken oder mit Empfängerlisten arbeiten. Ebenso hilft es, die Nachricht vorzuschreiben um sie dann „schneller“ abschicken zu können. Ihr könnt sogar mit Hilfe von Apps die Nachrichten timen, diese werden dann selbständig losgeschickt.

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