Private Silvester-Feuerwerke sollen dieses Jahr in 98 deutschen Innenstädten verboten werden – das fordert zumindest die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Damit möchte die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation keinem den Spaß am neuen Jahresbeginn verderben, sondern eine noch dickere Luft in den sowieso schon belasteten Städten Deutschlands vermeiden. Einige Städte wie Berlin und München haben das Verbot der privaten Silvester-Knallerei bereits angekündigt. Bei welchen Städten die Forderung der DUH ebenfalls auf dem Tisch liegt, erfahrt Ihr jetzt.

Silvester Feuerwerk Verbot

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Wird Silvester 2019 ohne die bunten Lichter am Nachthimmel langweilig? Wo darf denn überhaupt noch geknallt werden? All diese Fragen kommen mit der neuen Forderung der Deutschen Umwelthilfe auf. Dabei sollte man sich jedoch ebenfalls fragen, welche Belastung solch ein Feuerwerk-Spektakel auf die Feinstaubwerte der Innenstadt hat. Wie oft beklagt man sich schließlich über die mit Smog verseuchten Metropolen im asiatischen Raum? Ein Feuerwerk, wie es an Silvester stattfindet, bläst in wenigen Stunden sage und schreibe 5.000 Tonnen Feinstaub in die Luft. Das entspricht laut der Deutschen Umwelthilfe 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge.

Mit Feinstaub ist nicht zu spaßen. Dabei handelt es sich nämlich um einen Luftschadstoff, der nicht nur für gesundheitlich vorbelastete Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen gefährlich werden kann, sondern auch für Schwangere und Kinder. Ohne ein Feuerwerksverbot in einigen Innenstädten Deutschlands müssten sich die eben genannten Personen bestenfalls luftdicht verbarrikadieren oder die Stadt verlassen, um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen. Als Alternative schlägt die DUH vor, professionell organisierte Feuerwerke von qualifizierten Veranstaltern außerhalb der Stadtzentren anzubieten. Großstädte wie Berlin und München arbeiten bereits an konkreten Plänen für solch ein Alternativprogramm.

Bereits im vorigen Jahr haben einige deutsche Städte ein Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester aus Gründen wie Umweltverschmutzung, Tierschutz, erhöhte Feinstaubwerte, Lärm, Brandgefahr und Schutz von denkmalgeschützten Gebäuden ausgesprochen. International sieht es ebenfalls nicht anders aus: In Paris, Neuseeland und Südafrika ist die private Silvester-Böllerei in der Innenstadt ebenfalls untersagt und in Dänemark und Slowenien sogar generell verboten. Folgende deutsche Städte wären von dem Feuerwerksverbot betroffen:

  • A: Aachen, Aschersleben, Augsburg
  • B: Bayreuth, Berlin, Bernau, Bielefeld, Blankenfelde, Bottrop, Brandenburg, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Brunsbüttel
  • C: Chemnitz, Cottbus
  • D: Darmstadt, Datteln, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf
  • E: Eberswalde, Elsdorf, Elsterwerda, Erfurt, Essen, Esslingen
  • F: Flensburg, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Fulda, Fürth
  • G: Gelsenkirchen, Gera, Gießen, Gladbeck, Göhlen, Görlitz, Göttingen, Grevenbroich
  • H: Hagen, Halberstadt, Halle, Hamburg, Hannover, Heilbronn
  • J: Jackerath, Jüchen
  • K: Kassel, Kiel, Köln, Krefeld
  • L: Leipzig, Limburg, Ludwigsburg, Ludwigshafen, Lünen
  • M: Magdeburg, Mainz, Mannheim, Marburg, Markgröningen, Mönchengladbach, Mühlhausen, München, Münster
  • N: Nauen, Neuwied, Niederzier, Nürnberg
  • O: Oberhausen, Offenbach, Oldenburg, Osnabrück
  • P: Passau, Potsdam
  • R: Regensburg, Reutlingen, Rostock
  • S: Saarbrücken, Schwerin, Solingen, Spremberg, Stuttgart
  • T: Tübingen
  • W: Warstein, Weimar, Wesel, Wetzlar, Witten, Wittenberg, Wolfsburg, Worms, Wuppertal, Würzburg
  • Z: Zittau, Zwickau