Dresden, Landeshauptstadt Sachsens auch „Elbflorenz“ genannt ist ein beliebtes Ziel, wenn es um Deutsche Städtereisen geht. Was Ihr in Dresden auf jeden Fall machen solltet, welche Sehenswürdigkeiten Ihr nicht verpassen dürft und weitere Dresden Tipps erhaltet Ihr in diesem Artikel.


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Die Semperoper

Semperoper Dresden

Semperoper Dresden Foto: © santosha57 – Fotolia.com.

Gesehen habt Ihr sie sicher alle schon, wenn nicht in echt, dann wenigstens in der Werbung. Eine bekannte Deutsche Biermarke zeigt in ihren Spots nämlich regelmäßig das Dresdner Opernhaus. Die Semperoper befindet sich mitten in der Innenstadt und beeindruckt von außen durch seine prunkvolle Bauweise und die Architektur im Innenraum entführt Euch in ein anderes Jahrhundert. Wenn Ihr Euch für klassische Musik interessiert, dann könnt Ihr Euch natürlich auch eines der Konzerte der Sächsischen Staatskapelle in der Oper anhören. Der Name Semperoper stammt außerdem vom Architekten der Oper – Gottfried Semper. Den Spielplan der Dresdner Oper findet Ihr auf: www.semperoper.de

Frauenkirche

Die Dresdner Frauenkirche ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Der auffällige Monumentalbau steht auf dem Dresdner Neumarkt und ist eine evangelisch-lutherische Kirche, welche im Barockstil gebaut wurde. Nun denkt Ihr vielleicht, dass es ja in jeder Stadt Kirchen gibt und diese nicht wirklich spannend sind, aber der Besuch der Frauenkirche lohnt sich aus 2 Gründen auf jeden Fall. 1. Die Frauenkirche sieht nicht aus, wie eine „normale“ Kirche, denn Sie besitzt kein „klassisches“ Kirchenschiff, dafür ist sie relativ kreisförmig gebaut und hat die größte steinerne Kuppel Deutschlands. 2. Die Dresdner Frauenkirche wurde im 2. Weltkrieg vollständig zerstört und von 1992 bis 2005 wieder vollständig erbaut. Die Frauenkirche ist bis heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.

Zwinger

Dresden Zwinger Hotel

Zwinger Dresden Foto: © joyfull/Depositphotos.com

Der Name „Zwinger“ passt aus meiner Sicht eigentlich gar nicht so gut zu diesem schönen Gebäudekomplex, der von beeindruckenden Parkanlagen umgeben ist. Die ganze Anlage ist im Barockstil gebaut und gehört zu einem der bekanntesten Bauwerke dieser Epoche. Der Zwinger liegt nicht unweit von der Elbe entfernt in der Altstadt von Dresden und wenn Ihr einfach mal ein paar Schritte in einer schönen, romantischen Umgebung schlendern möchtet, dann ist der Zwinger dafür wirklich klasse geeignet.
Auch für eine Pause vom Sightseeing-Trip lädt der barocke Komplex ein – hier könnt Ihr die Beine auf einer Parkbank baumeln lassen und den Fontänen beim Plätschern zusehen. Der Name „Zwinger“ kommt außerdem von einer mittelalterlichen Bauweise von Festungen, aber schon beim Bau der Gebäude sollten dieses nie Funktion einer Festung erfüllen, sondern als Orangerie und Areal für diverse Festlichkeiten dienen.

Das DDR Museum

Auch wenn Ihr sonst Museen meidet, solltet Ihr trotzdem unbedingt im DDR Museum in der Wasastrasse 50 in Radebeul vorbeigehen. Nach Radebeul kommt Ihr von Dresden mit der Linie S1 in nur 15 Minuten. Das DDR Museum ist kein Museum im klassischen Sinne, sondern eher eine Zeitreise in die ehemalige DDR. Bringt etwas Zeit mit, denn es gibt einiges zu sehen. Über mehrere Etagen verteilt taucht man immer wieder in eine andere Lebenswelt der DDR ein, so sind dort z.B. altes Wohnzimmer, ein Frisör Salon oder ein Camping-Urlaub von damals nachgestellt. Auch alte Schilder, Trabbis, Zeitschriften, Spielzeug und Geld aus der Zeit des Sozialismus gibt es hier zu sehen. Wenn Ihr die volle Portion Ostalgie erleben möchtet, dann ist das DDR Museum ein echtes Muss für Euch.

Deutsches Hygiene-Museum

Der Name lässt vielleicht vermuten, dass hier Zahnbürsten oder Toilettenpapier ausgestellt sind, aber keine Sorge, der Name ist etwas irreführend. In der Dauerausstellung des Deutschen Hygiene-Museums wird der menschliche Körper, dessen Gesundheitszustand thematisiert. Wenn Ihr also schon immer mal eine Raucherlunge in Formaldehyd sehen wolltet, dann müsst Ihr unbedingt im Hygiene-Museum vorbei schauen. Allgemein ist das Hygiene-Museum spannend, weil hier die körperlichen Mechanismen sehr schön veranschaulicht werden. Speziell für die Kleinen gibt es die Ausstellung „Unsere fünf Sinne“. Hier können Kinder spielerisch toll Ihre Sinne erleben und ganz nebenbei noch etwas über Ihren Körper lernen. Auch interessant: das Museum wurde 1912 von einem Fabrikant der Firma Odol als Bildungsstätte zum Thema „Gesundheitspflege“ eröffnet, um die damalige Gesellschaft zu einer „gesundheitsfördernden Lebensführung zu befähigen“. Weitere Infos zum Museum findet Ihr unter: www.dhmd.de
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Die Dresdner Neustadt

Links des Elbufers befindet sich die Dresdner Altstadt und auf der rechten Seite liegt die Dresdner Neustadt. Wenn man über die Brücke in die Dresdner Neustadt kommt, dann hat man das Gefühl, eine andere Stadt zu betreten. Die Neustadt hat deutlich weniger alte, ehrwürdige Bauten als die Altstadt und bildet fast schon ein gewissen Kontrast zum anderen Elbufer. Die Neustadt wirkt nicht wie eine touristische Stadt, sondern eher ehrlich, klein und etwas naja ich sag mal „hip“. Hier gibt es Start-ups, vegane Bäckereien, Secondhandshops, Klamotten-Läden und zahlreiche Kneipen und Cafés. Wenn Ihr abends schön ausgehen oder ordentlich Party machen wollt, dann findet Ihr in der Neustadt auf jeden Fall genügend Möglichkeiten. Auch zum Shoppen ist das Viertel echt klasse, denn hier gibt es viele kleine und auch etwas ausgefallenere Läden und wenn Ihr nicht unbedingt nur Klamotten von den großen Ketten tragen wollt, dann findet Ihr hier tolle Einzelstücke.

Fortbewegen in Dresden

Dresden ist eigentlich ein recht beschauliches Städtchen. Die Stadt wird flächenmäßig vielleicht etwas durch die Elbe entzerrt, die mitten durch die Stadt fließt, aber zahlreiche Brücken verbinden die beiden Teile der Stadt miteinander. Wenn Ihr wollt, dann könnt Ihr in Dresden eigentlich alles wichtige (außer das DDR Museum) zu Fuß ablaufen. Wenn Ihr aber lieber etwas flotter unterwegs seid, dann könnt Ihr Euch auch Fahrräder leihen und die Stadt auf dem Drahtesel erkunden. In vielen Teilen Dresden sind aber hoppelige Pflastersteine verlegt oder als Fußgängerzonen ausgewiesen. Diese Teile der Stadt sind mit dem Rad gar nicht oder nur mühsam zu befahren sind informiert Euch also davor, ob Eure Strecke „befahrbar“ ist. Die schon erwähnte Elbe ermöglicht natürlich auch, dass man sich mit dem Schiff von A nach B bewegen kann. Eine Rundfahrt auf dem Schiff  durch die Stadt wie z.B. in Berlin kann man aber in Dresden nicht wirklich machen, aber von der Elbe hat man einen tollen Panoramablick auf das Elbufer. Natürlich könnt Ihr auch den ÖPNV in Dresden nutzen. Mit diesem kommt Ihr auch Problemlos in das Dresdner Umland. Alle Informationen zu den Dresdner Verkehrsbetrieben findet Ihr hier.

Lecker Essen in Dresden

Nightlife Dresden

Nightlife Dresden Foto: © joyfull/Depositphotos.com

Dresden überzeugt auch mit seinem Angebot an schönen Kneipen, kleinen Cafés und ausgefallenen Restaurants. Wo Ihr auf jeden Fall vorbei schauen solltet er fahrt Ihr im Folgenden.

Kaffee trinken

Wenn Ihr gerne mal original Dresdner Kaffee oder Kakao trinken möchtet, dann solltet Ihr auf jeden Fall in die berühmte Neustädter Markthalle in der Metzer Straße 1 gehen. Hier findet Ihr neben zahlreichen anderen schönen, kleinen Geschäften im Erdgeschoss das Café der Dresdner Kaffee und Kakao Rösterei. In einer sehr angenehmer Atmosphäre könnt Ihr hier zahlreiche Kaffeespezialitäten aus in Dresden gerösteten Bohnen genießen. Wenn er Euch überzeugt, könnt Ihr natürlich gleich einen Sack Bohnen in die Heimat exportieren.

Vegetarisch & Vegan

Wenn Ihr während Eurer Tour durch die Neustadt Hunger bekommt, dann könnt Ihr Euch spontan im „Roots“ in der Loisenstraße 58 wieder stärken. Passend zum alternativen Atmosphäre des „Hipster“ Viertels Neustadt könnt Ihr hier vegetarische und vegane Menüs mit Zutaten aus der Region genießen. Jeden Tag gibt es hier neue, ganz interessante Speisen. Welche es am aktuellen Tag gibt, könnt Ihr auf der Facebook Seite des „Roots“ sehen.

Außergewöhnlich aus dem Glas

Ihr kennt sie sicher alle noch von Eurer Oma, die guten alten Weckgläser zum Einmachen. In Dresden haben sich jetzt ein paar junge, kreative Köche gedacht, wieso nicht genau mit diesen kochen. Eine außergewöhnliche Karte mit tollen Gerichten findet Ihr in der „Lila Soße“ in der Alaunstraße 70. Hier könnt Ihr von Pastinaken-Suppe, über Ochsenschwanzragout bis hin zur Currywurst alles im Weckglas bestellen. Vielleicht müsst Ihr mehr als ein Glas bestellen, um satt zu werden, aber ich verspreche Euch es ist ein wirkliches Erlebnis für die Augen und den Gaumen.

Wenn Ihr Lust bekommen habt nach Dresden zu reisen, dann schaut mal hier bei unseren Dresden-Schnäppchen rein.